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Donnerstag, 17. Dezember 2009

Kommentare, die man in meinem Job nicht hören möchte

Ich dachte, ich beginne mal eine Sammlung der ...nun ...seltsamsten Gespräche, die ich so im Laufe der Jahre während meiner Arbeitszeit geführt habe. Ich bin Krankenschwester und arbeite für einen ambulanten Pflegedienst. Freiwillig und gerne, übrigens. ;)

Unschlagbar folgender Dialog:
Die Dame ist weit über 80 Jahre alt. (Nur zu ihrer Ehrrettung!) Ich komme seit 3 oder 4 Wochen regelmäßig von Montag bis Freitag und gebe ihr ihre Tabletten, messe den Blutdruck usw.
Sie: "Ach, das ist ja schön, dass Sie heute wieder hier sind Frau ..ääh..."
Ich: "Schwester Katja."
Sie: "Ja, das wechselt ja so oft bei Ihnen. Ständig neue Gesichter."
Ich: "Ich weiß ja, dass es schwierig ist, mit den wechselnden Aushilfen am Wochenende."
Sie: "Ja, immer kommt jemand anderes!"
Ich: "Aber wir bemühen uns sehr um Kontinuität."
Sie: "Ja. Kommen ja auch immer wieder die gleichen. Aber die wechseln so oft."
Ich: "Äh... Ja." (Mit solchen Aussagen lernt man zu leben.)

Schweigen. Jeder schien so den eigenen Gedanken nach zu hängen.

Sie: "Was machen Sie eigentlich beruflich?"
Ich: "Äh?! Wie bitte? Ich bin Krankenschwester."
Sie: "Ach, das ist ja interessant! Und wo arbeiten Sie?"
Ich: "Ich arbeite bei einem ambulanten Pflegedienst."
Sie: "Ach, das ist ja sicher sehr anstrengend! In welchem Krankenhaus arbeiten Sie denn?"
Ich: "In keinem Krankenhaus. Ich pflege Menschen in ihrer gewohnten Umgebung. Menschen wie Sie."
Sie: "Ich bin ja nicht krank."
Ich: "Nein, aber Sie müssen ja Ihre Medikamente nehmen, damit Sie nicht krank werden und gesund bleiben. Und deswegen kommen meine Kollegen und ich."
Sie: "Das ist aber schön!"
Ich: "Öööööh... Ja! Trinken Sie ruhig das ganze Glas aus. Ich schenke Ihnen gerne noch etwas ein."

Wirklich, das war der Kracher!!! Von diesem Gespräch zehre ich schon lange. "Was machen Sie eigentlich beruflich?!" Klar, im Hauptberuf konstruiere ich Raketen und erfinde eine Maschine mit einem Wirkungsgrad nahe 90%. In meiner Freizeit gehe ich dann zu wildfremden Menschen in Wohnungen und spiele mit den lustigen, bunten Tabletten. Schenkelklopfer, aber dermaßen was von! :D

Jauchzet, frohlocket!

Meine Stimme ist wieder da! *party schmeiß*
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Wenn morgen die superdupernette potenzielle Chefin anruft, könnte ich sogar ohne Klopfzeichen am Telefon mit ihr kommunizieren.
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Liebes Universum, bittebittedanke laß sie morgen hier anrufen. Ich halte diesen Affenstall in dem jetzt mein Geld verdiene kaum noch aus. *fleh*

Montag, 14. Dezember 2009

Wuuuuuaaaah! Aufregend!

So, die Bewerbung ist raus. Für meine Unterlagen habe ich ein "Triptychon" in dunkelgrün genommen. Ist jetzt aber kein gruseliges tannengrün, sondern so ein dunkles grau-grün. Gefiel mir gut. Und es paßte farblich zum Oberteil, dass ich auf meinem Bewerbungsfoto trage.

Die Verkäuferin im Schreibwarenladen war dermaßen unfreundlich, dass ich mir ein "Frohes Fest" geklemmt habe. Pöh.

Aber die Dame in der Post war nett. Wollen wir mal hoffen, dass das wichtig war. ;)

Ich bin so was von aufgeregt!

Sonntag, 13. Dezember 2009

Bewerbung

Pfäääääääääääärtig!

Morgen dann ab zur Post.

Ab jetzt bitte sämtliche verfügbare Daumen drücken! Danke!

Freitag, 11. Dezember 2009

Klar formulierte Wünsche...

...werden offenbar erhört.

Morgen schreibe ich eine Bewerbung. Ein Job im Außendienst, der ansonsten sämtliche (!) Kriterien erfüllt.

Ich bin gespannt!

Dienstag, 8. Dezember 2009

Zwischenzeugnis

Ich versuche mein Leben zu verbessern. Gestern habe ich meine Chefin um ein Zwischenzeugnis gebeten. Mittlerweile sind die Zustände bei meinem Arbeitgeber weit jenseits des für mich Erträglichen. Zuviel Streß, zu wenig Lob, falsche Planung, falsche Personalpolitik.
Woanders ist es zwar auch nur anders, wie mein Kollege bemerkte. Aber seit kurzem erscheint mir sogar dieses simple "anders" erstrebenswert.

Was ich mir bei einem neuen Job wünsche:
  • feste Arbeitszeiten Mo - Fr 8-15 Uhr
  • durchschaubare und transparente Firmenpolitik
  • Vorgesetzte, die mit der Verantwortung umgehen können und ihre Arbeit nicht ewig abwälzen
  • klare Firmenstrukturen (Ich habe kein Problem, meine Vorgesetzten zu duzen, aber es enthemmt bei Unstimmigkeiten -in beide Richtungen!)
  • angemessene Bezahlung
  • angemessener Umgang mit Überstunden (rascher Freizeitausgleich UND Boni)
  • gutes, anspruchsvolles Arbeitsgebiet
  • Weiterbildungsfreistellungen
  • interne und externe Fortbildungen
  • Flexibilität
Hmm, beim nochmaligen Lesen bemerke ich, dass ich wohl noch lange suchen muss. *seufz*

Montag, 7. Dezember 2009

Aus!

Die Lampe wird jetzt auch hier "Aus!" geschaltet.

Wenn der Hund im Weg steht, hört man: " Nnnn-nah ab!" ("Dinah, ab!") Das sage ich auch immer.

Er sagt Ann-ank und meint Elefant.

Streiten klappt auch immer besser. Aus tu und to wurde nun ein richtiges tooch.

Eine neue Gebärde haben wir auch. Die hat der Junge sich selbst überlegt. Er tippt mit der Fingerspitze des Zeigefingers auf seine Lippe und meint: "Nuckel". Eigentlich gab es den tagsüber gar nicht mehr, aber im Kindergarten gehen die jüngeren Kinder praktisch ununterbrochen damit herum. Pech für uns.

Seine erste große Kindergartenliebe heißt Leonie. Er verschluckt das E beim sprechen, so dass es sich anhört wie Luunie. Und wenn die beiden beim Anziehen nebeneinander auf der Bank sitzen, dann strahlt er unaufhörlich und sagt immer: "Luunie, ei!" und streichelt ganz sanft ihren Kopf.

Momentan ist er, wohl auch krankheitsbedingt, ein sehr anhängliches, verschmustes Kind. Nachdem ich seit letztem Mittwoch 3 Tage arbeiten war, ging es dem Kleinen bis etwa Samstag gut. Er hatte sich gut erholt und war fröhlich. Allerdings hat er schon von Freitag zu Samstag schlecht geschlafen. Samstag nach dem Mittagsschlaf kam dann der Schnupfen richtig raus. Abends ging dann nichts mehr, der Husten begann ihn zu quälen. Die Nacht war furchtbar, da er nicht schlfen konnte und alle hlabe Stunde nach mir, seinem Nuckel oder etwas zu trinken weinte. Seit Sonntag inhalieren wir. Er hustet trocken und ganz bellend. Und er hat tagsüber wieder ziemliche Atemnot. :( Übrigens habe ich mich auch gleich wieder angesteckt. Meine Nacht zu Montag war doppelt schrecklich: der Kleine krank und häufig wach und ich mit verquollenem Kopf und Schnupfnase und einem ewigem Krabbeln im Hals.

Am Samstag war ich seit langem mal wieder im Theater. Das Stück war ...sehr modern. Gestern waren wir noch auf einem Weihnachtsmarkt. Dort konnte ich bei einem Korbhändler nicht widerstehen. Für mich gab es einen neuen Klammerkorb, für den Kleinen zu Weihnachten einen schicken Korbpuppenwagen ganz in blau mit klappbarem Verdeck. Und 2 € herunter gehandelt habe ich den Preis auch noch.

Was diese Woche nicht so gut wird:
1. Die Erkältung vom Kind.
2. Meine Erkältung.
3. Ich muss am Wochenende Spätdienst arbeiten und habe nächsten Montag trotzdem wieder Frühdienst.
4. Die Waschmaschine ist schon wieder kaputt. Die Wäsche türmt sich meterhoch! Den Waschmaschinenefritzen besttel ich mir für diese Woche. Aber eigentlich habe ich nachmittags keine Zeit, da
5. Am Dienstag das neue Auto in Werkstatt muss. Irgendwas stimmt mit de r Benzinzufuhr nicht. Er hoppelt und stottert, wenn er kalt ist und Beschleunigung stößt momentan auch nur allen Anderen zu.
6. Meine Chefin wird für mich immer anstrengender.

So, jetzt aber schnell los! Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche.

Mittwoch, 25. November 2009

Überraschung

Geschlagene 3 Tage lang glaubte ich, die SchweineNeue Grippe zu haben. Ich hatte Kopfschmerzen, also dermaßen starke Kopfschmerzen hatte ich, denke ich, noch nie. 2 Aspirin habe ich morgens schon vorm Kaffee nehmen müssen. Und Gliederschmerzen, so stark dass ich 2 Nächte kaum schlafen konnte. Fieber habe ich vor 10 Jahren bei einer echten Virusgrippe das letzte Mal bekommen. Damals beachtliche 38,4°C; heutzutage fühle ich mich schon mit 37,6°C wie kurz vorm Delir. Jedenfalls war ich schlapp und krank. Und das alles während mein Sohn kränkelte. Also reißt Muttern sich zusammen und ackert fleißig weiter. Jeden Tag noch brav Überstunden geschrubbt, am Wochenende Dienst geschoben. Katja macht das alles.

Eben musste ich mich aber doch krank melden. Ausschlag! Juckender, roter Ausschlag am ganzen Körper -besonders im Gesicht. Toll, jetzt bin ich krank und häßlich. *grummel* Besonders eklig am Kranksein finde ich übrigens die Krankmeldung. Das ist mir immer dermaßen unangenehm und irgendwie peinlich. Und in meiner Firma ist "krank feiern" überhaupt nicht gern gesehen. Trotzdem hätte ich so nicht arbeiten gehen können. Meine Kunden hätten sich zu Tode erschrocken.

Und wer gegen 7:30 Uhr eine sehr angezogene Frau mit tief ins Gesicht gezogenem Basecap trifft, hat vielleicht sogar Katja auf dem Weg zum Arzt gesehen. ;)

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Erwähnte ich das Jucken?! Hoffentlich verschreibt mein Arzt mir irgend etwas dagegen!

Freitag, 21. August 2009

Mehr so allgemein

Die Erzieherin, die B. zugeteilt wurde, scheint ja ein Glücksgriff zu sein. Trotzdem lag ich schon den 2. Abend mit einem Tränchen im Auge im Bett.

Wenn das Leben nicht so verdammt teuer wäre, würde mein Kind noch nicht in die Kita gehen. Mit Bundeserziehungsgeld wäre ich finanziell besser gefahren und hätte dieses miese schlechte Gewissen nicht. Ich sehe, dass in B.s Gruppe deulich jüngere Kinder sind. Und ich frage mich, wie die Eltern das nervlich schaffen. Für mich sind 19 Monate die absolute Untergrenze. Für mich! Ich greife niemanden an, der es anders macht. Ich verstehe es nur nicht.

Ich versuche gerade auszurechnen, wie lange ich welche Summe monatlich über welchen Zeitraum hätte sparen müssen, um 2 Jahre Elternzeit ohne Zuschüsse vom Staat zu überleben. Es gelingt mir nicht.

Falls es nicht klappt mit der Eingewöhnung, werde ich mit B. noch ein weiteres Jahr zu Hause bleiben. Das bedeutet dann auch, dass ich ein weiteres Jahr beinahe jedes Wochenende arbeiten gehe, damit wir finanziell über die Runden kommen. Es bedeutet, dass ich mich (gefühlt!) niiiiie wieder ausschlafen kann. Es würde Streß mit dem Arbeitgeber bedeuten. Und nicht zuletzt zu vielen Streitereien mit dem Vater führen.

Zum Glück gab es bisher keine Dramen im Kindergarten. Ich hoffe, heute hat B. Spaß. Die nächste Woche wird dann richtig spannend. Immerhin wird dann das erste Mal in der Kita gegessen und geschlafen.

Wenn doch mal alles so einfach wär....

Freitag, 20. März 2009

Hoppla!

Eigentlich gehört das ja in die Kommentare des letzten Beitrags, aber das wird mir bei blogger dann doch arg unübersichtlich. Also habe ich mich hier ausgewalzt. Ich darf das! *ggg*

Da kann man mal sehen, wie leicht man falsch verstanden wird... ;)

Also erst mal: ich bin vor allem verärgert, dass es Menschen gibt, die sich erdreisten, alles besser zu wissen. Meine Kunden stehen da garantiert an erster Stelle. Sie scheuen sich nicht, am Wochenende, wenn ich für sie arbeite zu sagen, ich solle mich mal gefälligst um mein Kind kümmern. Meinem Freund wurde so etwas noch nie geraten. Auch nicht, als er Samstags zusätzliche Schichten schob und unser gemeinsamer(!) Sohn erst wenige Wochen alt war. Direkt wütend bin ich deswegen allerdings nicht. Wenn ich mich über jede Ungerechtigkeit so sehr aufregen würde, müsste ich ja am Leben verzweifeln. (Allerdings sind meine Kunden alte, halstarrige Menschen, die mir immer schon rieten, endlich eine Familie zu gründen. *augen verdreh*)

"Ich bin wütend darüber, dass selbst junge Mütter das Erziehen von Kindern selbst schlecht reden mit dem Wort "Bespaßen". Dass sie Mütter (und theoretisch natürlich auch Väter), die weniger berufstätig sind als sie selbst, schnell mal als "faul" bezeichnen."
Mein Sohn ist ein Jahr alt. Da ist mit Erziehungsarbeit noch nicht so viel zu leisten, für mein Gefühl jedenfalls. Und als "faul" bezeichne ich in meinem Post nur meine Bekannte, die von dem lebt, was andere erarbeiten. Die allein erziehende Mutter, die ich weiter unten beschreibe verdient in meinen Augen ein gänzlich anderes Prädikat! Aber solche Worte schreibe ich hier nicht. Die haben noch ganz andere Probleme. Ich fand das Beispiel nur sehr... anregend.

"Es steht außer Frage, dass ganz viele Familien nur mit einem Gehalt kaum noch überleben können. Es muss eine Infrastruktur geschaffen werden, bei der sich auch für Frauen eine gute Ausbildung lohnt.
Der Weg darf aber nicht dazu führen, dass man nur noch die externe Kinderbetreuung immer weiter ausbaut, sondern man muss an anderer Stelle ansetzen. Erziehung muss gesellschaftlich einen ganz anderen Stellenwert bekommen. Es muss sich für junge Männer beruflich positiv auswirken, wenn sie eine Familienzeit mitgemacht haben, Stichwort social skills. Teilzeit für alle, Mann und Frau, flexiblere Arbeitszeiten, Home Office - all das gehört dazu."
Gut, das finde ich auch generell diskussionswürdig. Allerdings erfordert das gesamtgesellschaftlich ein komplettes Umdenken. In einem Land, in dem eine konservativ-christliche Partei an der Regierungsbildung beteiligt ist und sein wird, wird es noch sehr lange dauern, bis sich deutlich liberalere Ideen durch setzen. Und der Ausbau externer Kinderbetreuung ist enorm wichtig, da es sonst keine echten Wahlmöglichkeiten geben kann. Sonst wähle ich ja nur zwischen Pest und Cholera! Wenn es soweit ist, dass Frauen (und Männer) eine echte Wahl treffen könne, wird sich hoffentlich auch am gesellschaftlichen Klima etwas ändern. Irgendwo muss angesetzt werden; da finde ich die Stelle gut.

"Solange Frauen sich aber gegenseitig angreifen, und es schick ist, wenn junge Mütter stolz von der Mehrfachbelastung reden, können sich große Teile der Gesellschaft gemütlich zurücklehnen. Ab in die Krippe, und fertig."
Gut, die Frage ist immer, wie ich mein Leben und meine Lebensgestaltung wahrnehme. Wenn die Kinder eine solche Belastung darstellen, hätte man von der Anschaffung derselben wohl absehen sollen. Bisher erlebe ich einerseits Hausfrauen als besonders angriffslustig. Die sehen sich nämlich in ihrer äußerst bequemen Position bedroht. Andererseits reden auch gerne die mit, die von tuten und blasen keine Ahnung haben. Das Problem ist ja eher, dass es m.E. zu wenige Wahlmöglichkeiten gibt. Ich würde z.B. gerne langsam anfangen. Kann aber nicht, da die Kinderbetreuung nicht vorhanden ist. Momentan gehe ich "nur" 3 Tage arbeiten, die dann aber übervoll (8Stunden aufwärts). Und das Familien keine Lobby haben ist ja nun an sich leider nichts neues. Leider haben Familien selten genug Zeit, an der Politik aktiv mitzuwirken. Oder sie sind solche Überflieger wie die Ursula. An der möchte ich mich dann bitte doch nicht messen lassen! :D
Das mit den sich zurück lehnenden Gesellschaftsteilen musst du mir bitte nochmal erklären. Das hab ich nicht ganz verstanden.

"Eltern leisten sehr viel. Im Idealfall ziehen sie künftige Steuerzahler heran. Dafür Transferleistungen zu erwarten, ist nicht der Ruf nach Almosen, sondern ein Deal. Wenn Kindererziehung nur noch Privatvergnügen ist, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir in 40 Jahren im Altersheim von Pflegekräften versorgt werden, die eine andere Sprache sprechen als wir, die aussterbende Nation."
Genau! Das ist der Punkt!!! So lange ich mich mit denen in eine Reihe stellen soll, die nicht arbeiten wollen, verzichte ich lieber ganz auf die großzügige staatlich Hilfe!!! Ich habe einfach keine Lust mit arbeitsscheuen, faulen Tagedieben in einen Topf geworfen zu werden. Und genau das würde passieren, klebte mir der Stempel "HartzIV" am Popo.
Andererseits denke ich auch, dass Kinder und Erziehung eine Privatangelegenheit sind. Ich würde mir da nur ungern von jedem Seppel rein reden lassen wollen, nur weil der ja auch "dafür bezahlt". Und da scheint der Weg ja hin zu gehen, wenn ich mir aktuelle Diskussionen in Tageszeitungen ansehe. Natürlich finde ich es furchtbar, wenn in Berlin jeden Tag verwahrloste Kinder aus Wohnungen gerettet werden müssen. Trotzdem möchte ich mich nur deswegen nicht ständig bei meiner "Erziehungsarbeit" kontrollieren und beobachten lassen!

Hach! Ich merke schon, ich kann gar nicht so viel und so schnell schreiben, wie die Gedanken in meinem Kopf Junge kriegen!

"[...]bei einer echten Wahlmöglichkeit[...]"
Genau das fehlt in Deutschland. Die Finanzierung von Kindern ist ein (privater) Balanceakt. Kinder sind immer noch das Armutsrisiko Nr. 1. Gleichzeitig ist es schwierig, die Gegebenheiten des Jobs den Bedürfnissen der Familie und auch der eigenen Person anzupassen. Schade! Aber ich befürchte unsere Generation wird die Veränderungen nur als Großeltern erleben dürfen -wenn überhaupt! So lange solche Schlagzeilen täglich die Zeitungen füllen und Familien mit (neuen!!!) Kindern immer noch gegenüber der Autoindustrie und Besitzern von alten(!!!) Autos benachteiligt werden und kein Aufschrei der Entrüstung durch die Bevölkerung geht, wird sich nichts ändern.

"Der Vergleich mit gewissen Ländern wird gerne herangezogen."
Ach, weißt du, ich glaube, woanders ist es auch einfach nur eines: anders. Das was dich an der Stelle erfreut, vermiest dir ein anderer negativer Punkt. (Bei mir dann unter anderem die Tatsache, dass in z.B. Frankreich französisch gesprochen wird -den ganzen Tag!)

"Wie wärs denn, wenn du statt in deiner Firma zu arbeiten gemütlich daheim sitzen würdest, das Kind bespaßt und nebenbei das eine oder andere Nähen und damit Geld verdienen würdest?? Dann hättest du beides, Kindererziehung und Geld verdienen! Soll sehr "in" sein, sowas! Und andere Muttis bekommen das auch hin, trotz Kinder! ;) "
Ich suche dazu einen link...
...Moment!
Mist, finde ich nicht. In der neuen Eltern ist diesmal ein Artikel in dem die Gründerin von diesem Label davon berichtet, dass sie immer noch Teilzeit für ihren Arbeitgeber arbeitet -um die Miete zu bezahlen!!! Ich schätze mal, ich lass besser die Hände von der Selbstständigkeit und konzentriere mich auf eine gut bezahlte Stelle als Bürotussi. (Bitte immer noch Daumen drücken! Bisher habe ich noch keine Post bekommen!)


___


Wie würde denn eure ideale Welt aussehen?

Kostenlose Kinderbetreuung für alle in jedem Alter.
Längerer Auszahlungszeitraum des Elterngeldes.
Zusatzzahlungen für echte (nicht für fiktive!) Fort- und Weiterbildungen.

Was noch?

Arbeitende Eltern

Manchmal ärgere ich mich. Ich ärgere mich, dass ich nicht genau so dreist bin wie andere. Ich könnte es mir auch ganz nett einrichten. Ich gehe einfach nicht arbeiten, laufe zum Amt und kassiere Geld vom Staat. Und dann setze ich mich gemütlich zu Hause auf den A*sch und bespaße entspannt mein Kind. Ich ärgere mich, dass ich mich rechtfertigen muss, dass ich arbeiten gehe. Manchmal ärgere ich mich auch über meinen Stolz. Selten ärgere ich mich darüber, dass ich Vorurteile gegenüber Sozialschmarotzern habe. Sind doch auch nur Menschen!

Ich wäre nicht die Erste, die das so handhabt -und ganz sicher wäre ich nicht die Einzige. Allerdings habe ich keine Lust, vor irgendwelchen Behördenmitarbeitern die Hosen herunter zu lassen. Ich will einfach nicht vom Staat abhängig sein! Jetzt kommt das paradoxe: das bringt mir Kritik ein! Hallo?! Ach so, je mehr HartzIV-Mamis, desto besser, oder wie? Ich verstehe das nicht ganz. Offenbar leben viele Menschen in anderen Lebensrealitäten als ich. Mehrfach wurde ich gefragt, warum ich denn nicht zu Hause bleibe und die Zeit mit meinem Kind genieße. Also erkläre ich es heute wenigstens hier mal etwas ausführlicher. Ich will nicht jammern, sondern nur mal meine Gedankengänge relativ unsortiert darlegen.

Ich hatte ein Gehalt, dass mir ein normales Leben ermöglicht hat. Keine großen Sprünge möglich, aber immerhin das Alltagsleben war abgesichert. Hätte ich mir ein neues Auto kaufen wollen, wäre es ohne Kredit und lange Überlegungen, wo ich das Geld einsparen soll, nicht gegangen. Mein Freund hat genau so ein Gehalt. Für einen allein ist es ok. Nun haben wir zu dritt einen Monat davon gelebt. (Eine Erfahrung, die wir damals zu zweit schon so ähnlich in der Schwangerschaft machen durften/mussten.) Und, sorry es klingt jetzt bitter, das geht definitiv nicht! Einfach so. Reicht eben nicht. Grund? Wir sind beide trotz unseres hohen Alters immer noch relative Berufsanfänger. Da wird man mit Geld nicht unbedingt beworfen. ;) Und ich habe einfach keinen Bock mehr, 1 Woche lang von Nudeln mit roter Soße leben zu müssen. Das war im Studium ok, jetzt will ich das nicht.

In der Elternzeit war es vom Auskommen ok. Wir haben es sogar geschafft, etwas zu sparen. Aber ohne zusätzliches Geld klappt es einfach nicht. Und ganz ehrlich gesagt, stinkt es mich an, wenn ich um Geld "betteln" muss. Genauso fühlt sich das nämlich für mich an. Und da ist es mir egal, ob ich meinen Freund um Geld für Kleidung angehen muss oder einen Antrag beim Amt stelle. Also gehe ich arbeiten und trage so zum Lebensunterhalt unserer Familie bei. Sicher, ich hätte kein Problem damit, mehr Zeit mit meinem Kind zu verbringen. Und natürlich sind Wochenenden mit der ganzen Familie etwas tolles. Aber am Wochenende verdiene ich eben deutlich mehr Geld. Und warum soll ich (für die gleiche Arbeit!) weniger Geld haben wollen?!

Ah, ich höre sie schon alle brüllen: dann soll der Mann halt mehr arbeiten! Klar, das ginge aber nur mit Nebenjob. Dafür hätte er dann nur am Wochenende Zeit. Guter Plan? Nein, finde ich nicht. Er ist für seinen Vollzeitjob mal locker von 4:50 Uhr bis 15:45 Uhr außer Haus. Das sind fast 11 Stunden. Allerdings nur, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel pünktlich fahren und nicht einfach ausfallen. In den Wochen, in denen er Spätdienst hat, grusele ich mich abends immer gepflegt. Denn oft ist er von 13:50 Uhr bis 0:00 Uhr unterwegs. Reichlich spät für meinen Geschmack. Und nachdem unser Auto am Bahnhof schon einmal aufgebrochen wurde, ist mir auch klar, was sich nachts für Gestalten herum treiben... Zurück zum Thema!

Staatliche Unterstützung gibt es ja nicht ganz ohne Gegenleistung. Ich finde, bevor ich auf einem Formblatt meine sämtliche Finanzen offenlege, muss es mir schon sehr schlecht gehen. Denn wenn ich mir Statistiken anschaue sagen die eindeutig: wer einmal auf Hilfe angewiesen ist, bleibt dies mit Kind auch für längere Zeit. Will ich nicht! Ich habe eine Bekannte ohne Kind, die von HartzIV lebt und bei Rossmann an der Kasse arbeitet, seit sie vor über 2 Jahren mit ihrem Studium fertig wurde. Und ich kann damit nicht gut umgehen! Es nervt mich, kotzt mich an, regt mich auf, wenn ich mir so viel geballte Faulheit ansehe. Und sicher gibt es Gründe, warum eine allein erziehende Mutter plötzlich auf Hilfe angewiesen sein kann; für mich würde dieses "geschenkte Geld" immer ein komisches Gefühl im Magen hinterlassen. Aber 1. KANN man bedürftig werden, nicht muss, 2. PLÖTZLICH, nicht dauerhaft. Ich finde, sein Leben so einzurichten, dass man immer auf andere angewiesen ist, ist falsch. Hinzu kommt noch, dass ich in einer Gegend lebe, in der lange Kindererziehungszeiten eher die Ausnahme sind. Jetzt dürfen alle mal raten, wo ich wohne! :D

Außerdem kommt für mich noch dazu, dass arbeiten gehen auch Lebenszufriedenheit bringt. Ich bekomme wieder ganz andere Anregungen, bin mal raus aus dem Mamitrott, bekomme positives Feedback und Anerkennung -auch vom Vater. Ohne meinen Job am Wochenende hätte er wohl nie gemerkt, was ich tagtäglich leiste. Klar, die ersten Wochenenden hat er sich nicht mit Ruhm bekleckert. Am allerersten Tag alleine mit Kind hat er den Zwerg gekonnt zur Oma abgeschoben, weil er "einkaufen musste". 2,5 Stunden lang?! Nun ja, die Meinungen über Sinn und Unsinn dieser Aktion gehen familienintern weit, weit auseinander. Die nächsten 2 Wochenenden hat er einfach außer Kind bespaßen nichts erledigt. Also blieb der Wochenendkram bis Montag für mich liegen. Allerdings hatte er dann 2 Wochenenden mit einem kranken und deswegen teils auch übellaunigem Kind zu absolvieren. Ich glaube, das brachte die Wende. Seitdem ist die Wertschätzung für meine Leistungen im Haushalt deutlich gestiegen. Und ohne Job wäre das wohl nie eingetreten.

Etwas, dass mir auch wichtig ist: was lebe ich meinem Kind vor. Will ich, dass er weiß, meine Eltern sind stark, die geben sich immer große Mühe und strengen sich für uns an? Oder soll er lernen, wenn es mal nicht so rund läuft, steckt man den Kopf in den Sand und wartet ab? Worauf eigentlich? Variante 1 ist mir am sympathischsten. Wir leben hier in einer Gegend, die sicher kein sozialer Brennpunkt ist. Also sind Negativbeispiele selten. Aber das eine, das mir spontan einfällt, verdeutlicht mir, wie leicht man in falsche Verhaltensmuster fallen kann. Allein erziehende Mutter, Kind 4 Jahre, Freund lebt auch vom Staat. Die Kindergärten hier haben Bringepflicht bis 9:00 Uhr. Ich stelle mir das schon schwierig genug vor für die Erzieher, den Überblick zu behalten. Jedenfalls bin ich montags hin und wieder bei meiner Mutter. Um 10 vor 9 wird dann das Kind heftigst zur Eile angetrieben. Manchmal fährt sie die paar Meter zur Kita sogar mit dem Fahrrad; der Kleine sitzt dann auf dem Gepäckträger -ungesichert übrigens. Sie ist also, obwohl sie alle Zeit der Welt hat, nicht in der Lage, ihr Kind zur Pünktlichkeit zu erziehen. Und ich schätze mal, dass ist nur die Spitze des Eisbergs. Vom wem soll der Kleine also lernen, dass es wichtig und lohnend ist, sich morgens gut auf den Tag vorzubereiten und die Zeit zu planen? Von seiner Mutter sicher nicht! Und so ein Leben kann ja wohl ernstlich niemand für sein Kind wollen. Wir merken uns: zu viel Zeit kann zu Zeitnot führen... Struktur im Leben ist wichtig, finde ich.


Worauf ich ja eigentlich hinaus wollte, ist folgendes:

Ich finde es leichter, mein Leben zu genießen, wenn ich für meinen Lebensunterhalt selbst sorge, meinem Kind (auch materiell!) etwas bieten kann und ein abwechslungsreiches Leben führe. Wir arbeiten in dieser Familie alle daran, "weiter" zu kommen. Der Vater hofft firmenintern auf eine bessere Stelle. Ich habe mich in das Bewerbungskarussell geworfen. Stillstand ist Untergang. Und z.B. ein Urlaub, auf den man hinarbeitet, ist was ganz tolles! Das kann ich dann auch so richtig genießen!

Donnerstag, 19. März 2009

Rien ne vas plus!

Letztens, als ich noch sehr uffjeregt war, weil ich gerade ein sehr interessantes Telefonat mit dem potentiellen neuen Chef hatte, brauchte ich dringend neue Kleidung. Also ging ich Freitagabend los, um was schickes anzuziehen zu haben, falls ich dort noch einmal persönlich vorsprechen darf. Frau ist ja gerne vorbereitet... ;)

Meine Mutter hatte ich als B.-Bespaßerin mitgenommen. Also rein in den ersten Laden. Nix! Gut, die hatten schon Klamotten, allerdings hätte ich, so gekleidet, nicht einmal den Müll runter getragen. Also weiter... Nach 3 weiteren Läden landeten wir dann bei Tom Schneider (frei übersetzt). Dort war ich dann richtig! Endlich! Sehr nette Verkäuferin, schicke Klamotten, die Preise gerade noch im Rahmen. Die nette Verkäuferin schleppte ein Teil nach dem anderen an, half mir beim Kragen-auf-lässige Weise-aufschlagen und bescherte mir noch ein seltsames Gefühl. Seltsam, weil ich in dem Laden eine Jacke in XXL benötige, aber Jeansgröße 30 habe. Kann mir das mal jemand erklären? Nach der Stillzeit ist da jetzt eigentlich nicht mehr sooo viel übrig, um ein XXL zu rechtfertigen. Ich war ein wenig verwirrt. Egal! Am Ende hatte ich die perfekte Kombi: schwarzer Blazer aus Sweat, bedruckte fliederfarbene Bluse. Fertig, also auf zur Kasse. Beim 3. Versuch, der Karte Geld zu entlocken, wurde die arme Verkäuferin leicht nervös. Offenbar vermutete sie den Fehler bei sich, die Ärmste! Meine Karte war "nicht lesbar". Ich war relativ entspannt und gab ihr noch 3 Versuche. Mein Hinweis, die Karte ginge ja sonst auch immer, konnte sie(!) kaum beruhigen. Sie fing dann noch an, Klebestreifen über die Karte zu drapieren, aber auch das half (logischerweise) nichts. Ich habe gefragt, ob sie mir die Sachen zurück legen könnte. Darauf kam von ihr, hier sei ja noch ein Geldautomat. Leider von der falschen Bank. Außerdem wurde die Kinderbespaßerin aka meine Mutter auch leicht unruhig. Also ließ ich mir nach kurzer Diskussion die Sachen bis Samstag um 13:30 Uhr zurück legen. Das paßte mir ganz gut. Erst zur Bank, am Automaten Geld ziehen, dann in den Laden, bezahlen und danach auf zum Spätdienst.

Guter Plan, fehlerhafte Umsetzung. Ich fuhr also pünktlich am Samstag zur Bank. Am Geldautomaten kam die Karte gleich wieder raus. Also habe ich mich noch am anderen Automaten angestellt. Ich dachte, der erste Automat sei defekt. Am 2.Automaten ging auch nichts. Also wenigstens Kontoauszüge holen. Hatte ich mein Konto überzogen? Hatte irgend jemand mein Konto gepfändet? War meine Bank pleite?! Weltwirtschaftskrise und so weiter... Da wurde ich dann doch nervös. Der richtige Kracher kam dann am Auszugsdrucker: "Mit dieser Karte hier kein Service möglich". Das stand dort wirklich im Display! Ich war irgendwas zwischen schockiert, aufgelöst und teilweise belustigt, denn eigentlich konnte nichts sein. Also wieder nach Hause, die letzten Bargeldvorräte schnappen, bezahlen fahren und auf zur Arbeit. Meinen restlichen Samstag kann man übrigens hier nachvollziehen.

Ich kam also erst am letzten Donnerstag zur Bank. Dort geriet ich an die maulfaulste Kundenberaterin, die meine Bank jemals aufgeboten hat. Ich schilderte ihr mein Problem, keine Antwort. Sie hackte wie besessen auf die PC-Tastatur, runzelte die Stirn und wirkte überhaupt sehr konzentriert. Nach angemssener Wartezeit fragte ich dann ganz vorsichtig, ob nun mit meinem Konto alles in Ordnung sei. "Ja." Ich hätte mich ja schon gesorgt, ob irgend etwas nicht stimme. Keine Reaktion. Eifriges, konzentriertes Gestarre auf den Monitor. Wie hoch denn mein Kontostand sei, da ich ja keinen Auszug bekäme. "Mooooment!" Starren, Tippen. "Summe." Ich wartete; immerhin fehlte mir noch eine Erklärung ihrerseits, wie es nun weiter ginge. Mittlerweile war ich auch ein wenig angefressen. Ich erwarte ja echt nicht viel, von so einer Bankpüppie, aber Augenkontakt und der Versuch einer normalen Konversation sollte doch auch möglich sein, wenn man nicht zu den Topkunden zählt. Oder bin ich überempfindlich?! Sie schaffte jedenfalls nichts davon. Schlußendlich teilte sie mir mit, dass eine neue Karte an mich gesandt würde. Woran es nun lag, dass die Karte schlapp gemacht hat, weiß ich nicht. Allerdings schätze ich mal, dass es an der Bank bzw. deren Karte lag und nicht an mir. Läg es an mir, hätten sie sich die Extraleistung auch sicher extra bezahlen lassen... ;)

Donnerstag, 5. März 2009

Fotos

Besonders das perfekte Bewerbungsfoto zu finden, kann ziemlich nervenaufreibend sein. Nicht jedoch, wenn man eine sehr nette und vor allem kompetente Fotografin kennt. Ich hatte im letzten Jahr schon einmal Paßfotos von mir machen lassen, damals noch ohne jeden Anlaß. Die Frisur war neu, ich hatte wieder ein akzeptables Gewicht; das sollte der Nachwelt in Bild, ohne Ton erhalten bleiben. Heute war also nach dem gestrigen, positiv verlaufenen Gespräch "Fototag". Offensichtlich fühlte sich die Fotografin von den Vorschußlorbeeren angespornt, mich mit Bewerbungsbildern noch glücklicher zu machen. Die Bilder sind klasse geworden. Zusammen mit ihrem Chef haben wir dann 2 ausgesucht. Bei einem wurde digital nach bearbeitet. Also, jetzt nicht so wie bei der Heidi, sondern es wurde einfach nur eine fieser, störender Lichtfleck, der durch die Brille entstanden war, entfernt.

Momentan steht es 1:1. Mal schauen welches Bild es nun wirklich wird...

Mittwoch, 4. März 2009

Chance genutzt

Aufregend! Das war so aufregend. Ich bin immer noch ganz aufgeregt!!!

Jedenfalls lief das Telefonat so weit sehr gut. Der Herr war einer der besonders freundlichen Sorte. Nun will er dringend meine Unterlagen damit wir uns dann noch zum persönlichen Gespräch treffen können. Ein wenig Bammel habe ich schon. Ich habe diese fiesen Lücken im Lebenslauf, wegen dem abgebrochenen Studium usw. Gnaaaaaaaaaaaah! *bibber*

Aber alles in allem war das super. Ich freue mich auf das Vorstellungsgespräch, da kann ich hoffentlich nochmal richtig punkten. Konnte ja heute leider nicht anbringen, dass ich trotz Elternzeit wieder in der Firma mitarbeite... Hach!

Spannend, das alles! Wenn man nur wüßte, wie man so rüber gekommen ist. Momentan fehlt mir dafür das Gespür. Mist!

Dinge, die in den letzten 2 Wochen geschahen

- Abgestillt. Endgültig. Sehr schmerzhafte Angelegenheit! Warum sagt einem das vorher niemand?

- Kind schläft durch. Leider hat er immer noch Probleme mit dem Einschlafen! *seufz*

- Ich arbeite an den Wochenenden und an (den meisten) Montagen. Anstrengend und schön.

- Ich habe ein wirklich tolles Angebot bekommen. Ein neuer Job wird es wohl werden! Heute nachmittag führe ich ein erstes Telefonat mit meinem neuen potentiellen Chef. Ich bin ganz furchtbar uffjeregt!!! Bitte mal Daumen drücken... Meine liebste Lieblingsfreundin, die zur großen Schwester ehrenhalber erklärt wurde, hat mich dort so angepriesen, dass die jetzt offenbar davon träumen, mich, genau mich!, einstellen zu dürfen. :) *uffjeregtuffjeregtuffjeregt hüpf*

- Ich habe mich an bisher nur 3 Arbeitstagen schon wieder so über meinen derzeitigen Chef geärgert, dass der Wechsel ein Traum wäre! Mal ganz davon abgesehen, dass es ein cooler Bürojob (hatte ich bisher noch nie!) ist, der viel Fort- und Weiterbildungspotential hat. Habenhabenhaben will!!!

Mittwoch, 18. Februar 2009

Nun habe ich bald keine Freizeit mehr!

Juchu!

Hä?!

Wer ist jetzt gedanklich nicht mitgekommen? Also, von vorne: ich war heute in meiner Firma. Den Zwerg hatte ich natürlich mit. Mamibonus einheimsen! Hat hervorragend funktioniert. ;) Meine Chefs waren beide vor Ort. Sie haben sich sichtlich gefreut mich zu sehen. Als sie dann noch hörten, dass ich am Wochenende wieder arbeiten will, waren sie richtig froh. Offenbar haben wir wesentlich weniger Aushilfen für die Wochenenden als früher. Da kam mein Angebot wohl genau zur rechten Zeit.

Heute ging es nicht so heiß her, wie befürchtet. Daher wurde mir gleich noch (der gesammelte Klatsch und Tratsch) alles wissenwerte der letzten Zeit nahe gebracht. Ich habe seit Januar eine neue Vorgesetzte. So auf den ersten Blick scheint sie nett zu sein. Mal schauen, wie sich das entwickelt. Noch viel schlimmer als mit ihrer Vorgängerin kann es für mich kaum laufen, aber ich will das Unheil nicht herbei reden. *ggg* Die Chefs haben mir "noch rasch" eine Stunde lang abwechselnd alle Neuerungen gezeigt. Anscheinend hatten sie Zeit UND gute Laune. Mist, jetzt ärgere ich mich. Das hätte ich ausnutzen sollen. *lol*

Was jetzt völlig neu ist: Mitarbeiter bekommen nur noch Jahresverträge. Holla! Schlimm! 2 meiner "Kollegen" werde ich nicht mehr kennen lernen. Die werden nämlich gehen, bevor ich wieder richtig anfange. Und scheinbar wissen die beiden nichts von ihrem Glück. O-Ton Chef: "Es gibt so viele Arbeitnehmer und der Markt auf unserem Sektor ist so heiß umkämpft. Da kann man einfach nur die Besten nehmen. Und wenn die nicht zu uns passen, suchen wir uns jemand passenderen." Einerseits kann ich das ja verstehen. Ich habe mir eine Menge Schnarchnasen und Faulenzer angeehen. Andererseits ist es für den Betreffenden ja erst einmal ein Desaster. Ich mache mir so meine Gedanken...

Bisheriges Ergebnis des Tages:
1. Ich bin froh, dass ich wieder so freundlich zurück begrüßt wurde.
2. Wir werden nicht verhungern müssen.
3. Ich kann bald wieder shoppen gehen!!!
4. Meine Chefs freuen sich über eine relativ flexibele Wochenend-Power-Aushilfe mit maximaler Ahnung, oder so...
5. Der Mann wird sich umgucken, wenn er den Zwerg UND den Haushalt UND den Hund UND sich nun bald mal den ganzen Tag alleine versorgen muss. Ha! Bald mache ich dann auch wieder Frühschicht. Das sag ich ihm dann irgendwann mal... *pfeif*

Dienstag, 17. Februar 2009

Drückeberger

So komme ich mir heute vor. Seit über einer Woche will ich nun schon in die Firma fahren. Der Kleine sollte mit, für Mami Schönwetter machen. ;) Ich will ja schließlich etwas von meinen Chefs! Wochenenddienste sollen es sein; am liebsten Spätdienste. Nur gelegentlich mal am Montag einen Frühdienst, bitte. Klar, ich könnte anrufen. Aber persönlich vorbei fahren ist irgendwie... persönlicher. *ggg*

Heute Nacht hat es wieder ohne Unterlass geschneit. Draußen vor der Tür liegt das allerherrlichste Winterwunderland. Ich gehe später mit dem Zwerg das Wetter bestaunen. Arbeiten gehen kann ich auch in der nächsten Woche noch.