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Mittwoch, 7. Oktober 2009
Vollzeit-Öko-Bio-Elternbeiratmutter rulez!!!
Seit gestern bekleide ich ein Ehrenamt. Meine Vertretung habe ich geschickt einstimmig per offener *hustwahlbetrughusthust* Wahl wählen lassen. Zack waren alle Kindermitkugelnbewurfmütter ausgenockt. Hihi! Rest wird später berichtet. Ist eine Geschichte wie aus der großen Politik.
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Montag, 28. September 2009
Bin ich jetzt eine "Vollzeit-Öko-Bio-Mutter"?
Diese Beschreibung passt angeblich auf alle, die sich in der Elternvertretung oder im Kita-Ausschuss ihres Kindergartens engagieren, habe ich beim studieren anderer "Mutti-Blogs" gelernt. Schade nur, dass ich das nicht bestätigen kann.
In unsere Kita gehen weit über 150 Kinder. Viele Eltern haben Sorgen. Immerhin kenne ich 3 Elternpaare aus B.s Gruppe, die Fragen oder Probleme haben. Heute war offene Sitzung des Kita-Ausschusses. Neben einer (!) anderen Mutter (!!!), war ich die einzige "neue" Mutter, die sich für die Belange der Kita interessierte. Faszinierend. Besonders, wenn man bedenkt, dass alle Anwesenden regulär ihren Berufen nach gehen. Und vermutlich mindestens 50% von ihnen so wie ich zum selbst gemachten Bio-Kartoffelbrei popelige Fischstäbchen von ALDI servieren. Gesunde Mischkost eben...
Aber ich schweife ab. Dürfen mich unengagierte "Ich meckere dann trotzdem hinterher"-Mütter als Vollzeit-Öko-Bio-Mutter titulieren? Vermutlich schon, wegen der Meinungsfreiheit. Allerdings sollten sie sich die Beschwerden hinterher verkneifen. Oder bin ich einfach noch nicht lange genug "im Geschäft"?
In unsere Kita gehen weit über 150 Kinder. Viele Eltern haben Sorgen. Immerhin kenne ich 3 Elternpaare aus B.s Gruppe, die Fragen oder Probleme haben. Heute war offene Sitzung des Kita-Ausschusses. Neben einer (!) anderen Mutter (!!!), war ich die einzige "neue" Mutter, die sich für die Belange der Kita interessierte. Faszinierend. Besonders, wenn man bedenkt, dass alle Anwesenden regulär ihren Berufen nach gehen. Und vermutlich mindestens 50% von ihnen so wie ich zum selbst gemachten Bio-Kartoffelbrei popelige Fischstäbchen von ALDI servieren. Gesunde Mischkost eben...
Aber ich schweife ab. Dürfen mich unengagierte "Ich meckere dann trotzdem hinterher"-Mütter als Vollzeit-Öko-Bio-Mutter titulieren? Vermutlich schon, wegen der Meinungsfreiheit. Allerdings sollten sie sich die Beschwerden hinterher verkneifen. Oder bin ich einfach noch nicht lange genug "im Geschäft"?
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Erlebnisse am Ostseestrand
Am Sonntag waren wir, also: Papa, Mama, Hund (Mitte-Wade-hoch, fast 7 Jahre alt) und Sohn (bald 2), am Ostseestrand.
Großer, sabbernder (sic!) Hund kommt angerast. Das Frauchen latscht in weiter Ferne, sehr lässig und desinteressiert, vor sich hin. Ich, mittlerweile kampferprobt, nehme den Sohn hoch. Unser Hund muss (leider!) für sich selbst kämpfen. Fremder Hund rast auf uns zu, wie gesagt. Kommt näher, bellt wie besessen und springt an mir hoch. Wie gesagt, ich habe mein Kind auf dem Arm! Mein Hund wird dann immer sehr hektisch und versucht den Angreifer vom Rudelchef (icke eben) und Juniorchef zu vertreiben. Leider erleben wir so eine Situation nicht das erste Mal und der Streßlevel ist dementsprechend hoch bei mir und bestestetes Hund von allen. Fremder Hund stürzt sich auf meinen Hund. Geknurre, Gekläffe, Gebelle -ICH HASSE DAS!!! Hund tobt mehrfach auf mich zu und springt an mir hoch. Ich mache alles, was ich je über solche Situationen lernte (Hundeschule -wir waren dort!!!) und las. Ich habe Blickkontakt vermieden und eine defensive Haltung eingenommen, sprich: dem Hund mit gesenktem Kopf die Seite/das Gesäß zugekehrt. Fremder Hund wurde immer wilder. Spielen sieht definitiv anders aus. Frauchen von fremder Hund kam nach einigen Minuten (gefühlten Stunden!) lahm an geschnauft. Fremder Hund wurde lahmarschig mit "Nu komm ma her, fremder Hund. Lass das mal!" an geschnauft. Zu mir sagt Fremder Hund-Frauchen nix, fängt aber wenigstens (die verdammte Dreckstöle) ihr Herzilein ein. Leine hatte sie nicht dabei. Vermutlich hört fremder Hund sonst immer, und so...
Kommentarlos schlurfte sie mit fremder Hund am Halsband weiter. Ich konnte mir ein :"Entschuldigung, dass ich hier stand und Ihrem Haustier im Weg war!" nicht klemmen. Statt des erwarteten, leicht beschämten "Oh, tut mir wirklich leid, der ist sonst nicht so"-blablas hörte ich "Ja, denn gehn Se halt nich' ann' Hundestrand, wenn Se dis nich vertragen!" Die Antwort "Der Hundestrand ist circa 500 Meter weiter nach DORT!" quittierte sie mit "Der ist eben auch noch jung!" Meine Antwort, dass sie ja wohl kaum das Alter ihres Hundes mit dem Alter meines Sohnes vergleichen wolle, vertrug sie wohl nicht so gut. Ich durfte mich tatsächlich noch ein wenig beschimpfen lassen.
Dämlich Hundebesitzer (fast) alle miteinander!!!!
...
Hoffe, sie schmort lange in der Hölle dafür.
...
Hoffe, ich treffe sie dort nicht! ;) Immerhin vergißt auch mein Hund gelegentlich seine gute Erziehung und bellt! *schock*
...
Gerade noch hier bei ihr "meine" Geschichte gelesen. Erschreckend! Es ist überall das gleiche. Aber was kann man tun? Wie verhält man sich am besten?
Großer, sabbernder (sic!) Hund kommt angerast. Das Frauchen latscht in weiter Ferne, sehr lässig und desinteressiert, vor sich hin. Ich, mittlerweile kampferprobt, nehme den Sohn hoch. Unser Hund muss (leider!) für sich selbst kämpfen. Fremder Hund rast auf uns zu, wie gesagt. Kommt näher, bellt wie besessen und springt an mir hoch. Wie gesagt, ich habe mein Kind auf dem Arm! Mein Hund wird dann immer sehr hektisch und versucht den Angreifer vom Rudelchef (icke eben) und Juniorchef zu vertreiben. Leider erleben wir so eine Situation nicht das erste Mal und der Streßlevel ist dementsprechend hoch bei mir und bestestetes Hund von allen. Fremder Hund stürzt sich auf meinen Hund. Geknurre, Gekläffe, Gebelle -ICH HASSE DAS!!! Hund tobt mehrfach auf mich zu und springt an mir hoch. Ich mache alles, was ich je über solche Situationen lernte (Hundeschule -wir waren dort!!!) und las. Ich habe Blickkontakt vermieden und eine defensive Haltung eingenommen, sprich: dem Hund mit gesenktem Kopf die Seite/das Gesäß zugekehrt. Fremder Hund wurde immer wilder. Spielen sieht definitiv anders aus. Frauchen von fremder Hund kam nach einigen Minuten (gefühlten Stunden!) lahm an geschnauft. Fremder Hund wurde lahmarschig mit "Nu komm ma her, fremder Hund. Lass das mal!" an geschnauft. Zu mir sagt Fremder Hund-Frauchen nix, fängt aber wenigstens (die verdammte Dreckstöle) ihr Herzilein ein. Leine hatte sie nicht dabei. Vermutlich hört fremder Hund sonst immer, und so...
Kommentarlos schlurfte sie mit fremder Hund am Halsband weiter. Ich konnte mir ein :"Entschuldigung, dass ich hier stand und Ihrem Haustier im Weg war!" nicht klemmen. Statt des erwarteten, leicht beschämten "Oh, tut mir wirklich leid, der ist sonst nicht so"-blablas hörte ich "Ja, denn gehn Se halt nich' ann' Hundestrand, wenn Se dis nich vertragen!" Die Antwort "Der Hundestrand ist circa 500 Meter weiter nach DORT!" quittierte sie mit "Der ist eben auch noch jung!" Meine Antwort, dass sie ja wohl kaum das Alter ihres Hundes mit dem Alter meines Sohnes vergleichen wolle, vertrug sie wohl nicht so gut. Ich durfte mich tatsächlich noch ein wenig beschimpfen lassen.
Dämlich Hundebesitzer (fast) alle miteinander!!!!
...
Hoffe, sie schmort lange in der Hölle dafür.
...
Hoffe, ich treffe sie dort nicht! ;) Immerhin vergißt auch mein Hund gelegentlich seine gute Erziehung und bellt! *schock*
...
Gerade noch hier bei ihr "meine" Geschichte gelesen. Erschreckend! Es ist überall das gleiche. Aber was kann man tun? Wie verhält man sich am besten?
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Donnerstag, 24. September 2009
XXX!*
Als ich jünger war, hatte ich, besonders beim Auto fahren, oft das Problem, dass mir u.a. der Fahrstil anderer Menschen permanent massiv auf die Nerven ging. Ich habe Ihnen also nicht unbedingt die nettesten Namen zugedacht. So weit, so schlimm. Wirklich unangenehm wurde es erst, als ich im Sommer nicht an das geöffnete Fenster dachte, als ich meinem Herzen Luft machte. Entsetzte Blicke trafen mich und ich beschloß, dieser schlechten Angewohnheit ein Ende zu machen.
Die Problemanalyse ergab mangelnde Impulskontrolle -auch bei mir. Gut, das Phänomen ist weit verbreitet. Man ist meist allein im Auto; die soziale Kontrolle entfällt also. Außerdem hat man möglicherweise eine andere Sicht auf die Dinge (Tempo, Vorfahrtsregeln etc.) als die anderen Verkehrsteilnehmer, kann dies aber (außer eben bei geöffnetem Fenster *hust*) nicht ausdiskutieren. Und so weiter.
Das Problem kann also nur behoben werden, indem ich selbst mein Verhalten ändere, da ich ja selbst keinen Einfluss auf das Verhalten der Anderen nehmen kann. Aber was tun?
Lösung des Problems: ein kleiner Schnippsgummi. Wie der so ein Fehlverhalten ändern kann? Ganz einfach. Der Gummi kommt ums Handgelenk. Jedes mal, wenn ich den Impuls zu fluchen verspürte, habe ich daran gezogen und sofort losgelassen. Tut nicht wirklich weh, ist aber unangenehm. Ich habe mir auf diese Weise bewusst gemacht, DASS ich fluchen wollte und konnte den Impuls damit kontrollieren. Das klingt jetzt irgendwie seltsam, aber es funktioniert.
Heute habe ich mir wieder einen Gummi übers Handgelenk gezogen. Der Hund war gestern abend nicht draußen und musste heute morgen ganz dringend vor die Tür. Eigentlich bringe ich immer zuerst das Kind in die Kita und drehe dann eine gemütliche Hunderunde. So aber musste eben heute morgen der Hund mit. Nun ist es leider so, dass der Hund seinen Ärger übers angebunden sein recht laut kund tut. Will sagen, er bellt. Nicht schön, aber verzeihlich, wie ich finde. Ich binde sie auch immer so an, dass sie "aus dem Weg" ist, also meist in einer abgeschiedenen Ecke an einem Zaun. So auch heute. Als ich wieder komme, stehen auf der Straße vor dem besagten Zaun 3 Personen. Ich binde D. los und sage noch so was wie "Na, dann komm mal, du alter Krawallbolzen." Ich bin noch nicht mal mit ihr zum Tor hinaus, da werde ich schon sehr unfreundlich von schräg hinten angepflaumt: "Der Hund hat jetzt 10 Minuten lang gebellt."
"Aha."
"Das nervt wirklich sehr!" Unfreundlichunfreundlichunfreundlich guckend...
"Das tut mir leid." Unverbindlich und mit neutralem (!) Tonfall. ging ich über die Straße. Dann mussten die anderen beiden Herrschaften auch noch ihre superoberwichtige Meinung dazu kundtun.
"Das müssn Se mal was machen!" und "Das geht ja so nicht, dass der so laut bellt."
Und dann kam mein Fehler: ich reagierte. "Was soll ich machen? Die Schnauze zubinden?!" Ich musste dabei wirklich lachen, weil ich kaum geglaubt habe, dass das deren Ernst sei.
"Ja! Da hätten Sie eben den Hund erziehen müssen!" *geifergeifergeifer*
"Das sieht man ja, dass der nicht hört!" (Der Zusammenhang wird mir übrigens auf ewig verborgen bleiben.)
"So ein Maulkorb ist ja nicht sooo teuer!" (Hindert den Hund allerdings auch nur am Beißen, nicht am Bellen.)
Statt mir nicht nur sämtliche in Klammern stehende Erwiderungen zu verkneifen und einfach zu lächeln und zu winken, konnte ich mir eine Antwort nicht verbeißen.
"Alles klar, der Hund bekommt einen Maulkorb und lernt noch Miauen als Fremdsprache. Und Sie erziehen in Ihrer vielen freien Zeit mal besser nur Ihre eigenen Kinder. Da ham Se ja dann wohl schätzungsweise genug zu tun!"
Autsch! Ich wollte doch nicht immer so... Hinterher war mir das peinlich. Wie gesagt, lächeln, winken und weiter gehen hätten ihren Zweck als Handlungsalternative völlig erfüllt. Aber so ärgere ich mich nur. Zuerst über diese Personen. Wie kommt ein Erwachsener "im Rudel" eigentlich auf die Idee, einem anderen Erwachsenen ungefragt solche "Ratschläge" zu erteilen? Dann vor allem über mich selbst. Wieso kann ich so etwas nicht einfach an mir abperlen lassen? Wieso springe ich auf solche Provokationen an? Denn im Nachhinein ist mir klar geworden, dass die dämlichen Sprüche erst kamen, als ich eben nicht auch sofort unfreundlich war, sondern im Gegenteil höflich, unverbindlich und ruhig. Das war wohl nicht gewünscht. Man wollte sich Luft machen und laut schimpfen. Das geht natürlich nicht, wenn man keine Angriffsfläche hat.
Fazit: ab heute kein Wort mehr zu niemandem. Impulskontrolle und Fresse halten. Fertig! *schnipps*
* Anstelle von XXX! bitte die umgangssprachliche Bezeichnung einer menschlichen Körperöffnung im Plural einfügen. Und nein, "Ohren!" ist falsch...
Die Problemanalyse ergab mangelnde Impulskontrolle -auch bei mir. Gut, das Phänomen ist weit verbreitet. Man ist meist allein im Auto; die soziale Kontrolle entfällt also. Außerdem hat man möglicherweise eine andere Sicht auf die Dinge (Tempo, Vorfahrtsregeln etc.) als die anderen Verkehrsteilnehmer, kann dies aber (außer eben bei geöffnetem Fenster *hust*) nicht ausdiskutieren. Und so weiter.
Das Problem kann also nur behoben werden, indem ich selbst mein Verhalten ändere, da ich ja selbst keinen Einfluss auf das Verhalten der Anderen nehmen kann. Aber was tun?
Lösung des Problems: ein kleiner Schnippsgummi. Wie der so ein Fehlverhalten ändern kann? Ganz einfach. Der Gummi kommt ums Handgelenk. Jedes mal, wenn ich den Impuls zu fluchen verspürte, habe ich daran gezogen und sofort losgelassen. Tut nicht wirklich weh, ist aber unangenehm. Ich habe mir auf diese Weise bewusst gemacht, DASS ich fluchen wollte und konnte den Impuls damit kontrollieren. Das klingt jetzt irgendwie seltsam, aber es funktioniert.
Heute habe ich mir wieder einen Gummi übers Handgelenk gezogen. Der Hund war gestern abend nicht draußen und musste heute morgen ganz dringend vor die Tür. Eigentlich bringe ich immer zuerst das Kind in die Kita und drehe dann eine gemütliche Hunderunde. So aber musste eben heute morgen der Hund mit. Nun ist es leider so, dass der Hund seinen Ärger übers angebunden sein recht laut kund tut. Will sagen, er bellt. Nicht schön, aber verzeihlich, wie ich finde. Ich binde sie auch immer so an, dass sie "aus dem Weg" ist, also meist in einer abgeschiedenen Ecke an einem Zaun. So auch heute. Als ich wieder komme, stehen auf der Straße vor dem besagten Zaun 3 Personen. Ich binde D. los und sage noch so was wie "Na, dann komm mal, du alter Krawallbolzen." Ich bin noch nicht mal mit ihr zum Tor hinaus, da werde ich schon sehr unfreundlich von schräg hinten angepflaumt: "Der Hund hat jetzt 10 Minuten lang gebellt."
"Aha."
"Das nervt wirklich sehr!" Unfreundlichunfreundlichunfreundlich guckend...
"Das tut mir leid." Unverbindlich und mit neutralem (!) Tonfall. ging ich über die Straße. Dann mussten die anderen beiden Herrschaften auch noch ihre superoberwichtige Meinung dazu kundtun.
"Das müssn Se mal was machen!" und "Das geht ja so nicht, dass der so laut bellt."
Und dann kam mein Fehler: ich reagierte. "Was soll ich machen? Die Schnauze zubinden?!" Ich musste dabei wirklich lachen, weil ich kaum geglaubt habe, dass das deren Ernst sei.
"Ja! Da hätten Sie eben den Hund erziehen müssen!" *geifergeifergeifer*
"Das sieht man ja, dass der nicht hört!" (Der Zusammenhang wird mir übrigens auf ewig verborgen bleiben.)
"So ein Maulkorb ist ja nicht sooo teuer!" (Hindert den Hund allerdings auch nur am Beißen, nicht am Bellen.)
Statt mir nicht nur sämtliche in Klammern stehende Erwiderungen zu verkneifen und einfach zu lächeln und zu winken, konnte ich mir eine Antwort nicht verbeißen.
"Alles klar, der Hund bekommt einen Maulkorb und lernt noch Miauen als Fremdsprache. Und Sie erziehen in Ihrer vielen freien Zeit mal besser nur Ihre eigenen Kinder. Da ham Se ja dann wohl schätzungsweise genug zu tun!"
Autsch! Ich wollte doch nicht immer so... Hinterher war mir das peinlich. Wie gesagt, lächeln, winken und weiter gehen hätten ihren Zweck als Handlungsalternative völlig erfüllt. Aber so ärgere ich mich nur. Zuerst über diese Personen. Wie kommt ein Erwachsener "im Rudel" eigentlich auf die Idee, einem anderen Erwachsenen ungefragt solche "Ratschläge" zu erteilen? Dann vor allem über mich selbst. Wieso kann ich so etwas nicht einfach an mir abperlen lassen? Wieso springe ich auf solche Provokationen an? Denn im Nachhinein ist mir klar geworden, dass die dämlichen Sprüche erst kamen, als ich eben nicht auch sofort unfreundlich war, sondern im Gegenteil höflich, unverbindlich und ruhig. Das war wohl nicht gewünscht. Man wollte sich Luft machen und laut schimpfen. Das geht natürlich nicht, wenn man keine Angriffsfläche hat.
Fazit: ab heute kein Wort mehr zu niemandem. Impulskontrolle und Fresse halten. Fertig! *schnipps*
* Anstelle von XXX! bitte die umgangssprachliche Bezeichnung einer menschlichen Körperöffnung im Plural einfügen. Und nein, "Ohren!" ist falsch...
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Freitag, 21. August 2009
Mehr so allgemein
Die Erzieherin, die B. zugeteilt wurde, scheint ja ein Glücksgriff zu sein. Trotzdem lag ich schon den 2. Abend mit einem Tränchen im Auge im Bett.
Wenn das Leben nicht so verdammt teuer wäre, würde mein Kind noch nicht in die Kita gehen. Mit Bundeserziehungsgeld wäre ich finanziell besser gefahren und hätte dieses miese schlechte Gewissen nicht. Ich sehe, dass in B.s Gruppe deulich jüngere Kinder sind. Und ich frage mich, wie die Eltern das nervlich schaffen. Für mich sind 19 Monate die absolute Untergrenze. Für mich! Ich greife niemanden an, der es anders macht. Ich verstehe es nur nicht.
Ich versuche gerade auszurechnen, wie lange ich welche Summe monatlich über welchen Zeitraum hätte sparen müssen, um 2 Jahre Elternzeit ohne Zuschüsse vom Staat zu überleben. Es gelingt mir nicht.
Falls es nicht klappt mit der Eingewöhnung, werde ich mit B. noch ein weiteres Jahr zu Hause bleiben. Das bedeutet dann auch, dass ich ein weiteres Jahr beinahe jedes Wochenende arbeiten gehe, damit wir finanziell über die Runden kommen. Es bedeutet, dass ich mich (gefühlt!) niiiiie wieder ausschlafen kann. Es würde Streß mit dem Arbeitgeber bedeuten. Und nicht zuletzt zu vielen Streitereien mit dem Vater führen.
Zum Glück gab es bisher keine Dramen im Kindergarten. Ich hoffe, heute hat B. Spaß. Die nächste Woche wird dann richtig spannend. Immerhin wird dann das erste Mal in der Kita gegessen und geschlafen.
Wenn doch mal alles so einfach wär....
Wenn das Leben nicht so verdammt teuer wäre, würde mein Kind noch nicht in die Kita gehen. Mit Bundeserziehungsgeld wäre ich finanziell besser gefahren und hätte dieses miese schlechte Gewissen nicht. Ich sehe, dass in B.s Gruppe deulich jüngere Kinder sind. Und ich frage mich, wie die Eltern das nervlich schaffen. Für mich sind 19 Monate die absolute Untergrenze. Für mich! Ich greife niemanden an, der es anders macht. Ich verstehe es nur nicht.
Ich versuche gerade auszurechnen, wie lange ich welche Summe monatlich über welchen Zeitraum hätte sparen müssen, um 2 Jahre Elternzeit ohne Zuschüsse vom Staat zu überleben. Es gelingt mir nicht.
Falls es nicht klappt mit der Eingewöhnung, werde ich mit B. noch ein weiteres Jahr zu Hause bleiben. Das bedeutet dann auch, dass ich ein weiteres Jahr beinahe jedes Wochenende arbeiten gehe, damit wir finanziell über die Runden kommen. Es bedeutet, dass ich mich (gefühlt!) niiiiie wieder ausschlafen kann. Es würde Streß mit dem Arbeitgeber bedeuten. Und nicht zuletzt zu vielen Streitereien mit dem Vater führen.
Zum Glück gab es bisher keine Dramen im Kindergarten. Ich hoffe, heute hat B. Spaß. Die nächste Woche wird dann richtig spannend. Immerhin wird dann das erste Mal in der Kita gegessen und geschlafen.
Wenn doch mal alles so einfach wär....
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Montag, 4. Mai 2009
Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!!!
Nach welchen Kriterien bestimmen verantwortungs- und liebevolle Eltern eigentlich das Kind, dass in einem vollen VW Tuareg (Ja, diese verdammt rieseige Kiste mit den vielen sicheren Extras...) im KOFFERRAUM sitzen muss?!? Ich hatte heute das dauergrinsende Gesicht eines ca. 10 Jahre alten Mädchens vor mir. Und am liebsten hätte ich den Eltern(?) mal ein paar Takte erzählt. Allerdings fuhr der Vater(?) so verdammt ruppig und rasant, dass ich an keiner einzigen Ampel eine Chance gehabt hätte durch das offene Fenster ein paar liebliche Worte zu schreien.
Was mich am meisten ankotzt: wenn alle normalintelligenten Erwachsenen im Auto zu dem Schluß kommen, dass die vorhandene Anzahl aller Sicherheitsgurte nicht mit der Anzahl der zu befördernden Personen übereinstimmt, warum sitzt IMMER ein Kind im Kofferraum? Warum nicht Papa? Oder die liebende Mutter? Oder Opa, immerhin ist er ja schon sooo alt und hat die besten Jahre hinter sich...
Ich muss das nicht verstehen. Ich finde solche "Familien" einfach nur ekelhaft.
Was mich am meisten ankotzt: wenn alle normalintelligenten Erwachsenen im Auto zu dem Schluß kommen, dass die vorhandene Anzahl aller Sicherheitsgurte nicht mit der Anzahl der zu befördernden Personen übereinstimmt, warum sitzt IMMER ein Kind im Kofferraum? Warum nicht Papa? Oder die liebende Mutter? Oder Opa, immerhin ist er ja schon sooo alt und hat die besten Jahre hinter sich...
Ich muss das nicht verstehen. Ich finde solche "Familien" einfach nur ekelhaft.
Freitag, 24. April 2009
Mahlzeit
Und schon macht essen wieder Spaß! Wenn ich mir die Bilder von dieser jungen Frau ansehe, bekomme ich große Lust, ihr Kekse zu backen. Übel, wirklich ganz übel. Im passenden Artikel auf spiegel-online wird berichtet, dass sie nach eigenen Angaben täglich "sechs bis acht Mahlzeiten pro Tag" esse. Ob ihr schon mal jemand gesagt hat, dass 1 Tic Tac oder 1 Kaugummi keine ganze Mahlzeit sind?!
Ich weiß von einem anderen jungen Mädchen, dass mit ca. 16 Jahren bei einer Körpergröße von 1,75 m nur noch 47 kg wog. Diese junge Frau wollte zur stationären Therapie. Dort wäre sie aber erst mit einem Gewicht von 49 kg aufgenommen worden. Sie verbrachte fast 8 Wochen stationär in der Psychiatrie, bis sie es geschafft hatte, diese 2 Kilo zuzunehmen. Sie hat geschummelt wo es nur ging, um beim Wiegen mehr Gewicht auf die Waage zu bringen. Es war, ehrlich gesagt, insgesamt jämmerlich. Oft gewann man den Eindruck, dass sie geistig nicht in der Lage war, überhaupt zu erfassen, was sie dort tat und für wen. Und so, wie sie wirkt auf mich eben auch die Beinahe-"Miss Universe". Ich negiere einfach alles, behaupte, mich gesund und ausgewogen zu ernähren -und schon müssen mir alle glauben. Irrtum, Baby!
Fein, dass wenigstens langsam ein Paradigmenwechsel einsetzt und "dünn" nicht mehr das Maß aller Dinge bei Schönheitskonkurrenzen ist.
Ich weiß von einem anderen jungen Mädchen, dass mit ca. 16 Jahren bei einer Körpergröße von 1,75 m nur noch 47 kg wog. Diese junge Frau wollte zur stationären Therapie. Dort wäre sie aber erst mit einem Gewicht von 49 kg aufgenommen worden. Sie verbrachte fast 8 Wochen stationär in der Psychiatrie, bis sie es geschafft hatte, diese 2 Kilo zuzunehmen. Sie hat geschummelt wo es nur ging, um beim Wiegen mehr Gewicht auf die Waage zu bringen. Es war, ehrlich gesagt, insgesamt jämmerlich. Oft gewann man den Eindruck, dass sie geistig nicht in der Lage war, überhaupt zu erfassen, was sie dort tat und für wen. Und so, wie sie wirkt auf mich eben auch die Beinahe-"Miss Universe". Ich negiere einfach alles, behaupte, mich gesund und ausgewogen zu ernähren -und schon müssen mir alle glauben. Irrtum, Baby!
Fein, dass wenigstens langsam ein Paradigmenwechsel einsetzt und "dünn" nicht mehr das Maß aller Dinge bei Schönheitskonkurrenzen ist.
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Mittwoch, 8. April 2009
Wie heißt sie denn?
Unser Sohn(!) hat ja passend zu diesem Spieler einen schicken Fischerhut bekommen. Seit neuestem liebt er ja Hüte. Wenn er eine Mütze zu fassen bekommt, versucht er immer, sie sich aufzusetzen. Das klappt nun leider überhaupt noch nicht. Aber wenn ich ihm sein neues stylishes Hütchen aufgeschraubt haben, läuft er laut kichernd und gackernd zum Spiegel. Dort bewundert er sich hingebungsvoll und lange. Bittet man ihn: "Geh doch mal zum Papa und zeig ihm deinen schönen Hut!", läuft er so schnell er kann zum Vater und zeigt auf seinen Kopf. Also: ohne Hut geht mein Kind freiwillig nicht vor die Tür.
Mit dem Hut in diesem Muster jedoch wurden der Vater (und die schwer entsetzte Oma) schon angesprochen, was "für eine kleine Süße" das im Wagen/auf dem Spielplatz sei. Beim Vater wirklich mit dem klassischen Dialog: "Och, ist die Kleine niedlich. Wie heißt sie denn?" "B.!" (Bitte mal klassischen Jungennamen gedanklich einfügen!) Betretenes Schwiegen beim Fragensteller. Nachdenklicher Blick des Vaters.
Was mich ja wieder darauf bringt, das offenbar typische Jungsfarben auch dieses Jahr wieder nur die folgenden sind: popelgrün, schlammfarben, matschbraun, gewitterblau, senf, gras, ocker und khaki. Würg! Danke, liebe Bekleidungsindustrie. Ich wollte eigentlich nicht sofort schwerste Depressionen entwickeln beim Wickeln!
Allerdings gefallen mir die weiblichen Alternativfarben auch nicht besser: pink, rosa, violett, lila oder knallig kirschrot finde auch oft übertrieben. Vor allem, wenn sie alle zugleich getragen werden.
Mit dem Hut in diesem Muster jedoch wurden der Vater (und die schwer entsetzte Oma) schon angesprochen, was "für eine kleine Süße" das im Wagen/auf dem Spielplatz sei. Beim Vater wirklich mit dem klassischen Dialog: "Och, ist die Kleine niedlich. Wie heißt sie denn?" "B.!" (Bitte mal klassischen Jungennamen gedanklich einfügen!) Betretenes Schwiegen beim Fragensteller. Nachdenklicher Blick des Vaters.
Was mich ja wieder darauf bringt, das offenbar typische Jungsfarben auch dieses Jahr wieder nur die folgenden sind: popelgrün, schlammfarben, matschbraun, gewitterblau, senf, gras, ocker und khaki. Würg! Danke, liebe Bekleidungsindustrie. Ich wollte eigentlich nicht sofort schwerste Depressionen entwickeln beim Wickeln!
Allerdings gefallen mir die weiblichen Alternativfarben auch nicht besser: pink, rosa, violett, lila oder knallig kirschrot finde auch oft übertrieben. Vor allem, wenn sie alle zugleich getragen werden.
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Freitag, 20. März 2009
Hoppla!
Eigentlich gehört das ja in die Kommentare des letzten Beitrags, aber das wird mir bei blogger dann doch arg unübersichtlich. Also habe ich mich hier ausgewalzt. Ich darf das! *ggg*
Da kann man mal sehen, wie leicht man falsch verstanden wird... ;)
Also erst mal: ich bin vor allem verärgert, dass es Menschen gibt, die sich erdreisten, alles besser zu wissen. Meine Kunden stehen da garantiert an erster Stelle. Sie scheuen sich nicht, am Wochenende, wenn ich für sie arbeite zu sagen, ich solle mich mal gefälligst um mein Kind kümmern. Meinem Freund wurde so etwas noch nie geraten. Auch nicht, als er Samstags zusätzliche Schichten schob und unser gemeinsamer(!) Sohn erst wenige Wochen alt war. Direkt wütend bin ich deswegen allerdings nicht. Wenn ich mich über jede Ungerechtigkeit so sehr aufregen würde, müsste ich ja am Leben verzweifeln. (Allerdings sind meine Kunden alte, halstarrige Menschen, die mir immer schon rieten, endlich eine Familie zu gründen. *augen verdreh*)
"Ich bin wütend darüber, dass selbst junge Mütter das Erziehen von Kindern selbst schlecht reden mit dem Wort "Bespaßen". Dass sie Mütter (und theoretisch natürlich auch Väter), die weniger berufstätig sind als sie selbst, schnell mal als "faul" bezeichnen."
Mein Sohn ist ein Jahr alt. Da ist mit Erziehungsarbeit noch nicht so viel zu leisten, für mein Gefühl jedenfalls. Und als "faul" bezeichne ich in meinem Post nur meine Bekannte, die von dem lebt, was andere erarbeiten. Die allein erziehende Mutter, die ich weiter unten beschreibe verdient in meinen Augen ein gänzlich anderes Prädikat! Aber solche Worte schreibe ich hier nicht. Die haben noch ganz andere Probleme. Ich fand das Beispiel nur sehr... anregend.
"Es steht außer Frage, dass ganz viele Familien nur mit einem Gehalt kaum noch überleben können. Es muss eine Infrastruktur geschaffen werden, bei der sich auch für Frauen eine gute Ausbildung lohnt.
Der Weg darf aber nicht dazu führen, dass man nur noch die externe Kinderbetreuung immer weiter ausbaut, sondern man muss an anderer Stelle ansetzen. Erziehung muss gesellschaftlich einen ganz anderen Stellenwert bekommen. Es muss sich für junge Männer beruflich positiv auswirken, wenn sie eine Familienzeit mitgemacht haben, Stichwort social skills. Teilzeit für alle, Mann und Frau, flexiblere Arbeitszeiten, Home Office - all das gehört dazu."
Gut, das finde ich auch generell diskussionswürdig. Allerdings erfordert das gesamtgesellschaftlich ein komplettes Umdenken. In einem Land, in dem eine konservativ-christliche Partei an der Regierungsbildung beteiligt ist und sein wird, wird es noch sehr lange dauern, bis sich deutlich liberalere Ideen durch setzen. Und der Ausbau externer Kinderbetreuung ist enorm wichtig, da es sonst keine echten Wahlmöglichkeiten geben kann. Sonst wähle ich ja nur zwischen Pest und Cholera! Wenn es soweit ist, dass Frauen (und Männer) eine echte Wahl treffen könne, wird sich hoffentlich auch am gesellschaftlichen Klima etwas ändern. Irgendwo muss angesetzt werden; da finde ich die Stelle gut.
"Solange Frauen sich aber gegenseitig angreifen, und es schick ist, wenn junge Mütter stolz von der Mehrfachbelastung reden, können sich große Teile der Gesellschaft gemütlich zurücklehnen. Ab in die Krippe, und fertig."
Gut, die Frage ist immer, wie ich mein Leben und meine Lebensgestaltung wahrnehme. Wenn die Kinder eine solche Belastung darstellen, hätte man von der Anschaffung derselben wohl absehen sollen. Bisher erlebe ich einerseits Hausfrauen als besonders angriffslustig. Die sehen sich nämlich in ihrer äußerst bequemen Position bedroht. Andererseits reden auch gerne die mit, die von tuten und blasen keine Ahnung haben. Das Problem ist ja eher, dass es m.E. zu wenige Wahlmöglichkeiten gibt. Ich würde z.B. gerne langsam anfangen. Kann aber nicht, da die Kinderbetreuung nicht vorhanden ist. Momentan gehe ich "nur" 3 Tage arbeiten, die dann aber übervoll (8Stunden aufwärts). Und das Familien keine Lobby haben ist ja nun an sich leider nichts neues. Leider haben Familien selten genug Zeit, an der Politik aktiv mitzuwirken. Oder sie sind solche Überflieger wie die Ursula. An der möchte ich mich dann bitte doch nicht messen lassen! :D
Das mit den sich zurück lehnenden Gesellschaftsteilen musst du mir bitte nochmal erklären. Das hab ich nicht ganz verstanden.
"Eltern leisten sehr viel. Im Idealfall ziehen sie künftige Steuerzahler heran. Dafür Transferleistungen zu erwarten, ist nicht der Ruf nach Almosen, sondern ein Deal. Wenn Kindererziehung nur noch Privatvergnügen ist, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir in 40 Jahren im Altersheim von Pflegekräften versorgt werden, die eine andere Sprache sprechen als wir, die aussterbende Nation."
Genau! Das ist der Punkt!!! So lange ich mich mit denen in eine Reihe stellen soll, die nicht arbeiten wollen, verzichte ich lieber ganz auf die großzügige staatlich Hilfe!!! Ich habe einfach keine Lust mit arbeitsscheuen, faulen Tagedieben in einen Topf geworfen zu werden. Und genau das würde passieren, klebte mir der Stempel "HartzIV" am Popo.
Andererseits denke ich auch, dass Kinder und Erziehung eine Privatangelegenheit sind. Ich würde mir da nur ungern von jedem Seppel rein reden lassen wollen, nur weil der ja auch "dafür bezahlt". Und da scheint der Weg ja hin zu gehen, wenn ich mir aktuelle Diskussionen in Tageszeitungen ansehe. Natürlich finde ich es furchtbar, wenn in Berlin jeden Tag verwahrloste Kinder aus Wohnungen gerettet werden müssen. Trotzdem möchte ich mich nur deswegen nicht ständig bei meiner "Erziehungsarbeit" kontrollieren und beobachten lassen!
Hach! Ich merke schon, ich kann gar nicht so viel und so schnell schreiben, wie die Gedanken in meinem Kopf Junge kriegen!
"[...]bei einer echten Wahlmöglichkeit[...]"
Genau das fehlt in Deutschland. Die Finanzierung von Kindern ist ein (privater) Balanceakt. Kinder sind immer noch das Armutsrisiko Nr. 1. Gleichzeitig ist es schwierig, die Gegebenheiten des Jobs den Bedürfnissen der Familie und auch der eigenen Person anzupassen. Schade! Aber ich befürchte unsere Generation wird die Veränderungen nur als Großeltern erleben dürfen -wenn überhaupt! So lange solche Schlagzeilen täglich die Zeitungen füllen und Familien mit (neuen!!!) Kindern immer noch gegenüber der Autoindustrie und Besitzern von alten(!!!) Autos benachteiligt werden und kein Aufschrei der Entrüstung durch die Bevölkerung geht, wird sich nichts ändern.
"Der Vergleich mit gewissen Ländern wird gerne herangezogen."
Ach, weißt du, ich glaube, woanders ist es auch einfach nur eines: anders. Das was dich an der Stelle erfreut, vermiest dir ein anderer negativer Punkt. (Bei mir dann unter anderem die Tatsache, dass in z.B. Frankreich französisch gesprochen wird -den ganzen Tag!)
"Wie wärs denn, wenn du statt in deiner Firma zu arbeiten gemütlich daheim sitzen würdest, das Kind bespaßt und nebenbei das eine oder andere Nähen und damit Geld verdienen würdest?? Dann hättest du beides, Kindererziehung und Geld verdienen! Soll sehr "in" sein, sowas! Und andere Muttis bekommen das auch hin, trotz Kinder! ;) "
Ich suche dazu einen link...
...Moment!
Mist, finde ich nicht. In der neuen Eltern ist diesmal ein Artikel in dem die Gründerin von diesem Label davon berichtet, dass sie immer noch Teilzeit für ihren Arbeitgeber arbeitet -um die Miete zu bezahlen!!! Ich schätze mal, ich lass besser die Hände von der Selbstständigkeit und konzentriere mich auf eine gut bezahlte Stelle als Bürotussi. (Bitte immer noch Daumen drücken! Bisher habe ich noch keine Post bekommen!)
___
Wie würde denn eure ideale Welt aussehen?
Kostenlose Kinderbetreuung für alle in jedem Alter.
Längerer Auszahlungszeitraum des Elterngeldes.
Zusatzzahlungen für echte (nicht für fiktive!) Fort- und Weiterbildungen.
Was noch?
Da kann man mal sehen, wie leicht man falsch verstanden wird... ;)
Also erst mal: ich bin vor allem verärgert, dass es Menschen gibt, die sich erdreisten, alles besser zu wissen. Meine Kunden stehen da garantiert an erster Stelle. Sie scheuen sich nicht, am Wochenende, wenn ich für sie arbeite zu sagen, ich solle mich mal gefälligst um mein Kind kümmern. Meinem Freund wurde so etwas noch nie geraten. Auch nicht, als er Samstags zusätzliche Schichten schob und unser gemeinsamer(!) Sohn erst wenige Wochen alt war. Direkt wütend bin ich deswegen allerdings nicht. Wenn ich mich über jede Ungerechtigkeit so sehr aufregen würde, müsste ich ja am Leben verzweifeln. (Allerdings sind meine Kunden alte, halstarrige Menschen, die mir immer schon rieten, endlich eine Familie zu gründen. *augen verdreh*)
"Ich bin wütend darüber, dass selbst junge Mütter das Erziehen von Kindern selbst schlecht reden mit dem Wort "Bespaßen". Dass sie Mütter (und theoretisch natürlich auch Väter), die weniger berufstätig sind als sie selbst, schnell mal als "faul" bezeichnen."
Mein Sohn ist ein Jahr alt. Da ist mit Erziehungsarbeit noch nicht so viel zu leisten, für mein Gefühl jedenfalls. Und als "faul" bezeichne ich in meinem Post nur meine Bekannte, die von dem lebt, was andere erarbeiten. Die allein erziehende Mutter, die ich weiter unten beschreibe verdient in meinen Augen ein gänzlich anderes Prädikat! Aber solche Worte schreibe ich hier nicht. Die haben noch ganz andere Probleme. Ich fand das Beispiel nur sehr... anregend.
"Es steht außer Frage, dass ganz viele Familien nur mit einem Gehalt kaum noch überleben können. Es muss eine Infrastruktur geschaffen werden, bei der sich auch für Frauen eine gute Ausbildung lohnt.
Der Weg darf aber nicht dazu führen, dass man nur noch die externe Kinderbetreuung immer weiter ausbaut, sondern man muss an anderer Stelle ansetzen. Erziehung muss gesellschaftlich einen ganz anderen Stellenwert bekommen. Es muss sich für junge Männer beruflich positiv auswirken, wenn sie eine Familienzeit mitgemacht haben, Stichwort social skills. Teilzeit für alle, Mann und Frau, flexiblere Arbeitszeiten, Home Office - all das gehört dazu."
Gut, das finde ich auch generell diskussionswürdig. Allerdings erfordert das gesamtgesellschaftlich ein komplettes Umdenken. In einem Land, in dem eine konservativ-christliche Partei an der Regierungsbildung beteiligt ist und sein wird, wird es noch sehr lange dauern, bis sich deutlich liberalere Ideen durch setzen. Und der Ausbau externer Kinderbetreuung ist enorm wichtig, da es sonst keine echten Wahlmöglichkeiten geben kann. Sonst wähle ich ja nur zwischen Pest und Cholera! Wenn es soweit ist, dass Frauen (und Männer) eine echte Wahl treffen könne, wird sich hoffentlich auch am gesellschaftlichen Klima etwas ändern. Irgendwo muss angesetzt werden; da finde ich die Stelle gut.
"Solange Frauen sich aber gegenseitig angreifen, und es schick ist, wenn junge Mütter stolz von der Mehrfachbelastung reden, können sich große Teile der Gesellschaft gemütlich zurücklehnen. Ab in die Krippe, und fertig."
Gut, die Frage ist immer, wie ich mein Leben und meine Lebensgestaltung wahrnehme. Wenn die Kinder eine solche Belastung darstellen, hätte man von der Anschaffung derselben wohl absehen sollen. Bisher erlebe ich einerseits Hausfrauen als besonders angriffslustig. Die sehen sich nämlich in ihrer äußerst bequemen Position bedroht. Andererseits reden auch gerne die mit, die von tuten und blasen keine Ahnung haben. Das Problem ist ja eher, dass es m.E. zu wenige Wahlmöglichkeiten gibt. Ich würde z.B. gerne langsam anfangen. Kann aber nicht, da die Kinderbetreuung nicht vorhanden ist. Momentan gehe ich "nur" 3 Tage arbeiten, die dann aber übervoll (8Stunden aufwärts). Und das Familien keine Lobby haben ist ja nun an sich leider nichts neues. Leider haben Familien selten genug Zeit, an der Politik aktiv mitzuwirken. Oder sie sind solche Überflieger wie die Ursula. An der möchte ich mich dann bitte doch nicht messen lassen! :D
Das mit den sich zurück lehnenden Gesellschaftsteilen musst du mir bitte nochmal erklären. Das hab ich nicht ganz verstanden.
"Eltern leisten sehr viel. Im Idealfall ziehen sie künftige Steuerzahler heran. Dafür Transferleistungen zu erwarten, ist nicht der Ruf nach Almosen, sondern ein Deal. Wenn Kindererziehung nur noch Privatvergnügen ist, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir in 40 Jahren im Altersheim von Pflegekräften versorgt werden, die eine andere Sprache sprechen als wir, die aussterbende Nation."
Genau! Das ist der Punkt!!! So lange ich mich mit denen in eine Reihe stellen soll, die nicht arbeiten wollen, verzichte ich lieber ganz auf die großzügige staatlich Hilfe!!! Ich habe einfach keine Lust mit arbeitsscheuen, faulen Tagedieben in einen Topf geworfen zu werden. Und genau das würde passieren, klebte mir der Stempel "HartzIV" am Popo.
Andererseits denke ich auch, dass Kinder und Erziehung eine Privatangelegenheit sind. Ich würde mir da nur ungern von jedem Seppel rein reden lassen wollen, nur weil der ja auch "dafür bezahlt". Und da scheint der Weg ja hin zu gehen, wenn ich mir aktuelle Diskussionen in Tageszeitungen ansehe. Natürlich finde ich es furchtbar, wenn in Berlin jeden Tag verwahrloste Kinder aus Wohnungen gerettet werden müssen. Trotzdem möchte ich mich nur deswegen nicht ständig bei meiner "Erziehungsarbeit" kontrollieren und beobachten lassen!
Hach! Ich merke schon, ich kann gar nicht so viel und so schnell schreiben, wie die Gedanken in meinem Kopf Junge kriegen!
"[...]bei einer echten Wahlmöglichkeit[...]"
Genau das fehlt in Deutschland. Die Finanzierung von Kindern ist ein (privater) Balanceakt. Kinder sind immer noch das Armutsrisiko Nr. 1. Gleichzeitig ist es schwierig, die Gegebenheiten des Jobs den Bedürfnissen der Familie und auch der eigenen Person anzupassen. Schade! Aber ich befürchte unsere Generation wird die Veränderungen nur als Großeltern erleben dürfen -wenn überhaupt! So lange solche Schlagzeilen täglich die Zeitungen füllen und Familien mit (neuen!!!) Kindern immer noch gegenüber der Autoindustrie und Besitzern von alten(!!!) Autos benachteiligt werden und kein Aufschrei der Entrüstung durch die Bevölkerung geht, wird sich nichts ändern.
"Der Vergleich mit gewissen Ländern wird gerne herangezogen."
Ach, weißt du, ich glaube, woanders ist es auch einfach nur eines: anders. Das was dich an der Stelle erfreut, vermiest dir ein anderer negativer Punkt. (Bei mir dann unter anderem die Tatsache, dass in z.B. Frankreich französisch gesprochen wird -den ganzen Tag!)
"Wie wärs denn, wenn du statt in deiner Firma zu arbeiten gemütlich daheim sitzen würdest, das Kind bespaßt und nebenbei das eine oder andere Nähen und damit Geld verdienen würdest?? Dann hättest du beides, Kindererziehung und Geld verdienen! Soll sehr "in" sein, sowas! Und andere Muttis bekommen das auch hin, trotz Kinder! ;) "
Ich suche dazu einen link...
...Moment!
Mist, finde ich nicht. In der neuen Eltern ist diesmal ein Artikel in dem die Gründerin von diesem Label davon berichtet, dass sie immer noch Teilzeit für ihren Arbeitgeber arbeitet -um die Miete zu bezahlen!!! Ich schätze mal, ich lass besser die Hände von der Selbstständigkeit und konzentriere mich auf eine gut bezahlte Stelle als Bürotussi. (Bitte immer noch Daumen drücken! Bisher habe ich noch keine Post bekommen!)
___
Wie würde denn eure ideale Welt aussehen?
Kostenlose Kinderbetreuung für alle in jedem Alter.
Längerer Auszahlungszeitraum des Elterngeldes.
Zusatzzahlungen für echte (nicht für fiktive!) Fort- und Weiterbildungen.
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