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Mittwoch, 25. November 2009

Lieber anonymer Kommentator,

offenbar ist dir dieser kleine dezente Hinweis in meinem Impressum entgangen. Nur für dich also nochmal in groß und fett und kursiv:

Gegen Werbung in meinen Kommentaren habe ich übrigens auch grundsätzlich etwas! Find ich so etwas, lösch ich das! Bei Wiederholungstätern wird es teuer!!! Wie wohl die meisten Deutschen habe auch ich einen Anwalt in der Familie und einen Arzt im Bekanntenkreis, nur mal so nebenbei...

Und ja, ich bin heute schon extrem angezickt. Gegen nettes Kommentieren und irgendwann mal verlinken hab ich nix. Aber so dermaßen plumpe Werbung finde ich einfach nur ätzend.

*Grußformel deiner geschätzten Wahl einfügen* Katja (genervt)

Montag, 2. November 2009

Hallo Melanie,

ich lese aus deiner Antwort auf diesen Post zwei Dinge:

1. Es wird besser, wenn die Zähne durch sind! Hurra, hurra! Ich freu mich schon so!!!

2. Danach wird es wieder schlechter, weil das Kind Charakter bildet oder so etwas. Und das ist ganz schlecht, da man wegen der fehlenden Zahnungsausrede mal wieder wie der letzte Erziehungsberechtigtenkrüppel aussieht.

Na dann: Prost Mahlzeit!

:D




Der Zahn oben links blinkt übrigens schon richtig. Und beim Zähneputzen macht es sogar Geräusche. Mein Sohn ist echt stolz!

Montag, 28. September 2009

Erlebnisse am Ostseestrand

Am Sonntag waren wir, also: Papa, Mama, Hund (Mitte-Wade-hoch, fast 7 Jahre alt) und Sohn (bald 2), am Ostseestrand.

Großer, sabbernder (sic!) Hund kommt angerast. Das Frauchen latscht in weiter Ferne, sehr lässig und desinteressiert, vor sich hin. Ich, mittlerweile kampferprobt, nehme den Sohn hoch. Unser Hund muss (leider!) für sich selbst kämpfen. Fremder Hund rast auf uns zu, wie gesagt. Kommt näher, bellt wie besessen und springt an mir hoch. Wie gesagt, ich habe mein Kind auf dem Arm! Mein Hund wird dann immer sehr hektisch und versucht den Angreifer vom Rudelchef (icke eben) und Juniorchef zu vertreiben. Leider erleben wir so eine Situation nicht das erste Mal und der Streßlevel ist dementsprechend hoch bei mir und bestestetes Hund von allen. Fremder Hund stürzt sich auf meinen Hund. Geknurre, Gekläffe, Gebelle -ICH HASSE DAS!!! Hund tobt mehrfach auf mich zu und springt an mir hoch. Ich mache alles, was ich je über solche Situationen lernte (Hundeschule -wir waren dort!!!) und las. Ich habe Blickkontakt vermieden und eine defensive Haltung eingenommen, sprich: dem Hund mit gesenktem Kopf die Seite/das Gesäß zugekehrt. Fremder Hund wurde immer wilder. Spielen sieht definitiv anders aus. Frauchen von fremder Hund kam nach einigen Minuten (gefühlten Stunden!) lahm an geschnauft. Fremder Hund wurde lahmarschig mit "Nu komm ma her, fremder Hund. Lass das mal!" an geschnauft. Zu mir sagt Fremder Hund-Frauchen nix, fängt aber wenigstens (die verdammte Dreckstöle) ihr Herzilein ein. Leine hatte sie nicht dabei. Vermutlich hört fremder Hund sonst immer, und so...

Kommentarlos schlurfte sie mit fremder Hund am Halsband weiter. Ich konnte mir ein :"Entschuldigung, dass ich hier stand und Ihrem Haustier im Weg war!" nicht klemmen. Statt des erwarteten, leicht beschämten "Oh, tut mir wirklich leid, der ist sonst nicht so"-blablas hörte ich "Ja, denn gehn Se halt nich' ann' Hundestrand, wenn Se dis nich vertragen!" Die Antwort "Der Hundestrand ist circa 500 Meter weiter nach DORT!" quittierte sie mit "Der ist eben auch noch jung!" Meine Antwort, dass sie ja wohl kaum das Alter ihres Hundes mit dem Alter meines Sohnes vergleichen wolle, vertrug sie wohl nicht so gut. Ich durfte mich tatsächlich noch ein wenig beschimpfen lassen.

Dämlich Hundebesitzer (fast) alle miteinander!!!!

...
Hoffe, sie schmort lange in der Hölle dafür.



...
Hoffe, ich treffe sie dort nicht! ;) Immerhin vergißt auch mein Hund gelegentlich seine gute Erziehung und bellt! *schock*




...
Gerade noch hier bei ihr "meine" Geschichte gelesen. Erschreckend! Es ist überall das gleiche. Aber was kann man tun? Wie verhält man sich am besten?

Donnerstag, 24. September 2009

Der Kindergarten

Es klappt einfach super. Ich bin sehr erleichtert, wie schön das funktioniert. Mein Plan ist aufgegangen. Ich hatte sehr viel Zeit für die Eingewöhnung eingeplant (6 Wochen), die ich nun effektiv gar nicht mehr benötige.

Anfangs hat B. noch geweint, wenn ich ging. Doch jetzt ist es seit 2 Wochen so, dass er morgens zwar durch die Kita getragen werden will und auch im Gruppenraum nicht selbst läuft, aber er läßt sich dort von mir problemlos an den Tisch setzen. Ich hole ihm dann ein Spielzeug und beziehe noch mindestens ein anderes Kind in das Spiel mit ein. Nach maximal 3 Minuten sage ich ihm dann, dass ich jetzt gehe und ihn nach dem Mittagsschlaf abholen würde. Dann wird geknutscht und ich gehe los. Er dreht sich noch einmal zur Tür um. Wenn ich draußen bin winke ich und schmeiße ein Kusshändchen. Fertig. Hin und wieder schaue ich dann nach einer Minute noch mal hinein. Er sitzt dann ganz friedlich am Tisch und spielt oder tobt schon durch den Raum. Die Erzieherin hat mir auch bestätigt, dass er nicht mehr weint. Er hat am Tag aber wohl mindestens einen Moment, wo er Nähe braucht. Das Problem hat er ganz alleine gelöst. Er stellt sich dann vor seine Erzieherin, streckt ihr die Arme entgegen und lässt sich drücken. Sie meinte, nach höchstens 10 Sekunden windet er sich wie ein Aal und tut so, als ob sie ihn fest halten würde. Das scheint ihm zu reichen.

Noch mehr Zeichen, an denen ich für mich erkenne, dass er sich dort wohl fühlt:
- Am Sonntag hat sein Vater gesagt, morgen könne er ja wieder mit M. (der Erzieherin) den Kindern spielen. Nach dem Mittagsschlaf packte er seinen Plüschhund ganz fest, und wollte ihn die Tasche packen. Als ich sagte, dass würde jetzt keinen Sinn machen, regte er sich schrecklich auf. Auf dem Wickeltisch konnten wir dann klären, dass er ja nur ein Schläfchen gemacht hätte und leider, leider erst morgen in die Kita könnte. Patsch traf seine kleine Hand die Stirn. Wir haben dann einen Spaziergang am Kindergarten vorbei gemacht. Als er sah, dass dort wirklich niemand war, war er beruhigt.
- Wenn ich frage, ob er mein Süßer sei, nickt er immer ganz doll. Danach sagt er "Papa!". Ich muss dann immer fragen, ob er auch Papas Süßer sei. Dann kommt "Oma!" und so weiter. Vorletztes Wochenende kam dann noch "Ma!" Ich habe kurz überlegen müssen. Vorsichtig habe ich den Namen seiner Erzieherin gesagt. Und er strahlte und nickte. Also fragte ich "Bist du auch M.s Süßer?" Er darauf mit Grinsen im Gesicht "Jaaa!" Was will ich mehr.
- Beim Abholen will er nicht mitkommen. Er spielt noch weiter.
- Bin ich zu früh und störe beim Kaffee trinken, geht er nach dem Essen mit M. in den Waschraum und klammert sich nicht an mich.

XXX!*

Als ich jünger war, hatte ich, besonders beim Auto fahren, oft das Problem, dass mir u.a. der Fahrstil anderer Menschen permanent massiv auf die Nerven ging. Ich habe Ihnen also nicht unbedingt die nettesten Namen zugedacht. So weit, so schlimm. Wirklich unangenehm wurde es erst, als ich im Sommer nicht an das geöffnete Fenster dachte, als ich meinem Herzen Luft machte. Entsetzte Blicke trafen mich und ich beschloß, dieser schlechten Angewohnheit ein Ende zu machen.

Die Problemanalyse ergab mangelnde Impulskontrolle -auch bei mir. Gut, das Phänomen ist weit verbreitet. Man ist meist allein im Auto; die soziale Kontrolle entfällt also. Außerdem hat man möglicherweise eine andere Sicht auf die Dinge (Tempo, Vorfahrtsregeln etc.) als die anderen Verkehrsteilnehmer, kann dies aber (außer eben bei geöffnetem Fenster *hust*) nicht ausdiskutieren. Und so weiter.

Das Problem kann also nur behoben werden, indem ich selbst mein Verhalten ändere, da ich ja selbst keinen Einfluss auf das Verhalten der Anderen nehmen kann. Aber was tun?

Lösung des Problems: ein kleiner Schnippsgummi. Wie der so ein Fehlverhalten ändern kann? Ganz einfach. Der Gummi kommt ums Handgelenk. Jedes mal, wenn ich den Impuls zu fluchen verspürte, habe ich daran gezogen und sofort losgelassen. Tut nicht wirklich weh, ist aber unangenehm. Ich habe mir auf diese Weise bewusst gemacht, DASS ich fluchen wollte und konnte den Impuls damit kontrollieren. Das klingt jetzt irgendwie seltsam, aber es funktioniert.

Heute habe ich mir wieder einen Gummi übers Handgelenk gezogen. Der Hund war gestern abend nicht draußen und musste heute morgen ganz dringend vor die Tür. Eigentlich bringe ich immer zuerst das Kind in die Kita und drehe dann eine gemütliche Hunderunde. So aber musste eben heute morgen der Hund mit. Nun ist es leider so, dass der Hund seinen Ärger übers angebunden sein recht laut kund tut. Will sagen, er bellt. Nicht schön, aber verzeihlich, wie ich finde. Ich binde sie auch immer so an, dass sie "aus dem Weg" ist, also meist in einer abgeschiedenen Ecke an einem Zaun. So auch heute. Als ich wieder komme, stehen auf der Straße vor dem besagten Zaun 3 Personen. Ich binde D. los und sage noch so was wie "Na, dann komm mal, du alter Krawallbolzen." Ich bin noch nicht mal mit ihr zum Tor hinaus, da werde ich schon sehr unfreundlich von schräg hinten angepflaumt: "Der Hund hat jetzt 10 Minuten lang gebellt."
"Aha."
"Das nervt wirklich sehr!" Unfreundlichunfreundlichunfreundlich guckend...
"Das tut mir leid." Unverbindlich und mit neutralem (!) Tonfall. ging ich über die Straße. Dann mussten die anderen beiden Herrschaften auch noch ihre superoberwichtige Meinung dazu kundtun.
"Das müssn Se mal was machen!" und "Das geht ja so nicht, dass der so laut bellt."

Und dann kam mein Fehler: ich reagierte. "Was soll ich machen? Die Schnauze zubinden?!" Ich musste dabei wirklich lachen, weil ich kaum geglaubt habe, dass das deren Ernst sei.

"Ja! Da hätten Sie eben den Hund erziehen müssen!" *geifergeifergeifer*
"Das sieht man ja, dass der nicht hört!" (Der Zusammenhang wird mir übrigens auf ewig verborgen bleiben.)
"So ein Maulkorb ist ja nicht sooo teuer!" (Hindert den Hund allerdings auch nur am Beißen, nicht am Bellen.)

Statt mir nicht nur sämtliche in Klammern stehende Erwiderungen zu verkneifen und einfach zu lächeln und zu winken, konnte ich mir eine Antwort nicht verbeißen.

"Alles klar, der Hund bekommt einen Maulkorb und lernt noch Miauen als Fremdsprache. Und Sie erziehen in Ihrer vielen freien Zeit mal besser nur Ihre eigenen Kinder. Da ham Se ja dann wohl schätzungsweise genug zu tun!"

Autsch! Ich wollte doch nicht immer so... Hinterher war mir das peinlich. Wie gesagt, lächeln, winken und weiter gehen hätten ihren Zweck als Handlungsalternative völlig erfüllt. Aber so ärgere ich mich nur. Zuerst über diese Personen. Wie kommt ein Erwachsener "im Rudel" eigentlich auf die Idee, einem anderen Erwachsenen ungefragt solche "Ratschläge" zu erteilen? Dann vor allem über mich selbst. Wieso kann ich so etwas nicht einfach an mir abperlen lassen? Wieso springe ich auf solche Provokationen an? Denn im Nachhinein ist mir klar geworden, dass die dämlichen Sprüche erst kamen, als ich eben nicht auch sofort unfreundlich war, sondern im Gegenteil höflich, unverbindlich und ruhig. Das war wohl nicht gewünscht. Man wollte sich Luft machen und laut schimpfen. Das geht natürlich nicht, wenn man keine Angriffsfläche hat.

Fazit: ab heute kein Wort mehr zu niemandem. Impulskontrolle und Fresse halten. Fertig! *schnipps*

* Anstelle von XXX! bitte die umgangssprachliche Bezeichnung einer menschlichen Körperöffnung im Plural einfügen. Und nein, "Ohren!" ist falsch...

Mittwoch, 19. August 2009

Der dritte Tag im Kindergarten

Ich fand es ermutigend. B. hat mit den anderen Kindern gespielt. Er hat sich die Hände gewaschen. Und er hat sich darüber so gefreut, dass die arme Erzieherin nun vermutlich fest davon überzeugt ist, dass das arme Kind sonst Wasser nur aus der Ferne sieht. :D

Ansonsten alles wie gehabt: B. hielt sich anfangs die meiste Zeit in meiner direkten Nähe auf. Er reagierte zeitweise sehr abweisend auf Körperkontakt durch andere Anwesende. (Will sagen, dass er die Hand seiner Erzieherin recht unwirsch weg gestoßen hat, als sie ihm über den Kopf streicheln wollte.)

Heute neu: B. spielte "kochen" und fütterte alle mit einem Löffel. (Örgs, der Lippenherpes...) Es wurden Kekse verteilt und er hat allen angeboten. Patrick aß deutlich schneller und wollte B.s Keks auch essen. Aber mein Sohn ist schlau! Er versteckt die Hand mit dem Keks unter dem Kinn, dreht sich weg und (Achtung, jetzt wird es niedlich!) kneift ganz fest die Augen zu. Jeder weiß, dass kleine Jungs versteckt sind, wenn sie die Augen zu kneifen!

Lauras Mutter war auch da. Hmm. Wenigstens bleibt sie sich selbst treu.

Patricks Mutter hat eine Erkältung. Ich habe einen kratzigen Hals. Bleibt ja nun vermutlich so, dass ich jede winzige Infektion mitnehme, bis B. zur Universität geht.

Montag, 17. August 2009

Schnipsel

B. sagt endlich laut und deutlich Papa. Da freut sich jemand bestimmtes sehr drüber.

Lacht mich nicht aus, aber mein Sohn kann mit einem Jahr und sieben Monaten rechts von links unterscheiden. Er zeigt: linker Arm, rechtes Bein, rechter Ellenbogen usw. Ich war etwas erschüttert, als ich zum ersten Mal bemerkte, dass er das kann. Ist das üblich oder haben wir hier ein kleines Talent für was auch immer entdeckt? Mitmütter teilt euer Wissen!!!

B. nickt jetzt auch. Genau einmal. Sieht sehr knuffig aus. Kopf maximal weit in den Nacken legen und danach einmal(!) das Kinn auf die Brust. B.'s Variante von "Ja doch!"

Unser Einschlafdrama ist keins mehr. Ohne Ferbern oder solche Sch... Die Türen von Schlafzimmer und Wohnzimmer standen und stehen immer offen. Und alles, was ich ihm "antat" war, dass ich dieses ätzende Händchenhalten komplett abgeschafft habe und er konsequent alleine im Bett bleibt. Voila! So geht das also.

Ich bin eine gemeine Mutter. Ich habe den Nuckel als nächstes auf dem Kieker. Mal schauen...

Erster Elternabend in der Kita. Das wäre mal ein ganzer Artikel gewesen. Aber echt mal!

Kind krank!!! Kleiner wunder Po ist mittlerweile bei der Kinderärztin in Behandlung. Und das mir! Wo ich ständig Windeln wechsle, den B. regelmäßig auf die Toilette setze, teure Creme oder nur Olivenöl verwende. Jetzt sieht mein Kind aus, als ob er einen großen blauen Fleck am Po hat. Wir pinseln. Ich verstehe das nicht. Besser wird es auch nicht. Morgen oder heute nochmals zur Ärztin... Ist mir peinlich! Sehr!

Heute ist B.'s erster Kita-Tag! Ich bin so aufgeregt, dass ich 1 Stunde vorm Wecker wach wurde, das Kind schläft.

B. spricht übrigens immer noch nicht. Er sagt Mama, Papa, Oma und *Hundename*. Mehr nicht. Er kann die aller lustigsten Geräusche mit seinem Mund machen. Manchmal "schnattert" er auch lustig vor sich hin. Ansonsten: Schweigen, Grinsen und Zeigen. Gut, er sagt auch, wie Enten und Hunde machen. Aber das war es wirklich. Und ich gestehe, dass mich das beunruhigt. Fängt er dann gleich mit ganzen Sätzen an?

B. kontrolliert sämtliche Wohnungen auf herrenlose Wassernäpfe. Bei Oma und zu Hause rast er so schnell er kann zum Ort des Verbrechens und schlägt sich mit der Hand vor den Kopf. Wir haben ihm das beigebracht, da wir immer die Hand vor die Wange hielten und "Auweia!" sagten, wenn er zum tausendsten Mal einen Napf für ein Haustier aus 50 cm Höhe auf den Boden geleert hatte. Neulich hatte ich vorm Napf des Hundes eine Unterhaltung mit ihm:
"Oh, du hast recht! Da steht ja noch D.'s voller Wassernapf."
"Ja!" Hand ruht an der Stirn.
"Der muß das weg."
"Jaaa!"
Mutter überdenkt Strategie
"Du bist doch schon ein großer Junge, oder?"
"Ja." Die Antwort kam zögernd.
"Hör mal, wenn du ein großer Junge bist, kann Mama doch den Napf da stehen lassen."
Entsetztes Kopfschütteln
"Du bist doch schon groß und weißt, dass du den Napf nicht aus kippen darfst."
Energisches Kopfschütteln
"Meinst du, wir können den Napf einfach hier stehen lassen und du kippst ihn nicht aus? Das schaffst du doch schon."
Kurzes Zögern
Zaghaftes Kopfschütteln
Mutter seufzt.
"Soll ich ihn weg stellen?"
Ein Strahlen geht über sein Gesicht.
Wir üben das noch!

Montag, 8. Juni 2009

Brüller!

Gefunden bei ihr habe ich dieses Video. Und weil ich den Text in der Geschwindigkeit leider nicht komplett verstanden habe, suchte ich ein wenig -und ZACK! Hier dann nochmal mit Untertitel. HERRLICHER Spaß!

Ich geh dann schon mal üben...

Edit 11.Juni: Schade, die "Nachbauten" mit Untertitel sind leider alle verschwunden.

Dienstag, 7. April 2009

Einen extralangen Stock, bitte!

Einmal könnte ich mich abends vom TV berieseln lassen, aber logischerweise: es geht nicht! Der Vater nahm den kranken Knirps und legte sich mit ihm ins Bett. Ich hätte also Zeit, Lust und Gelegenheit zum Glotzen. Aber nicht mit unserem Sohn. Oh nein! Solche Pläne werden sofort durch kreuzt. Niemand weiß warum, aber der Zwerg ließ es sich nicht nehmen, die Fernbedienung unserer DVBT-Box mehrfach fest auf den Tisch zu schlagen. Als ich ihn erwischte und laut "Stopp!" rief, fiel ihm nichts besseres ein, als die vermutlich unter Schmerzen verreckte Keule mit aller Wucht an die Erde zu werfen. Kinder! Nicht nur, dass ich nicht mehr fernsehen kann, nein, auch der Couchtisch sieht aus, als ob wir täglich dieses dämliche Spiel mit der gespreizten Hand und dem Messer (wie heißt das gerade?!) spielen. Gefühlte 5 Mio. Macken zieren den Tisch nun. Aber da auf dem Sofa sitzen nun zwangsläufig mit lesen verbunden ist, sieht man das kaum.... *seufz*

Dienstag, 17. Februar 2009

Mampf!

Irgendwie ist es schon super, dass B. jetzt mehr und mehr bei mir/uns mit isst. Ich koche zwar immer noch sein Essen auf Vorrat, aber zunehmend speist der Herr am großen Tisch. Zu niedlich finde ich es, wenn er mit Besteck isst. Löffel kennt er ja nun schon länger. Die Gabel ist momentan aber noch etwas besonderes. Heute gab es Eierkuchen. Die hat er voller Hingabe weggabelt. Es ist noch nicht wirklich so, dass er alleine isst. Ich piekse ihm den Happen auf und er stopft ihn in seinen kleinen Mund. Aufpassen muss ich hinter her. Er fuchtelt nämlich so voller Stolz mit der Gabel herum, dass ich schon um seine Augen fürchte. Wird schon noch werden, mit den guten Tischsitten...

Freitag, 13. Februar 2009

Unsere abendliche Routine

Ich bereite B.s Abendessen vor. Wir räumen"zusammen" auf. Dann wird er im Kinderzimmer gewindelt und für die Nacht umgezogen. Wir gehen zur Tür. Dort bleiben wir dann stehen, wünschen dem Kinderzimmer und allen Spielsachen eine gute Nacht, versprechen dem kleinen roten Auto, dass morgen wieder auf ihm gefahren und gehupt wird. Dem Hampelmann wird etwas ähnliches versprochen. Die kleinen Bärchen an der Tür (die dort als Namensschilder kleben) werden in die Pflicht genommen. Jeden Abend wird ihnen die Verantwortung für das Kinderzimmer übertragen. Dafür streichelt der B. sie dann auch und ich muss den gelben Bären knutschen. Danach küßt B. den grünen und den roten Bären. Dann löschen wir das Licht, klettern über das Türgitter und winken nochmal ins dunkle Zimmer. Er ist mit Feuereifer bei der Sache. Er fängt schon an zu winken, wenn ich beginne, meinen täglichen Text abzuspulen. Anschließend gibt es Abendessen. Wir gehen danach ins Bad. Er kennt auch dort die Reihenfolge: erst Zähne putzen, dann Gesicht und Hände waschen, anschließend eincremen. Wenn ich nach dem Waschen aufstehen will, zeigt er auf die Cremedose. Und wenn ich nach dem Zähne putzen dumm tue und frage, was ich wir denn jetzt machen müssten, zeigt er sofort auf den Lappen und die Cremedose. Offenbar findet er das alles prima. Zum eincremen sage ich auch immer einen Spruch auf. Er hält dabei ganz still. Lasse ich mein Gedicht weg, zappelt B. Danach geht es ins Bett. Ich drücke ihn noch einmal ganz fest, wünsche ihm eine gute Nacht und schöne Träume, sage ihm, wie lieb ich ihn habe und lege ihn ins Bett. Dann gibt es den Nuckel (jaja, soll langsam weg, die Zähne blabla) und ich hoffe, dass er bald einschläft. ;) Mal klappt es, mal nicht. Dann sitze ich ziemlich lange an seinem Bett.

Donnerstag, 15. Januar 2009

So ein Kratzen im Hals...

...habe ich jetzt auch schon!

Aber von vorne: B. und ich waren heute das erste Mal bei der Krabbelgruppe im örtlichen Kindergarten. Ich habe heute gelernt, dass die veranschlagte Vorbereitungs- und Wegzeit mit einem kleinen Jungen nie, nie, niemals zu lang sein kann. Ich mußte mich ziemlich beeilen. Anfangs hatte ich noch Angst, dass wir zu spät kämen. Im Kindergarten angekommen, stellte ich fest, dass wir die Ersten waren. (Yeah, wir haben gewonnen!)

Wir haben uns beide in aller Ruhe im großen Spielzimmer umgesehen. Mir gefällt es dort gut. Die Ausstattung ist nicht alt oder schrabbelig, sondern genau passend für kleinere Kinder. Es gibt an den Wänden Regale mit Spielsachen, die ich für Kinder bis ca. 3Jahren genau richtig finde. Was mir am meisten gefiel, war die Tatsache, dass es mehrere gleiche Spielzeuge einer Sorte gab, z.B. 4 Motorikschleifen, 5 LKW, viele Bücher aus Pappe und noch mehr Bilderbücher. an der einen Seite des Raumes steht ein kleiner Spielpodest, der über eine Treppe zu erreichen ist. in der Mitte des Raumes lagen mehrere ca. 1x1m große mit Teppich bezogene Holzelemente. Diese waren teilweise von Bodenniveau bis auf ca. 30cm schräg ansteigend, teils auch einfach nur 30cm oder 50cm hoch. Eines der Elemente hatte eine starke Acrylglasplatte und an der Seite eine Öffnung. Kinder können also einerseits darauf klettern und hinein gucken und andererseits auch an der Seite hinein krabbeln wie in eine Höhle. Mit viel Glück lernt Ben nun bald, dass große Höhe auch tiefer Fall bedeutet. An einer anderen Wand hängt genau in Kinderkopfhöhe ein großer Spiegel, der ca, 1,5m breit ist. (Klasse, so konnte ich den richtigen Sitz der Frisur kontrollieren.) Die Fensterfront ist zur Hälfte komplett verglast, so dass man auf den Spielplatz schauen kann. B. fand es ganz toll, als draußen große Kinder vorbei liefen.

Nach etwa 10 Minuten trudelten so nach und nach die anderen Eltern ein. Insgesamt waren es 4 Mütter und ein Vater mit je einem Kind. Die anderen Kinder sind jünger als B. 2 Kinder sind acht Monate alt. Ein kleiner Junge ist 10 Monate alt. Und das andere kleine Mädchen schätze ich auf 5-6 Monate. (Ich habe vergessen zu fragen.) Der Junge ist ein richtiger kleiner Überflieger. Er krabbelt schon Treppen hoch, beginnt zu laufen und brabbelte fröhlich vor sich hin. Die 8 Monate alten Kinder haben sich lieb gegenseitig auf das naheliegenste Körperteil gehauen und dabei fröhlich gegiggelt und gegrinst. Und mein Sohn? Anfangs saß er stocksteif da und hat alle beim auskleiden und ausgekleidet werden beobachtet. Völlig reglos beobachtete er, wie die anderen Kinder anfingen zu spielen und zu krabbeln. Irgendwann drehte er sich herum an versteckte sein Gesicht. Hoppla! Damit hatte ich nicht gerechnet. Immerhin schäkert er sonst wie ein Wilder mit allen Anwesenden. Eine Viertelstunde lang saß er auf meinem Schoß und guckte nur. Ich habe irgendwann ganz leise in sein Ohr geflüstert, dass ja alles seine Richtigkeit hätte und er ruhig spielen gehen dürfe. Nachdem ich ihn dann fast unbemerkt vor mir auf die Erde geschoben hatte, lächelte er dann auch das erste Mal die Frau neben mir an. Gut, also weiter. Ich habe ihm dann Autos und ein großes Schaukelkrokodil gezeigt. Er taute langsam auf. Für eine Weile klappte alles prima. Allerdings war ich sehr überrascht, dass der selbe kleine Junge, der hier immer gackernd um die nächste Ecke verschwindet, in der fremden Umgebung nicht weiter als 1-1,5m von mir entfernt sein wollte. Am liebsten wäre ihm, glaube ich, dauernder Körperkontakt gewesen. Nach einiger Zeit "spielte" er auch mit dem anderen Jungen. Was man in dem Alter so spielen nennt... Sie nahmen sich gegnseitig die Spielsachen weg und versuchten danach immer noch dem anderen mit der Beute eins überzuziehen. Ich fands witzig, der andere Vater sah es wohl auch gelassen. Die restlichen Mamis waren da noch etwas vorsichtiger. Aber wer gesehen hat, was Kinderköpfe und -knie so alles aushalten, wird wohl eben unweigerlich entspannter mit der Zeit. Irgendwann kiptte bei B. dann leider die Stimmung. Als ich zum drölfzigtausendsten Mal "Bah! Ist ja eklig! Nimm das aus dem Mund!" sagte, kam wieder mein "Sonnenschein" zum Vorschein. Brüllen, nach hinten fallen lassen, Mangatränen durch die Gegend spritzen. Der an wesende Vater sagte vorsichtig etwas Verständnisvolles. Ich konnte allerdings die Worte "Ach du Schei*e! Hat er das öfter?!" deutlich auf seiner Stirn lesen. Danach sagte ioch dann brav mein Sprüchlein auf: ja, das käme schon hin und wieder vor (Finger heimlich gekreuzt), nein, das kam ganz plötzlich als er etwa 10 Monate alt war (Bäh!), ja, er ist ein *räusper* willensstarkes Kind. Müssen die ja nicht wissen, dass ich hin und wieder "Du alter Mistbock!" statt "He, du kleine Zicke!" zu ihm sage, wenn wir alleine sind... ;)

Ich war noch sehr verwundert, warum mich eine der anwesenden Mütter fragte, ob Mumps und Scharlach das gleiche seien. Auf meine Antwort, dass dem nicht so sei und die logischerweise folgende Frage, warum sie das wissen wolle, erklärte sie mir, dass am Aushang im Eingangsbereich des Kindergartens ein Info-Blatt hinge. Eines der Kinder hätte wohl Scharlach. Nachdem nun aber schon über eine halbe Stunde vergangen waren, kam eine Flucht vor den bösen Keimen auch nicht mehr in Frage. Mist! Hätte ich mal nicht den Kindergarten wie ein Rollkommando gestürmt, wäre mir der Zettel sicher auch aufgefallen. So heißt es hier nun abwarten und das Beste hoffen. Bitte mal die Daumen drücken!

Insgesamt war das heute ein positives Erlebnis. Nächste Woche gehe ich dort jedenfalls wieder hin. Wir müssen ja auch für September üben. :)))

An den anderen Müttern habe ich bemerkt, wie routiniert ich in dem ersten Jahr geworden bin. Und wie entspannt eigentlich. Ich mache mich nicht mehr verrückt mit der Frage, ob mein Kind genug trinkt, nur als Beispiel. Eine der Mütter war ganz besorgt, weil das Kind so wenig trinkt. Kommentar von Überfliegervater war, dass sein Kind ja so 3-4 große Becher Tee tränke. Ich beruhigte sie mit der Info, dass mein Sohn bisher noch nie mehr als 150ml Wasser oder Tee am Tag getrunken habe und trotzdem schon mehr als ein Jahr überlebt hätte. Sie sah mich ganz erschüttert an. Ja, sorry! Kinder sind eben verschieden. War ich auch mal so verkrampft und humorlos? Schätzungsweise ja. Dann haben sie sich noch Sorgen gemacht, wie sehr Kinder unter dem Zahnen leiden würden. Eine meinte, bis alle 36(!) Zähne draußen wären, würde es sicher noch lange dauern. Meine Antwort, dass sie da noch so etwa 10 bis 15 Jahre warten müsse, hat sie erst nicht verstanden. Aber die normale Anzahl Zähne eines Kindes ist ja zum Glück nicht ganz so hoch.

Mittwoch, 14. Januar 2009

Spannend!

Ich bin schon sehr gespannt. Morgen gehen wir zum ersten Mal zur Spiel- und Krabbelgruppe im Kindergarten um die Ecke. Ich hatte den Aushang am Kindergarten entdeckt, als wir bei einem Spaziergang wieder sehr lange(!) den Kindern beim spielen zu sehen mussten.

Heute habe ich dann dort angerufen, da im Aushang um eine vorherige Anmeldung gebeten wurde. Am Telefon wurde mir beschieden, dass eine Anmeldung ja nun absolut nicht notwendig sei. Aha!? Ich frage mich besorgt, wie viele Kinder dort nun morgen sein werden. Entweder keine oder 20 bis 40? Wie wird das denn koordiniert? Offenbar werden auch Impfausweise nicht kontrolliert. Gut, dass unser Zwerg für und gegen alles geimpft ist. Ich bin etwas aufgeregt. Merkt man mir aber sicher kaum an. ;)

Dem Kleinen wird es sicher gut gefallen. Viele(oder auch nicht so viele) andere Kinder, neue Spielzeuge, nette Frauen, die man anstrahlen kann; das ist genau das Richtige für ihn.

Ich berichte morgen davon.

Samstag, 13. Dezember 2008

Tankdeckel

Ist das eigentlich so ein Männerding? Dieses ewige Tankdeckel auf dem Auto liegen lassen, los fahren und -hups, da war doch noch was?! Schon der Ex-Arsch entsorgte auf diese Art 2 Deckel. Der Vater vom Baby hat das auch geschafft. Einfach so. Ich bin an der Tankstelle, schließe auf und greife ins Nichts, weil da nichts war. Kurze Frage ins Auto, wo der Deckel denn sei. Ratlosigkeit. Wilde Beschuldigungen in meine Richtung. Witz gemacht, haha oder versteckt oder selbst verloren. Er, er niemals. Hat er nichts mit zu tun. Natürlich kam dann irgendwann die flüchtige Idee, dass möglicherweise eventuell doch er...

Und noch etwas: wenn man etwas verliert, verbummelt oder verschlust, sollte man dann nicht für Ersatz sorgen? Wieso warten Männer immer, bis auf wundersame Weise die Dinge "plötzlich" wieder da sind? Wieso??? Weil ihnen der Erfolg recht gibt? Könnte es daran liegen? Wäre es aus erzieherischer Sicht besser gewesen, wenn ich irgendwann angerufen hätte um zu sagen: "Siehste Schatz! Jetzt stehe ich hier bei Frost mit dem Baby auf dem Seitenstreifen der Autobahn. Und das alles nur, weil mehr Wasser als Benzin im Tank war. Ich hoffe, das ist dir eine Lehre." Ich schätze mal, wenn Männer auch diese Gewaltfantasien hätten, die Frauen so haben, wäre die Welt ein bißchen heller und schöner oder so...

Dienstag, 9. Dezember 2008

Augenringe -der neueste Schmucktrend zur Adventszeit

Ich gewöhne mich nie daran, nicht zu schlafen. Gestern Nacht hat der Kleine wieder versucht, neue Rekorde im Nicht-Schlafen aufzustellen. Wach wurde der Zwerg um 22.00 Uhr, wieder geschlafen hat er gegen 3.00 Uhr morgens.

Nicht schön, dass sein Vater und ich mal wieder uneins waren, wie man damit am besten umgeht. Bis ca. 1.30 Uhr schlief der große Mann neben mir laut und tief. (btw: Warum werden Männer von ihrem eigenen Schnarchen nicht wach?!) Der Kleine war durchgängig wach und "mähte". Immer 2 Sekunden, bevor der Schlaf ihn überwältigen konnte, arbeitete er fleißig dagegen. Folgende Methoden sind dem Kind bekannt: Schnuller ausspucken, Schnuller mit der Hand raus wischen, Schnuller am Ring packen und werfen(!), mit der Hand auf den Kopf schlagen, brummen und summen, mit den Beinen strampeln, seine Mutter fest kneifen, sich selbst kneifen, kratzen, wildes um sich schlagen. Ich glaube, das sind sie am häufigsten verwendeten. Das haben wir also hinter einander mehrmals durch gespielt. Irgendwann ist mir das zu dumm geworden und ich habe das Schätzchen in sein Bett gelegt. Das steht ja nun direkt neben dem großen Bett und ich halte tapfer Händchen. Für ihn trotzdem ein Grund in lautes Wehklagen und Geschrei auszubrechen. Was er auch umgehend tat. Er stellte sich dann ans Gitter und brüllt. (Das sieht eigentlich so niedlich aus, wenn er da so im Schlafsack rumsteht! Wenn er doch nur leise wäre, beim Niedlichsein!) Jedenfalls ließ er sich dazu bewegen, sich nach einiger Zeit zu setzen. Irgendwann sah man ihm die Erschöpfung an. Er saß da, jammerte und der Kopf fiel immer wieder nach vorne. Mitleid hatte ich auf jeden Fall, aber so ging es auch nicht weiter. Er versteht offenbar schon sehr viel, denn auf meine Aufforderung legte er sich hin. Alle 2 Minuten kam dann noch ein Jammern und Schluchzen, aber er beruhigte sich langsam. Auftritt des Vaters, der mittlerweile durch den Höllenlärm geweckt wurde: lautstarkes Recken und Strecken, rumpelnder Gang durch die Wohnung in Richtung Toilette im Stil eines Autoscooters, Blick auf Baby und mich, donnernde Worte. Was wir hier eigentlich machen würden, ob das Baby krank sei, warum müsse der Zwerg denn im Kinderbett liegen etc. Das war dann der Moment, wo dem Kleinen klar wurde: "Ich habe neues Publikum!" Und das Gebrüll ging wieder los. Meine Erklärung, der Zwerg würde sich gerade beruhigen und gleich schlafen, wurde mit den Worten "Na, das höre ich ja!" abgetan. Das Kind wurde aus dem Kinderbett ins große Bett verfrachtet und begann dort von vorne, alle seine Anti-Schlaf-Tricks vorzuführen. Anfangs noch begleitet von "Och, du Armer! Hat die Mama dich allein gelassen?" über "Was hast du denn? Hast du Hunger?" bis zu "Jetzt hör mal auf mit dem Gezappel und SCHLAF ENDLICH EIN!!!" Wirklich eine sehr große Hilfe, der Mann. Ich hatte also erstens wieder den zappelnden, jammernden Zwerg neben mir, wurde zweitens von des Vater stets dröhnender Stimme am schlafen gehindert, wurde geruckelt und geschuckelt ("Hat er vielleicht Hunger? Still ihn doch mal!") und musste am Ende beinahe die Kampfhähne trennen. Schön ist was anderes. Irgendwann schliefen dann zum Glück alle.

Der Tag danach war wie erwartet anstrengend. Die großen Menschen waren müde und gereizt. Der Kleine war auch müde und grummelte die meiste Zeit rum. Wickeln? Nein, er will stehen! Sitzen? Nein, liegen! Hinstellen? Nein, da knickten die kleinen Beinchen ein! Sofort wollte er *den Weihnachtsmann auf dem Kalender anschauen* (nach Belieben austauschbare Aktion einfügen, muß allerdings stets das Gegenteil der von mir gewünschten Handlung sein). Außerdem kann er schon ganz toll verbal sein Mißfallen ausdrücken. Er "mäht", "wäht" oder schreit dann. Irgendwann hatte ich genug von der Show.

Meine Mutter war dann so freundlich mir einen freien Nachmittag zu schenken. Die Freundin wurde angerufen, hatte Lust und gute Ideen und wir trafen uns. Es war super! Sie hat ihr Kind dem Daddy aufs Auge gedrückt und wir waren das allererste Mal völlig Babyfrei. Witzig! Als ich gestern Abend meinem Freund davon erzählte, dass ich mich mit B. so richtig in Ruhe unterhalten habe, ohne von irgendeinem Baby unterbrochen zu werden, meinte er nur trocken: "Und? Ist sie nett?" Da fiel mir wieder ein, was ich an dem nervenden Schnarcher, der beinahe schlafende Kinder wach spielt, eigentlich alles mag.

Freitag, 28. November 2008

Süß ist gar kein Ausdruck

Baby stellt sich seit einigen Tagen alleine hin. Heute hat er wirklich jede Gelegenheit genutzt. Als ich die Betten bezogen habe, stand der Kleine am Schrank und patschte auf den Spiegel. Ich sagte zu ihm: "Guck mal, da ist ja ein ganz süßer, kleiner Junge im Spiegel." Er lachte sein Spiegelbild an und mich strahlte er so auch an. Als ich dann noch sagte: "Wink dem kleinen Jungen mal zu!" und er es tat, bin ich fast umgefallen. Aber das Beste war dann die Reaktion auf meine Aufforderung, dem kleinen, lachenden Jungen ein Küsschen zu schenken. Baby warf sich mit weit aufgerissenen Mund auf sein Ebenbild. Es war göttlich!

Wirklich erstaunlich, wie viel er schon versteht! So "einfache" Dinge, wie "Setz dich hin!" oder "Laß los!" macht er quasi nebenbei. Dinge, die er auch schon spielend schafft sind:
- "Laß Mama/Papa/Oma mal abbeißen!" <-Klappt z.Z. noch super! ;)
- "Gib mir mal deinen Nuckel!" <- Seine Lieblingsbeschäftigung morgens im Bett. Da bekommt man das gute Stück allerdings ungefragt in den Mund gedrückt.
- "Guck mal, da oben ist ein Flugzeug!" <- Er guckt angestrengt nach oben.

Der Satz: "Leg dich wieder hin!" führt momentan allerdings zu mittelschweren Wutausbrüchen. Nein, also still auf dem Wickeltisch liegen, gefällt ihm gar nicht! Aber nach Aussage seiner Oma in Bochum hat sein Onkel schon mit 8 Monaten den Kopf auf den Boden gehauen, wenn etwas nicht wunschgemäß ging. Ich fürchte mich vor der "echten" Trotzphase. Man steht den Ereignissen doch recht hilflos gegenüber. Ich habe nicht damit gerechnet, dass das so zeitig los geht.

Aber alles in allem bin ich sehr zufrieden mit seiner Entwicklung. Im motorischen Bereich macht ihm niemand etwas vor. Und ass er bald sprechen will, beweist mir sein tagtägliches Geplapper. Vor 2 Wochen habe ich in seinem Kalender notiert: "B. füllt Gesprächspausen gekonnt mit seinem Geplapper." Unnötig zu erwähnen, dass dieses Plappern meiner Sprachmelodie ähnelt, oder. Hihi! Mein Sohn eben! Und wenn man nach der Lautstärke des Geplappers geht, ist er natürlich auch Sohn seines Vaters!!!

Mittwoch, 26. November 2008

Kurzer Abriß der letzten 2 1/2 Monate

Baby hat genau einen Tag vor dem Geburtstag meiner Mutter 3 Zähne bekommen. 3!!! Zähne zur gleichen Zeit!!!! Es war nerven- und zahnfleischzerfetzend. Dass dass weh getan hat (vor allem nachts), ist ja wohl klar. Wir schliefen also Ende Oktober wesentlich weniger. *örgs*

Anfang November hat Baby sich auch das 1.Mal alleine hingestellt. Ganz plötzlich, von jetzt auf gleich, hatte er den Dreh raus. Danach folgten unzählige Tage, an denen er setzten und wieder aufstehen unaufhörlich übte. Nächster Level: bücken. Das war nicht so der Renner, da man sich dabei heftig den Kopf stoßen kann. Dann folgte knien. Danach aufstehen mit Spielzeug im Mund! Das war mal wieder ein Highlight!!! Muß man echt gesehen haben, wie der Zwerg mit nem Spielzeug im Mund hoch kommt. Besonders witzig ist es, wenn ihm das gute Stück runter fällt, weil er so sehr grinsen mußte. Seit etwa einer Woche versucht er jetzt freihändig zu stehen. Das endet allerdings oft mit Bauchklatschern. Er tut mir echt leid, aber ich will ja kein lautes Gebrüll und keine Angst provozieren. So hört der arme Kerl immer nur: "War nicht schlimm! Steh schnell wieder auf!" -aber mein Mamiherz blutet. Die ersten kleinen Schritte hat er übrigens fast zeitgleich mit dem Stehen im Laufstall und im Gitterbett absolviert. Im Kinderzimmer hangelt er sich auch an Tisch und Stuhl entlang. Gestern ist er im Wohnzimmer am Couchtisch aufgestanden, hat sich sein Fläschchen lässig mit einer Hand genommen und getrunken. Ich war begeistert. Vor allem ist es super zu sehen, dass er genau weiß, dass er etwas Tolles, Neues, Besonderes getan hat. Er strahlt mich danach im Beifall heischend an -und ich gebe ihm, was er will!!!

To be continued...

Samstag, 9. August 2008

Ich koche...

...endlich wieder mit Wasser. Und ein kleines bißchen vor Streß... :(

Nichts kann den Haushalt einer durchschnittlichen, deutschen Kleinfamilie so nachhaltig lahm legen, wie das Fehlen eines essentiellen Haushaltsgeräts. In unserem Fall war es der Wasserkocher, der still und leise von uns ging. Ein solches Gerät ist nicht nur für mich wichtig (bin passionierte Teetrinkerin), sondern auch für das Baby. Nachdem er offenbar jede Magen-Darm-Grippe mit nimmt, die ihn anfliegt, bekommt er nur noch abgekochtes Wasser oder Tee. Also "durften" wir heute noch im Stern Center shoppen. Eigentlich hebt Shopping ja meine Laune, aber heute war das nicht so der Bringer.

Irgendwie habe ich immer noch ein schlechtes Gewissen, wenn ich den Kleinen
zum Einkauf mitnehme . Heute habe ich wieder wesentlich jüngere Kinder dort gesehen. Die tun mir auch immer leid. Und dann wächst bei mir die Gewissheit, dass es besser gewesen wäre, wir hätten uns geteilt. Also, nicht amöboid, sondern in 2 Familienteile: den, der einkauft und den, der das Sofa wärmt. Aber immer alles alleine machen ist auch doof. Mir fällt schon so oft genug die Decke auf den Kopf. Ich bin froh über jede Gelegenheit, mich zu unterhalten. Wie machen andere Eltern das? Auch wie wir, inklusive schlechtem Gewissen oder unverkrampfter. Bin ich "überbehütend"?!

Wenigstens waren wir schnell fertig. Jetzt haben wir Hightech in der Küche. Hoffen wir, dass deutsche Wertarbeit hält, was die Verpackung verspricht. Ich möchte mich sonst damit eigentlich nur noch beschäftigen, wenn ich das gute Stück putze.