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Donnerstag, 17. Dezember 2009

Der Weihnachtsbaum

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Von allen den Bäumen jung und alt,
Von allen den Bäumen groß und klein,
Von allen in unserm ganzen Wald,
Was mag doch der allerschönste sein?
Der schönste von allen weit und breit
Das ist doch allein, wer zweifelt dran?
Der Baum, der da grünet allezeit,
Den heute mir bringt der Weihnachtsmann. -

Wenn Alles schon schläft in stiller Nacht,
Dann holet er ihn bei Sternenschein
Und schlüpfet, eh' einer sich's gedacht,
Gar heimlich damit ins Haus hinein.
Dann schmückt er mit Lichtern jeden Zweig,
Hängt Kuchen und Nüss' und Äpfel dran:
So macht er uns Alle freudenreich,
Der liebe, der gute Weihnachtsmann.



Was ich damit sagen will? Lange gesucht, endlich gefunden: der schönste Baum von allen! Jetzt steht er hier und wartet auf seinen großen Tag. Der Kleine war ja heute beim aussuchen dabei. Seitdem kann er auch ein neues Wort: Baum. Er spricht das wirklich extrem deutlich aus. Ich fand seine Aufregung niedlich. Weil ich ja nur 2 Hände habe, musste der Baum im Auto warten. Wir waren nämlich heute auch noch auf einem kleinen, feinen (in Wirklichkeit langweiligen und teurem) Weihnachtsmarkt. Dadurch und durch den Baumkauf waren wir erst relativ spät zu Hause. Der Kleine hatte Hunger. Ich steckte ihn in seinen Schlafanzug und wir aßen zu Abend. Dabei kreisten seine Gedanken nur um ein Thema: den Weihnachtsbaum.

"Mama?"

"Ja?"

"Baum! ...Auto!"

"Ja, der Baum ist noch im Auto. Den hole ich hoch, wenn du brav im Bett liegst und schläfst."

"Ja. Baum!"

usw. usf.

Auf sein Gesicht morgen früh bin ich gespannt. Immerhin steht das Objekt seiner Begierde direkt hier im Wohnzimmer. Ich hoffe, das gute Stück erlebt Weihnachten noch und sieht bis dahin nicht völlig gerupft aus!


Der Plan geht ja eigentlich so: ich schmücke den Baum erst Heiligabend nach dem Kaffee trinken während der Kleine spazieren geht. Wenn er dann wieder heim kommt, sollen seine Augen strahlen. Der Baum sieht dann nämlich hoffentlich superduperoberhammertoll aus und nur die Lichterketten am Baum sind angeschaltet. Unter dem Baum warten dann seine Geschenke auf ihn. Geschenke werden in meiner Familie für Kinder übrigens nicht eingepackt.

Wie macht ihr das? Welche Traditionen habt ihr? Worauf freut ihr euch am meisten?

___


Gefunden habe ich das Gedicht übrigens auf dieser Seite.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Alles seins!

Man kann sich sehr gut streiten mit meinem Sohn!

"Nein! Hör mal damit auf. Das geht nicht."
"To!" (Doch!)
"Nein, das geht wirklich nicht!"
"To!"
... (Ich konnte nichts sagen, weil ich NICHT gelacht habe.)
"To, Mama! To!" Vorgetragen in leicht weinerlichem Tonfall.
... (s.o.)
"Streitest du mit mir?"
"Jaaaa." Sprachs und grinste dabei.
... (Atmen, atmen, atmen!)
"Jetzt ist es aber wirklich gut. Gib es mir mal wieder."
"Nein. Main!"
"Was hast du gesagt?"
"Maiiin!"
"Das ist deines?"
"Ja, main!" Mit großartigem Nicken bekräftigt.
"Stimmt doch gar nicht. Das ist nicht deines. Das ist meines!"
"Nein, Mama! Maiiin!" So sprach er und tippte sich selbst eindringlich an die Brust, so wie immer wenn er sich selbst meinte.

Ach, jetzt hat er den Dreh mit dem Sprechen aber wirklich langsam raus. Das Beste ist wirklich, dass er beim Streiten immer so süß grinst. Aber sobald es um etwas wirklich wichtiges geht, kann er ganz klassisch einen Flunsch ziehen und die Alarmsirenen einschalten.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Eine kleine Nachtmusik

Mein Sohn wird (leider) oft gegen 20:00 Uhr nochmal wach. Gestern wollte ich allerdings zu dieser Zeit schlafen. Er sitzt im Bett. Die Plüschgiraffe klemmt mit dem Kopf nach unten fest zwischen seinen Beinchen. Auf ihrem Bauch werden alle verfügbaren Nuckel aufgehäuft. Das ganze wird mir stolz präsentiert. Dazu singt mein Kind laut und leidenschaftlich "Hoppe-hoppe Heita" Wieder und wieder und wieder.

Ich lösche das Licht. "Oh! Dung-dunk!" "Ja. Mama hat das Licht ausgemacht. Schlaf jetzt!" "Oppe-oppe aiti. Aiiiti. Upff. Upff. Aiiiiti. Oppe haiiiti. Haiiiita." Bei Upff, upff hüpft er im Bett. Das soll nämlich hüpf heißen. Und dann gibt er noch eine kleine "Häsch upff" (Häschen hüpf) Zugabe. Mit intensivem Gehoppel und Gehoppse. Übrigens, mein Kind kann auch im Sitzen hüpfen. Im Sitzen. Hüpfen.

Ich musste, nachdem ich den Lach-Flash etwas besser unter Kontrolle hatte, sehr energisch werden, damit endlich Ruhe herrschte.

So knuffig!

Montag, 7. Dezember 2009

Aus!

Die Lampe wird jetzt auch hier "Aus!" geschaltet.

Wenn der Hund im Weg steht, hört man: " Nnnn-nah ab!" ("Dinah, ab!") Das sage ich auch immer.

Er sagt Ann-ank und meint Elefant.

Streiten klappt auch immer besser. Aus tu und to wurde nun ein richtiges tooch.

Eine neue Gebärde haben wir auch. Die hat der Junge sich selbst überlegt. Er tippt mit der Fingerspitze des Zeigefingers auf seine Lippe und meint: "Nuckel". Eigentlich gab es den tagsüber gar nicht mehr, aber im Kindergarten gehen die jüngeren Kinder praktisch ununterbrochen damit herum. Pech für uns.

Seine erste große Kindergartenliebe heißt Leonie. Er verschluckt das E beim sprechen, so dass es sich anhört wie Luunie. Und wenn die beiden beim Anziehen nebeneinander auf der Bank sitzen, dann strahlt er unaufhörlich und sagt immer: "Luunie, ei!" und streichelt ganz sanft ihren Kopf.

Momentan ist er, wohl auch krankheitsbedingt, ein sehr anhängliches, verschmustes Kind. Nachdem ich seit letztem Mittwoch 3 Tage arbeiten war, ging es dem Kleinen bis etwa Samstag gut. Er hatte sich gut erholt und war fröhlich. Allerdings hat er schon von Freitag zu Samstag schlecht geschlafen. Samstag nach dem Mittagsschlaf kam dann der Schnupfen richtig raus. Abends ging dann nichts mehr, der Husten begann ihn zu quälen. Die Nacht war furchtbar, da er nicht schlfen konnte und alle hlabe Stunde nach mir, seinem Nuckel oder etwas zu trinken weinte. Seit Sonntag inhalieren wir. Er hustet trocken und ganz bellend. Und er hat tagsüber wieder ziemliche Atemnot. :( Übrigens habe ich mich auch gleich wieder angesteckt. Meine Nacht zu Montag war doppelt schrecklich: der Kleine krank und häufig wach und ich mit verquollenem Kopf und Schnupfnase und einem ewigem Krabbeln im Hals.

Am Samstag war ich seit langem mal wieder im Theater. Das Stück war ...sehr modern. Gestern waren wir noch auf einem Weihnachtsmarkt. Dort konnte ich bei einem Korbhändler nicht widerstehen. Für mich gab es einen neuen Klammerkorb, für den Kleinen zu Weihnachten einen schicken Korbpuppenwagen ganz in blau mit klappbarem Verdeck. Und 2 € herunter gehandelt habe ich den Preis auch noch.

Was diese Woche nicht so gut wird:
1. Die Erkältung vom Kind.
2. Meine Erkältung.
3. Ich muss am Wochenende Spätdienst arbeiten und habe nächsten Montag trotzdem wieder Frühdienst.
4. Die Waschmaschine ist schon wieder kaputt. Die Wäsche türmt sich meterhoch! Den Waschmaschinenefritzen besttel ich mir für diese Woche. Aber eigentlich habe ich nachmittags keine Zeit, da
5. Am Dienstag das neue Auto in Werkstatt muss. Irgendwas stimmt mit de r Benzinzufuhr nicht. Er hoppelt und stottert, wenn er kalt ist und Beschleunigung stößt momentan auch nur allen Anderen zu.
6. Meine Chefin wird für mich immer anstrengender.

So, jetzt aber schnell los! Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche.

Mittwoch, 25. November 2009

Überraschung

Geschlagene 3 Tage lang glaubte ich, die SchweineNeue Grippe zu haben. Ich hatte Kopfschmerzen, also dermaßen starke Kopfschmerzen hatte ich, denke ich, noch nie. 2 Aspirin habe ich morgens schon vorm Kaffee nehmen müssen. Und Gliederschmerzen, so stark dass ich 2 Nächte kaum schlafen konnte. Fieber habe ich vor 10 Jahren bei einer echten Virusgrippe das letzte Mal bekommen. Damals beachtliche 38,4°C; heutzutage fühle ich mich schon mit 37,6°C wie kurz vorm Delir. Jedenfalls war ich schlapp und krank. Und das alles während mein Sohn kränkelte. Also reißt Muttern sich zusammen und ackert fleißig weiter. Jeden Tag noch brav Überstunden geschrubbt, am Wochenende Dienst geschoben. Katja macht das alles.

Eben musste ich mich aber doch krank melden. Ausschlag! Juckender, roter Ausschlag am ganzen Körper -besonders im Gesicht. Toll, jetzt bin ich krank und häßlich. *grummel* Besonders eklig am Kranksein finde ich übrigens die Krankmeldung. Das ist mir immer dermaßen unangenehm und irgendwie peinlich. Und in meiner Firma ist "krank feiern" überhaupt nicht gern gesehen. Trotzdem hätte ich so nicht arbeiten gehen können. Meine Kunden hätten sich zu Tode erschrocken.

Und wer gegen 7:30 Uhr eine sehr angezogene Frau mit tief ins Gesicht gezogenem Basecap trifft, hat vielleicht sogar Katja auf dem Weg zum Arzt gesehen. ;)

___


Erwähnte ich das Jucken?! Hoffentlich verschreibt mein Arzt mir irgend etwas dagegen!

Sonntag, 15. November 2009

Wird wohl doch Winter

Das Kind sagt "keit" (und meint kalt).

Manchmal sind wir deswegen aber auch verwirrt. Dann heißt beim Essen jede unerwartete Temperatur auch immer noch "eissss". Wobei, Eis ist ja auch kalt... *überleg* Von daher hat er ja auch irgendwie recht! Letztens hat er bei Oma eine kleine gelbe Paprika gegessen und erzählte hinterher laut und immer wieder "eiss! eisss! eiiisssss!" Bis die Oma sich erbarmte und kostete. Sie wollte beweisen, dass da nix heiß sei. Später fragte sie, ob ich die kleinen Flammen und die Rauchwolken gesehen hätte. Immerhin ist so eine kleine Peperoni manchmal erstaunlich scharf!

Und man bedankt sich hier übrigens mit "dadei".

Die Bommel an der Mütze heißt "bomma", aber ich glaube, das erwähnte ich bereits.

Und lautes Niesen wird hier mit einem fröhlichen "ei-chi" erwidert.

Und das praktischste Wort seit langem: "Tee". Das muss ich wohl nicht erläutern. Schade, dass er zu Essen immer noch nur "nam-nam-nam" sagt. Schlafen wird hier auch ganz klassisch "heia" genannt. Der Nuckel (den ich eigentlich schon lange nicht mehr will) heißt "nuuu".

Vor 3 oder 4 Tagen hat das Kind mal wieder die Wickelkommode ausgeräumt. Diesmal habe ich ihn gefilmt. Besonders schön die Stelle, als ich frage, ob er denn beim aufräumen helfe. Kurzer Blick zu mir, Kopf auf die Brust und "nee!" Noch Fragen?! ;)

Meiner Freundin mit dem anderen wahnsinnigen Hund fiel neulich auf, dass er seine Herkunft kaum leugnen kann. Er sagt nicht nein, er sagt "nee!"

Seit er so krank ist, zeigte sich eine neue wirklich ekelhafte Angewohnheit: er knirscht mit den Zähnen! So richtig laut und penetrant. Hat da irgend jemand Erfahrungen mit? Ich schubse ihn und stecke den Nuckel zurück. Aber das ist ja auf Dauer (die nächsten 18 Jahre!) auch keine Lösung! Tipps?!? (<-Ideen, Rat und Lebenshilfe?) Während ich mich heute beim Frühstück über des Kindes schreckliche neue Angewohnheit beschwerte, wurde behauptet, ich täte das auch. Pah! Lügen! Gibt es da eine genetische Komponente? Ich bin echt ratlos.

Freitag, 13. November 2009

Rabenmutter

Wer sich mal so richtig mies fühlen will, macht einfach folgendes:

1. Schaff dir ein Kind an, obwohl du von der ersten Euromillion noch ziemlich weit entfernt bist.

2. Geh arbeiten, bevor dein Kind studiert.

3. Geh 10 Tage in Folge arbeiten und gestalte die Betreuung dadurch unübersichtlich. Gerne helfen dir dabei ein Vater, eine Großmutter und der Kindergarten. Somit ist sicher gestellt, dass du vom Tagesablauf deines Kindes nichts erfährst und dir auch sonst niemand wichtige Informationen übermittelt.

4. Lausche nachts dem Husten deines Kindes.

5. Wiege dich in der trügerischen Gewissheit, dass es zwar nicht gut klingt, aber sicher nichts schlimmes ist. Immerhin hast du keine Rückmeldung über Fieber oder sonstige Probleme. Und das es so brodelt kommt hoffentlichhoffentlichhoffentlich von etwas Schleim, der dumm liegt. Immerhin ist das Kind gegen Pneumokokken geimpft.

6. Komme heim und höre, dass im Kindergarten von schwerem Husten, der vom Mittagsschlaf abhielt und Fieber gesprochen wurde. Entspanne dich wieder, wenn von sensationellen 37,2°C berichtet wird.

7. Gehe trotzdem wie geplant zum Arzt, da der Hustensaft letztens vom Kind aus der vollen Flasche trotz Kindersicherung auf dem Teppich verteilt wurde.

8. Mache beim Kinderarzt folgende Entdeckungen:
a) überlange, dreckige Fingernägel; teils eingerissen *schluck*;
b) dreckige Ohren;
c) Haarknötchen am Hinterkopf;
d) Essensreste und -flecken auf sämtlichen Kleidungsstücken;
f) kein frisches Kinderarzt-Untersuchungsliegen-Unterleg-Handtuch sondern
nur die wickeltascheneigene Wickelunterlage mit Flecken unklarer Herkunft;
g) Kind hat mittlerweile definitiv ordentlich Fieber, dass du dort aber nicht
messen kannst -ohne Thermometer;
h) dein Kind ist so fertig mit der Welt, dass es auf jede Frage oder Aussage mit
einem lauten und gnatzigen "Nee!" antwortet;
i) bemerke, wie sehr du dich schämst;

9. Erfahre in der Apotheke, dass deine Krankenkasse die Ausleihgebühr des Inhalators nicht übernimmt.

10. Fahre mit dem Kind die hypersuperlichtgeschwindigkeitskurze Strecke* heim. Nur um dort fest zu stellen, dass das arme kranke Häschen eingeschlafen ist.

11. Höre dir das Weinen deines kranken und völlig übermüdeten Kindes an, dass vor lauter Husten nur in 10 Minutenabschnitten schläft.

Bei Bedarf verschenke ich gerne meine miesen Karmapunkte. Ich würde notfalls auch gegen positives Karma tauschen. Bedarf, irgendjemand?!

___

*Die Strecke zu fahren, dauert kürzer als das lange Wort.

Montag, 2. November 2009

Hallo Melanie,

ich lese aus deiner Antwort auf diesen Post zwei Dinge:

1. Es wird besser, wenn die Zähne durch sind! Hurra, hurra! Ich freu mich schon so!!!

2. Danach wird es wieder schlechter, weil das Kind Charakter bildet oder so etwas. Und das ist ganz schlecht, da man wegen der fehlenden Zahnungsausrede mal wieder wie der letzte Erziehungsberechtigtenkrüppel aussieht.

Na dann: Prost Mahlzeit!

:D




Der Zahn oben links blinkt übrigens schon richtig. Und beim Zähneputzen macht es sogar Geräusche. Mein Sohn ist echt stolz!

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Und was sagt er so?!

Mittlerweile geht es ja hier rasant *hust* voran mit der Sprachentwicklung. Ich liste einfach mal einige topaktuellen Worte plus Übersetzung auf:

- hääss-ch - Häschen

- hupfff - hüpf, hüpfen (Aktuelles Lieblingslied "Häschen in der Grube")

- dingdink oder dingdingdink - Schinken (Darüber referiert er gerne beim Abendessen.)

- bommbomm - Bonbon (Und das, wo es bei uns noch nie welchen gab! Der Kindergarten ist schuld, vermute ich mal...)

- aufff! - Mama, komm!, Mama, steh auf!, Ich will auf den Arm!, Ich will aufstehen!, Gerne auch laut als Beschwerde direkt an den Hund, wenn er im Weg rum liegt. Auf hilft momentan für und gegen alles. Andere Kinder sagen "Da!", B. sagt "Aufff!"

Montag, 28. September 2009

Bin ich jetzt eine "Vollzeit-Öko-Bio-Mutter"?

Diese Beschreibung passt angeblich auf alle, die sich in der Elternvertretung oder im Kita-Ausschuss ihres Kindergartens engagieren, habe ich beim studieren anderer "Mutti-Blogs" gelernt. Schade nur, dass ich das nicht bestätigen kann.

In unsere Kita gehen weit über 150 Kinder. Viele Eltern haben Sorgen. Immerhin kenne ich 3 Elternpaare aus B.s Gruppe, die Fragen oder Probleme haben. Heute war offene Sitzung des Kita-Ausschusses. Neben einer (!) anderen Mutter (!!!), war ich die einzige "neue" Mutter, die sich für die Belange der Kita interessierte. Faszinierend. Besonders, wenn man bedenkt, dass alle Anwesenden regulär ihren Berufen nach gehen. Und vermutlich mindestens 50% von ihnen so wie ich zum selbst gemachten Bio-Kartoffelbrei popelige Fischstäbchen von ALDI servieren. Gesunde Mischkost eben...

Aber ich schweife ab. Dürfen mich unengagierte "Ich meckere dann trotzdem hinterher"-Mütter als Vollzeit-Öko-Bio-Mutter titulieren? Vermutlich schon, wegen der Meinungsfreiheit. Allerdings sollten sie sich die Beschwerden hinterher verkneifen. Oder bin ich einfach noch nicht lange genug "im Geschäft"?

Erlebnisse am Ostseestrand

Am Sonntag waren wir, also: Papa, Mama, Hund (Mitte-Wade-hoch, fast 7 Jahre alt) und Sohn (bald 2), am Ostseestrand.

Großer, sabbernder (sic!) Hund kommt angerast. Das Frauchen latscht in weiter Ferne, sehr lässig und desinteressiert, vor sich hin. Ich, mittlerweile kampferprobt, nehme den Sohn hoch. Unser Hund muss (leider!) für sich selbst kämpfen. Fremder Hund rast auf uns zu, wie gesagt. Kommt näher, bellt wie besessen und springt an mir hoch. Wie gesagt, ich habe mein Kind auf dem Arm! Mein Hund wird dann immer sehr hektisch und versucht den Angreifer vom Rudelchef (icke eben) und Juniorchef zu vertreiben. Leider erleben wir so eine Situation nicht das erste Mal und der Streßlevel ist dementsprechend hoch bei mir und bestestetes Hund von allen. Fremder Hund stürzt sich auf meinen Hund. Geknurre, Gekläffe, Gebelle -ICH HASSE DAS!!! Hund tobt mehrfach auf mich zu und springt an mir hoch. Ich mache alles, was ich je über solche Situationen lernte (Hundeschule -wir waren dort!!!) und las. Ich habe Blickkontakt vermieden und eine defensive Haltung eingenommen, sprich: dem Hund mit gesenktem Kopf die Seite/das Gesäß zugekehrt. Fremder Hund wurde immer wilder. Spielen sieht definitiv anders aus. Frauchen von fremder Hund kam nach einigen Minuten (gefühlten Stunden!) lahm an geschnauft. Fremder Hund wurde lahmarschig mit "Nu komm ma her, fremder Hund. Lass das mal!" an geschnauft. Zu mir sagt Fremder Hund-Frauchen nix, fängt aber wenigstens (die verdammte Dreckstöle) ihr Herzilein ein. Leine hatte sie nicht dabei. Vermutlich hört fremder Hund sonst immer, und so...

Kommentarlos schlurfte sie mit fremder Hund am Halsband weiter. Ich konnte mir ein :"Entschuldigung, dass ich hier stand und Ihrem Haustier im Weg war!" nicht klemmen. Statt des erwarteten, leicht beschämten "Oh, tut mir wirklich leid, der ist sonst nicht so"-blablas hörte ich "Ja, denn gehn Se halt nich' ann' Hundestrand, wenn Se dis nich vertragen!" Die Antwort "Der Hundestrand ist circa 500 Meter weiter nach DORT!" quittierte sie mit "Der ist eben auch noch jung!" Meine Antwort, dass sie ja wohl kaum das Alter ihres Hundes mit dem Alter meines Sohnes vergleichen wolle, vertrug sie wohl nicht so gut. Ich durfte mich tatsächlich noch ein wenig beschimpfen lassen.

Dämlich Hundebesitzer (fast) alle miteinander!!!!

...
Hoffe, sie schmort lange in der Hölle dafür.



...
Hoffe, ich treffe sie dort nicht! ;) Immerhin vergißt auch mein Hund gelegentlich seine gute Erziehung und bellt! *schock*




...
Gerade noch hier bei ihr "meine" Geschichte gelesen. Erschreckend! Es ist überall das gleiche. Aber was kann man tun? Wie verhält man sich am besten?

Donnerstag, 24. September 2009

Der Kindergarten

Es klappt einfach super. Ich bin sehr erleichtert, wie schön das funktioniert. Mein Plan ist aufgegangen. Ich hatte sehr viel Zeit für die Eingewöhnung eingeplant (6 Wochen), die ich nun effektiv gar nicht mehr benötige.

Anfangs hat B. noch geweint, wenn ich ging. Doch jetzt ist es seit 2 Wochen so, dass er morgens zwar durch die Kita getragen werden will und auch im Gruppenraum nicht selbst läuft, aber er läßt sich dort von mir problemlos an den Tisch setzen. Ich hole ihm dann ein Spielzeug und beziehe noch mindestens ein anderes Kind in das Spiel mit ein. Nach maximal 3 Minuten sage ich ihm dann, dass ich jetzt gehe und ihn nach dem Mittagsschlaf abholen würde. Dann wird geknutscht und ich gehe los. Er dreht sich noch einmal zur Tür um. Wenn ich draußen bin winke ich und schmeiße ein Kusshändchen. Fertig. Hin und wieder schaue ich dann nach einer Minute noch mal hinein. Er sitzt dann ganz friedlich am Tisch und spielt oder tobt schon durch den Raum. Die Erzieherin hat mir auch bestätigt, dass er nicht mehr weint. Er hat am Tag aber wohl mindestens einen Moment, wo er Nähe braucht. Das Problem hat er ganz alleine gelöst. Er stellt sich dann vor seine Erzieherin, streckt ihr die Arme entgegen und lässt sich drücken. Sie meinte, nach höchstens 10 Sekunden windet er sich wie ein Aal und tut so, als ob sie ihn fest halten würde. Das scheint ihm zu reichen.

Noch mehr Zeichen, an denen ich für mich erkenne, dass er sich dort wohl fühlt:
- Am Sonntag hat sein Vater gesagt, morgen könne er ja wieder mit M. (der Erzieherin) den Kindern spielen. Nach dem Mittagsschlaf packte er seinen Plüschhund ganz fest, und wollte ihn die Tasche packen. Als ich sagte, dass würde jetzt keinen Sinn machen, regte er sich schrecklich auf. Auf dem Wickeltisch konnten wir dann klären, dass er ja nur ein Schläfchen gemacht hätte und leider, leider erst morgen in die Kita könnte. Patsch traf seine kleine Hand die Stirn. Wir haben dann einen Spaziergang am Kindergarten vorbei gemacht. Als er sah, dass dort wirklich niemand war, war er beruhigt.
- Wenn ich frage, ob er mein Süßer sei, nickt er immer ganz doll. Danach sagt er "Papa!". Ich muss dann immer fragen, ob er auch Papas Süßer sei. Dann kommt "Oma!" und so weiter. Vorletztes Wochenende kam dann noch "Ma!" Ich habe kurz überlegen müssen. Vorsichtig habe ich den Namen seiner Erzieherin gesagt. Und er strahlte und nickte. Also fragte ich "Bist du auch M.s Süßer?" Er darauf mit Grinsen im Gesicht "Jaaa!" Was will ich mehr.
- Beim Abholen will er nicht mitkommen. Er spielt noch weiter.
- Bin ich zu früh und störe beim Kaffee trinken, geht er nach dem Essen mit M. in den Waschraum und klammert sich nicht an mich.

Freitag, 21. August 2009

Mehr so allgemein

Die Erzieherin, die B. zugeteilt wurde, scheint ja ein Glücksgriff zu sein. Trotzdem lag ich schon den 2. Abend mit einem Tränchen im Auge im Bett.

Wenn das Leben nicht so verdammt teuer wäre, würde mein Kind noch nicht in die Kita gehen. Mit Bundeserziehungsgeld wäre ich finanziell besser gefahren und hätte dieses miese schlechte Gewissen nicht. Ich sehe, dass in B.s Gruppe deulich jüngere Kinder sind. Und ich frage mich, wie die Eltern das nervlich schaffen. Für mich sind 19 Monate die absolute Untergrenze. Für mich! Ich greife niemanden an, der es anders macht. Ich verstehe es nur nicht.

Ich versuche gerade auszurechnen, wie lange ich welche Summe monatlich über welchen Zeitraum hätte sparen müssen, um 2 Jahre Elternzeit ohne Zuschüsse vom Staat zu überleben. Es gelingt mir nicht.

Falls es nicht klappt mit der Eingewöhnung, werde ich mit B. noch ein weiteres Jahr zu Hause bleiben. Das bedeutet dann auch, dass ich ein weiteres Jahr beinahe jedes Wochenende arbeiten gehe, damit wir finanziell über die Runden kommen. Es bedeutet, dass ich mich (gefühlt!) niiiiie wieder ausschlafen kann. Es würde Streß mit dem Arbeitgeber bedeuten. Und nicht zuletzt zu vielen Streitereien mit dem Vater führen.

Zum Glück gab es bisher keine Dramen im Kindergarten. Ich hoffe, heute hat B. Spaß. Die nächste Woche wird dann richtig spannend. Immerhin wird dann das erste Mal in der Kita gegessen und geschlafen.

Wenn doch mal alles so einfach wär....

Dienstag, 18. August 2009

Trickser

Gestern schrieb ich ja nun, wie gut das mit der Schlaferei bei uns klappt. Logischerweise muss mein Sohn gestern noch eine kleine Probe seines Könnens abliefern.

Eigentlich sollte er schon lange schlafen. Allein: bei dem Lärm, den er veranstaltete, hätte ich das auch nicht gekonnt. Also ging ich zu ihm. Er steht im Bett, den Nuckel lässig im Mundwinkel und fasst sich in den Schritt. Irgendwie hat sich das hier so als Zeichen für "Windel voll, benötige Boxenstopp" eingebürgert. Kurzes Nachdenken.
"Nein, ich habe dir gerade die Hose frisch gemacht. Das kann nicht sein. Leg dich mal hin!"

10 Minuten später erneutes Klagen aus dem Schlafzimmer. Ich hörte mir das eine Weile an, denn manchmal spielt er nur so heftig, dass das Bett wackelt. Aber er beruhigte sich nicht. Also ging ich hin. Prince Charming hing wieder lässig in der Bettecke und zeigte "Durst". (Babyzeichen, kennt das noch irgendwer? Wir hatten das halbherzig angefangen. B. machte damit alleine weiter.)
"Willst du etwas trinken?"
"Ja!"
Ich holte seine Tasse. Gab sie ihm. Und er trank den winzigsten Schluck in der Geschichte der Menschheit. Sippppp! Fertig.
"Leg dich jetzt hin und schlaf schön!"
Kuß und raus.

Kurz darauf lauter Protest! Dringend und sofort müsse ich kommen. Im Bett mein Kind in gewohnter Pose. Wir nennen das hier übrigens gern den "Michael-Jackson-Gedächtnisgriff". Und wichtig zu wissen: das heißt hier schon ewig so. ;) Also, ich stand wie gesagt im Schlafzimmer und schaute mein Kind fragend an. Er sieht mich an und sagt "A-A!" Ich glaubte es zwar nicht ganz, aber so viel Einsatz wird hier belohnt. Also nahm ich mein Kind leise und im Dunkeln. Trug ihn durch die dunkle Wohnung. Flüsterte, dass draußen alles dunkel sei und alle Leute schon schliefen. Und dann legte ich ihn auf den Wickeltisch. B. machte große Augen. Ich öffnete die Windel und sah -nichts! Und wie ich ihn so liegen sah, musste ich plötzlich sehr grinsen. Er strahlte mich auch an, schlug die Hand vor den Mund und kicherte los.
"Da hast du mich ja schön veräppelt!"
Gnihihihi! Er beruhigte sich erst nach gefühlten 10 Minuten.

Danach war endlich Ruhe.

Montag, 8. Juni 2009

Brüller!

Gefunden bei ihr habe ich dieses Video. Und weil ich den Text in der Geschwindigkeit leider nicht komplett verstanden habe, suchte ich ein wenig -und ZACK! Hier dann nochmal mit Untertitel. HERRLICHER Spaß!

Ich geh dann schon mal üben...

Edit 11.Juni: Schade, die "Nachbauten" mit Untertitel sind leider alle verschwunden.