Am Sonntag waren wir, also: Papa, Mama, Hund (Mitte-Wade-hoch, fast 7 Jahre alt) und Sohn (bald 2), am Ostseestrand.
Großer, sabbernder (sic!) Hund kommt angerast. Das Frauchen latscht in weiter Ferne, sehr lässig und desinteressiert, vor sich hin. Ich, mittlerweile kampferprobt, nehme den Sohn hoch. Unser Hund muss (leider!) für sich selbst kämpfen. Fremder Hund rast auf uns zu, wie gesagt. Kommt näher, bellt wie besessen und springt an mir hoch. Wie gesagt, ich habe mein Kind auf dem Arm! Mein Hund wird dann immer sehr hektisch und versucht den Angreifer vom Rudelchef (icke eben) und Juniorchef zu vertreiben. Leider erleben wir so eine Situation nicht das erste Mal und der Streßlevel ist dementsprechend hoch bei mir und bestestetes Hund von allen. Fremder Hund stürzt sich auf meinen Hund. Geknurre, Gekläffe, Gebelle -ICH HASSE DAS!!! Hund tobt mehrfach auf mich zu und springt an mir hoch. Ich mache alles, was ich je über solche Situationen lernte (Hundeschule -wir waren dort!!!) und las. Ich habe Blickkontakt vermieden und eine defensive Haltung eingenommen, sprich: dem Hund mit gesenktem Kopf die Seite/das Gesäß zugekehrt. Fremder Hund wurde immer wilder. Spielen sieht definitiv anders aus. Frauchen von fremder Hund kam nach einigen Minuten (gefühlten Stunden!) lahm an geschnauft. Fremder Hund wurde lahmarschig mit "Nu komm ma her, fremder Hund. Lass das mal!" an geschnauft. Zu mir sagt Fremder Hund-Frauchen nix, fängt aber wenigstens (die verdammte Dreckstöle) ihr Herzilein ein. Leine hatte sie nicht dabei. Vermutlich hört fremder Hund sonst immer, und so...
Kommentarlos schlurfte sie mit fremder Hund am Halsband weiter. Ich konnte mir ein :"Entschuldigung, dass ich hier stand und Ihrem Haustier im Weg war!" nicht klemmen. Statt des erwarteten, leicht beschämten "Oh, tut mir wirklich leid, der ist sonst nicht so"-blablas hörte ich "Ja, denn gehn Se halt nich' ann' Hundestrand, wenn Se dis nich vertragen!" Die Antwort "Der Hundestrand ist circa 500 Meter weiter nach DORT!" quittierte sie mit "Der ist eben auch noch jung!" Meine Antwort, dass sie ja wohl kaum das Alter ihres Hundes mit dem Alter meines Sohnes vergleichen wolle, vertrug sie wohl nicht so gut. Ich durfte mich tatsächlich noch ein wenig beschimpfen lassen.
Dämlich Hundebesitzer (fast) alle miteinander!!!!
...
Hoffe, sie schmort lange in der Hölle dafür.
...
Hoffe, ich treffe sie dort nicht! ;) Immerhin vergißt auch mein Hund gelegentlich seine gute Erziehung und bellt! *schock*
...
Gerade noch hier bei ihr "meine" Geschichte gelesen. Erschreckend! Es ist überall das gleiche. Aber was kann man tun? Wie verhält man sich am besten?
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Montag, 28. September 2009
Mittwoch, 28. Januar 2009
Ödnis und Leere
Achtung! Jammer-Content!!! Nichts für schwache Nerven!!!
Ich bin kürzlich gefragt worden, ob man als Mutter wirklich so einseitig würde und ob die Gesprächsinhalte mit anderen Eltern sich wirklich auf dem Niveau "Also mein Torben-Henrik konnte mit 2 schon lesen" und "Friederike schläft seit sie 4 Monate ist durch" bewegen würden. Und ob es so sei, dass es "zu lesen[...]nur noch Kinderbücher" gäbe "und im Fernsehen laufen nur die Teletubbies?" Meine Antwort: absolut! Genau so ist es!
Ja, man wird recht einseitig als Muttertier. An manchen Tagen spreche ich nur am Telefon mit anderen Erwachsenen. Meist mit meiner Mutter oder mit einer Freundin. Die ist dann entweder selbst Jung-Mutter oder bereits im Profi-Level (Kind pubertiert heftig) oder kinderlos & neugierig (=sensationsgeil). Immer wird über den Kleinen gesprochen. Weggehen war irgendwie bisher nicht drin. Ich denke aber, ich gehe bald am Wochenende "auf Piste". Der Kleine schläft zwar noch nicht durch, aber immerhin ißt er jetzt "anständige" Sachen zum Abendbrot. Mit viel Glück nimmt meine Mutter ihn über Nacht. Angeboten hat es mir längst. Bisher fand ich es aber noch zu früh.
Mit anderen Müttern zu kommunizieren, ist auch nicht immer einfach. In der Krabbelgruppe läuft wirklich so ein kleiner Konkurrenzkampf: welche Mutter schläft am wenigsten, wessen Kind trinkt am meisten, welches Kind hat als erstes Zähne bekommen, wie laut und lange brüllte es dabei, wer konnte wann was... Langweilig und ätzend. Ich hab mir aufgeschrieben, wann B. irgendetwas konnte/hatte, hab die genauen Daten aber nicht im Kopf -im Gegensatz zu den anderen Müttern und Vätern dort. Es entwickelt(e) sich (bisher) auch kein Gespräch über Kunst, Kultur, Wissenschaft oder Politik. Wenn gesprochen wird, dann nur über das eigene, perfekte Kind oder über das andere Kind, das ja sooo niedlich/begabt/hübsch angezogen etc. sei.
Und wie jetzt Teletubbies im TV? Welcher Fernseher? Ich komme kaum noch dazu, die Kiste an zuschalten. Morgens stehe ich mit dem Kind auf. Wickeln, Anziehen, Spielen. Selbst schnell duschen. Frühstück. Spielen. Dann mache ich Haushalt, spiele, koche. Wickeln. Evtl. gehe ich noch einkaufen mit Kind, ohne Hund. Dann noch eine Runde ohne Einkäufe, dafür mit Kind und Hund. Wickeln. Halb zwölf gibt es Essen. Dann schlinge ich mein Essen hinunter und bringe den Zwerg schlafen. Wenn ich viel Glück habe, ist eine Stunde Ruhe getutet. Wenn ich Peche habe, klingelt es oder der Hund bellt oder es kommt zu einer Revolte im Treppenhaus und er ist nach 10-20 Minuten wieder wach. (so wie heute. *seufz* ) Meine "Freizeit", z.B.den Mittagsschlaf, verbringe ich am PC. Dann geht die Zucht mit dem Zwerg von vorne los: Windeln, spielen, essen, spielen, Spaziergang mit Hund und Kind, falls morgens nicht geschafft. Essen, 2.Mittagschlaf (siehe oben), wickeln, spielen, wickeln, Schlafanzug, essen, schlafen. Wenn er einen schlechten Tag hat, schläft er zwar nach ca. 1h gg. 20:00 oder 21:00 Uhr ein, wird aber nach ca. 30-60 Min. wieder wach und braucht eine weitere Stunde, um wieder in den Schlaf zu finden. Mitgerechnet? Genau, wenn ich Pech habe, ist es Zehn oder Elf Uhr am Abend. Dann bleibe ich manchmal noch eine halbe Stunde länger auf, so rein aus Prinzip. Danach falle ich auch ins Bett. Ach ja, in der Zeit zwischen erstem Einschlafen am Abend und erstem Aufwachen am Abend muß ich oft auch noch mit dem Hund raus. Ich vergaß... Nachts werde ich mindestens 2x geweckt.
Morgens stehe ich mit dem Kleinen auf. Meist sehe ich schlecht aus. Augenringe, wirre Haare, Kissenabdruck im Gesicht. Hin und wieder schaffe ich es zum Friseur. Fällig ist der Besuch dort seit Anfang Dezember. Da riet mir meine Mutter aber zu warten. Hä? Wieso? Sie hatte einen Gutschein besorgt! Herrlich! Leider war dann der Kleine krank. Dann habe ich mich angesteckt. Dann war zuviel zu tun. Ich wurde erneut krank. Die Friseurin hatte Urlaub. Jetzt wäre ich bereit, nun habe ich aber erst wieder Montag jemanden, der auf den Kleinen aufpaßt. Ich sehe aus wie ein Wookie.
Ich bin kürzlich gefragt worden, ob man als Mutter wirklich so einseitig würde und ob die Gesprächsinhalte mit anderen Eltern sich wirklich auf dem Niveau "Also mein Torben-Henrik konnte mit 2 schon lesen" und "Friederike schläft seit sie 4 Monate ist durch" bewegen würden. Und ob es so sei, dass es "zu lesen[...]nur noch Kinderbücher" gäbe "und im Fernsehen laufen nur die Teletubbies?" Meine Antwort: absolut! Genau so ist es!
Ja, man wird recht einseitig als Muttertier. An manchen Tagen spreche ich nur am Telefon mit anderen Erwachsenen. Meist mit meiner Mutter oder mit einer Freundin. Die ist dann entweder selbst Jung-Mutter oder bereits im Profi-Level (Kind pubertiert heftig) oder kinderlos & neugierig (=sensationsgeil). Immer wird über den Kleinen gesprochen. Weggehen war irgendwie bisher nicht drin. Ich denke aber, ich gehe bald am Wochenende "auf Piste". Der Kleine schläft zwar noch nicht durch, aber immerhin ißt er jetzt "anständige" Sachen zum Abendbrot. Mit viel Glück nimmt meine Mutter ihn über Nacht. Angeboten hat es mir längst. Bisher fand ich es aber noch zu früh.
Mit anderen Müttern zu kommunizieren, ist auch nicht immer einfach. In der Krabbelgruppe läuft wirklich so ein kleiner Konkurrenzkampf: welche Mutter schläft am wenigsten, wessen Kind trinkt am meisten, welches Kind hat als erstes Zähne bekommen, wie laut und lange brüllte es dabei, wer konnte wann was... Langweilig und ätzend. Ich hab mir aufgeschrieben, wann B. irgendetwas konnte/hatte, hab die genauen Daten aber nicht im Kopf -im Gegensatz zu den anderen Müttern und Vätern dort. Es entwickelt(e) sich (bisher) auch kein Gespräch über Kunst, Kultur, Wissenschaft oder Politik. Wenn gesprochen wird, dann nur über das eigene, perfekte Kind oder über das andere Kind, das ja sooo niedlich/begabt/hübsch angezogen etc. sei.
Und wie jetzt Teletubbies im TV? Welcher Fernseher? Ich komme kaum noch dazu, die Kiste an zuschalten. Morgens stehe ich mit dem Kind auf. Wickeln, Anziehen, Spielen. Selbst schnell duschen. Frühstück. Spielen. Dann mache ich Haushalt, spiele, koche. Wickeln. Evtl. gehe ich noch einkaufen mit Kind, ohne Hund. Dann noch eine Runde ohne Einkäufe, dafür mit Kind und Hund. Wickeln. Halb zwölf gibt es Essen. Dann schlinge ich mein Essen hinunter und bringe den Zwerg schlafen. Wenn ich viel Glück habe, ist eine Stunde Ruhe getutet. Wenn ich Peche habe, klingelt es oder der Hund bellt oder es kommt zu einer Revolte im Treppenhaus und er ist nach 10-20 Minuten wieder wach. (so wie heute. *seufz* ) Meine "Freizeit", z.B.den Mittagsschlaf, verbringe ich am PC. Dann geht die Zucht mit dem Zwerg von vorne los: Windeln, spielen, essen, spielen, Spaziergang mit Hund und Kind, falls morgens nicht geschafft. Essen, 2.Mittagschlaf (siehe oben), wickeln, spielen, wickeln, Schlafanzug, essen, schlafen. Wenn er einen schlechten Tag hat, schläft er zwar nach ca. 1h gg. 20:00 oder 21:00 Uhr ein, wird aber nach ca. 30-60 Min. wieder wach und braucht eine weitere Stunde, um wieder in den Schlaf zu finden. Mitgerechnet? Genau, wenn ich Pech habe, ist es Zehn oder Elf Uhr am Abend. Dann bleibe ich manchmal noch eine halbe Stunde länger auf, so rein aus Prinzip. Danach falle ich auch ins Bett. Ach ja, in der Zeit zwischen erstem Einschlafen am Abend und erstem Aufwachen am Abend muß ich oft auch noch mit dem Hund raus. Ich vergaß... Nachts werde ich mindestens 2x geweckt.
Morgens stehe ich mit dem Kleinen auf. Meist sehe ich schlecht aus. Augenringe, wirre Haare, Kissenabdruck im Gesicht. Hin und wieder schaffe ich es zum Friseur. Fällig ist der Besuch dort seit Anfang Dezember. Da riet mir meine Mutter aber zu warten. Hä? Wieso? Sie hatte einen Gutschein besorgt! Herrlich! Leider war dann der Kleine krank. Dann habe ich mich angesteckt. Dann war zuviel zu tun. Ich wurde erneut krank. Die Friseurin hatte Urlaub. Jetzt wäre ich bereit, nun habe ich aber erst wieder Montag jemanden, der auf den Kleinen aufpaßt. Ich sehe aus wie ein Wookie.
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Dienstag, 20. Januar 2009
Was für ein Tag!
Alles ist heute falsch. Fragt nur meinen Sohn!
Um 0:00Uhr war die Nacht offiziell beendet. Da wurde er nämlich wach. Mit Gebrüll, Geschrei und vielen Tränen. Trösten und der Nuckel halfen nicht. Ursachenforschung wurde betrieben: Windel voll, Hunger, zu kalt, zu warm, Fieber? Nichts Auffälliges dabei. Aber das Kind weinte und greinte die ganze restliche "Nacht". Ab 6:30Uhr war er endgültig richtig wach. Das erkannte ich daran, dass das Quengeln lauter und noch heftiger wurde. Irgendwann sind wir aufgestanden. Meine Erkältung und ich hätten gerne wenigstens noch ein Stündchen geschlafen...
Der Rest des Tages ist bisher fürchterbar bis mittelschrecklich. Er weint und weint und weint.
Frühstück: Brot will er selber essen. Natürlich fliegt es Sekunden später auf den Boden. Er wird gefüttert, er heult. Er bekommt noch ein Stück Brot zum selber essen - und es lernt umgehend fliegen.
Spielzeit: Die Musik soll dudeln. (Ich mag das nicht, gebe heute aber nach.) Bilderbücher sollen angeschaut werden. Ich mache die Musik aus, weil ich nicht gerne gegen jaulende Kinderchöre anlese. Ergebnis: ein plärrendes Kind. Das Bilderbuch soll nicht vorgelesen werden; er will blättern. Das klappt heute nicht so gut -> Gejammer. Aus dem Fenster gucken ist heute auch doof.
Mittag: Kartoffeln, Spinat und Ei. 5 Bissen, dann lernt der Spinat auch fliegen. Ich bemühe mich und Frohsinn und Heiterkeit. Er bekommt eine halbe Banane. Geheule, denn er will den Pudding vom Papa.
Mittagschlaf heute mal ohne Probleme. Wird aber unter Gejammer und Geheule, mit dicken Tränen wach.
Seitdem überlege ich krampfhaft, warum ich gerade nochmal eine Familie wollte...
Im Spielzimmer klappt heute gar nichts. Ich stelle ihn hinein und prompt hat er eine Beule, weil er sich absichtlich mit geschlossenen Augen(!) in meine Richtung fällt und natürlich gegen den Türrahmen knallt. Beim Laufen sind ihm seine Füße im Weg. Beim Krabbeln schleift er Massen von Spielzeug unter seinem Bauch mit. Er wirft sich außerdem bei jeder sich bietenden Gelegenheit nach hinten und stößt sich den Kopf. Noch ein Grund mehr, wie am Spieß zu schreien. So gellend laut!!! Mein Trommelfell flattert schon mit.
Das Wetter ist mies. Trotzdem muss ich gleich noch hinaus. Der Hund muß pieseln. Ich bin frustriert. Denke intensiv übers Zigaretten holen nach... :(
PS: Sind es die Zähne? Kann es von den Impfungen gestern kommen? Oder hat mein Sohn einfach "nur" mal einen richtig miesen Tag?
Um 0:00Uhr war die Nacht offiziell beendet. Da wurde er nämlich wach. Mit Gebrüll, Geschrei und vielen Tränen. Trösten und der Nuckel halfen nicht. Ursachenforschung wurde betrieben: Windel voll, Hunger, zu kalt, zu warm, Fieber? Nichts Auffälliges dabei. Aber das Kind weinte und greinte die ganze restliche "Nacht". Ab 6:30Uhr war er endgültig richtig wach. Das erkannte ich daran, dass das Quengeln lauter und noch heftiger wurde. Irgendwann sind wir aufgestanden. Meine Erkältung und ich hätten gerne wenigstens noch ein Stündchen geschlafen...
Der Rest des Tages ist bisher fürchterbar bis mittelschrecklich. Er weint und weint und weint.
Frühstück: Brot will er selber essen. Natürlich fliegt es Sekunden später auf den Boden. Er wird gefüttert, er heult. Er bekommt noch ein Stück Brot zum selber essen - und es lernt umgehend fliegen.
Spielzeit: Die Musik soll dudeln. (Ich mag das nicht, gebe heute aber nach.) Bilderbücher sollen angeschaut werden. Ich mache die Musik aus, weil ich nicht gerne gegen jaulende Kinderchöre anlese. Ergebnis: ein plärrendes Kind. Das Bilderbuch soll nicht vorgelesen werden; er will blättern. Das klappt heute nicht so gut -> Gejammer. Aus dem Fenster gucken ist heute auch doof.
Mittag: Kartoffeln, Spinat und Ei. 5 Bissen, dann lernt der Spinat auch fliegen. Ich bemühe mich und Frohsinn und Heiterkeit. Er bekommt eine halbe Banane. Geheule, denn er will den Pudding vom Papa.
Mittagschlaf heute mal ohne Probleme. Wird aber unter Gejammer und Geheule, mit dicken Tränen wach.
Seitdem überlege ich krampfhaft, warum ich gerade nochmal eine Familie wollte...
Im Spielzimmer klappt heute gar nichts. Ich stelle ihn hinein und prompt hat er eine Beule, weil er sich absichtlich mit geschlossenen Augen(!) in meine Richtung fällt und natürlich gegen den Türrahmen knallt. Beim Laufen sind ihm seine Füße im Weg. Beim Krabbeln schleift er Massen von Spielzeug unter seinem Bauch mit. Er wirft sich außerdem bei jeder sich bietenden Gelegenheit nach hinten und stößt sich den Kopf. Noch ein Grund mehr, wie am Spieß zu schreien. So gellend laut!!! Mein Trommelfell flattert schon mit.
Das Wetter ist mies. Trotzdem muss ich gleich noch hinaus. Der Hund muß pieseln. Ich bin frustriert. Denke intensiv übers Zigaretten holen nach... :(
PS: Sind es die Zähne? Kann es von den Impfungen gestern kommen? Oder hat mein Sohn einfach "nur" mal einen richtig miesen Tag?
Montag, 19. Januar 2009
Deutliche Antwort
B. hat heute für gute Stimmung beim Arzt gesorgt. Wir warteten mit noch 2 anderen Kindern plus zugehörigem Elternteil auf die Ärztin. B. war ein wenig hibbelig und hoppelte auf meinem Schoß herum. Für sein Stoffbilderbuch konnte er sich nicht so recht begeistern. Also fragte ich, ob er aus dem Fenster schauen wolle. Die klare, laute und sehr gut verständliche Antwort war: "Ja!" Knuffig, der Zwerg! Die anderen Eltern haben sich fast naß gemacht vor Lachen. Und einer der Väter meinte, das sei ja nun wohl recht deutlich gewesen.
Die Impfung (von der ich mal wieder nicht wußte, dass sie heute dran ist *schäm*) hat B. wie immer gut weg gesteckt. Einmal kurz geweint bei Spritze Nr.2, sonst wieder nur Gegrinse und Schäkern mit Ärztin und Schwester. Ein wirklich tolles Kind haben wir. Mit viel Glück gehen wir erst wieder im Mai zur nächsten Impfung.
Die Impfung (von der ich mal wieder nicht wußte, dass sie heute dran ist *schäm*) hat B. wie immer gut weg gesteckt. Einmal kurz geweint bei Spritze Nr.2, sonst wieder nur Gegrinse und Schäkern mit Ärztin und Schwester. Ein wirklich tolles Kind haben wir. Mit viel Glück gehen wir erst wieder im Mai zur nächsten Impfung.
Sonntag, 18. Januar 2009
Freßmade
Heute frühstückte der Kleine zum ersten Mal so richtig mit uns. Die ersten Versuche scheiterten ja leider kläglich. Heute morgen sah es nun auch erst nicht so aus, als ob es gut ginge. Er bekam ein Stück trockenes Brot. Nun weiß er aber, dass Bananen unheimlich lecker sind. Und er weiß, wo ich seine neueste Leib- und Magenspeise vor ihm versteckte. Und er kann relativ deutlich zeigen, was er meint. Also saß er in seinem Hochstuhl und zeigte in Richtung der Bananen und sprach "Aaaah!" Ich habe das mal in ein freundliches "Liebe Mama, bitte gib mir doch ein Stück von der leckeren Frucht dort drüben." um gedeutet. Nachdem er eine komplette Banane vertilgt hatte, sprach er wieder "Aaaaah!" Da hat es mir gereicht. Ich gab ihm einfach etwas von meinem Pflaumenmusbrot ab. Es öffneten sich neue kulinarische Welten für ihn! Wer jemals gesehen hat, wie sich das Gesicht eines Kindes verzieht, wenn es etwas neues kostet, weiß, was ich meine. Süß! Lecker! Mehr!!! Er hat ein halbes Brot geschafft, donnenrd gerülpst und gegrinst. Ich nahm es als Kompliment.
Luftballons
Der Kleine hat mich gestern wirklich überrascht. Es liegen ja immer mächtig viele Luftballons vom Kindergeburtstag in der letzten Woche hier herum. B. findet die total klasse und spielt jeden Tag damit. Nun sind wir ja noch sehr über engagiert; er ist ja unser erstes Kind. ;) Also üben wir nebenher noch die Farben.
Jedenfalls saßen wir am Boden und spielten. Und ich bat B. den roten Luftballon zu suchen. Der lag direkt hinter ihm. (Dort kann man Sachen momentan immer noch am besten verstecken.) Der Kleine krabbelte aber hinter den Laufstall. Ich dachte nun aber, er will wieder zum Hund. Also sagte ich zu ihm, er solle zurück kommen. Der Luftballon läge ja hier. Grummeliges Quieken hinter dem Laufstall, Gegrabbel. Als er wieder auftauchte, hielt er einen roten Ballon in der Hand. Irre!
Und nur, um mal so nebenher: der Trick funktioniert auch mit Bauklötzen und Bechern.
Jedenfalls saßen wir am Boden und spielten. Und ich bat B. den roten Luftballon zu suchen. Der lag direkt hinter ihm. (Dort kann man Sachen momentan immer noch am besten verstecken.) Der Kleine krabbelte aber hinter den Laufstall. Ich dachte nun aber, er will wieder zum Hund. Also sagte ich zu ihm, er solle zurück kommen. Der Luftballon läge ja hier. Grummeliges Quieken hinter dem Laufstall, Gegrabbel. Als er wieder auftauchte, hielt er einen roten Ballon in der Hand. Irre!
Und nur, um mal so nebenher: der Trick funktioniert auch mit Bauklötzen und Bechern.
Freitag, 16. Januar 2009
Kein Fieber bisher!
Puh! Ein Glück, dass es bisher nicht nach Scharlach aussieht. Kind hat 36,8°C. Allerdings habe ich immer noch einen kratzigen Hals. Der Zwerg liegt im Bett und hustet hin und wieder. Ich schätze mal, das liegt daran, dass er immer noch laut schnattert und versucht zu toben.
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Großes Bäh!
Eine überquellende, auslaufende Windel direkt nach dem Mittagsschlaf ist eklig. Heute war es so schlimm, dass ich einfach nicht mehr weiter wusste.
Der Kleine stand auf dem Wickeltisch. Ich hatte bis dahin nur gerochen, was da so los sein mochte. Die Strumpfhose ging noch gut bis in die Kniekehle. Dann war Schluss. Das war dann nämlich der Moment, in dem ich bemerkte, wie schlimm es wirklich war. Es war erst warm an meiner Hand -und dann kühlte die Masse langsam ab. Iiiiiiiiiiiiiih!
Da stand er also, die Hose auf Halbmast. Und weil der Windelinhalt nicht nur in der Strumpfhose hing, sondern auch im Body, ging es irgendwie nicht weiter. Das Kind musste aus den Sachen raus. Aber OHNE, dass er sich auf den Wickeltisch setzt. Ähm, ja...
Also ab ins Bad. Zwergi in die Wanne verfrachtet und dort aus den ganzen Klamotten gepopelt. (Erwähnte ich schon, wie sehr mich die Kälte und die daraus resultierende hohe Zahl der Kleidungsstücke stört?!) Die Windel auf die eine Ecke der Wanne, den Body auf die andere. Pulli und Shirt vor die Waschmaschine. Kind warm abgeduscht.
Bemerkt, dass der Abfluß der Wanne verstopft ist. Zugesehen, wie das Wasser (und noch so einiges anderes...) seeeeehr langsam abläuft, während der arme Zwerg zu frieren begann. Leise, mit freundlicher Stimme geflucht. Versucht wenig zu atmen.
Irgendwann konnte ich frisches, warmes Wasser einlaufen lassen. Kind glücklich, dass schon wieder die tollen Gummitiere bespaßt werden durften. Heftiges Planschen. Jedoch -die Wärme und die Windel bzw. der Body direkt in Nasenhöhe...
Ich hatte so schreckliche Angst zu ERSTINKEN!!!
Ich sah die Schlagzeile schon direkt vor meinem geitigen Auge. Wie durch ein Wunder habe ich dennoch überlebt.
Der Kleine stand auf dem Wickeltisch. Ich hatte bis dahin nur gerochen, was da so los sein mochte. Die Strumpfhose ging noch gut bis in die Kniekehle. Dann war Schluss. Das war dann nämlich der Moment, in dem ich bemerkte, wie schlimm es wirklich war. Es war erst warm an meiner Hand -und dann kühlte die Masse langsam ab. Iiiiiiiiiiiiiih!
Da stand er also, die Hose auf Halbmast. Und weil der Windelinhalt nicht nur in der Strumpfhose hing, sondern auch im Body, ging es irgendwie nicht weiter. Das Kind musste aus den Sachen raus. Aber OHNE, dass er sich auf den Wickeltisch setzt. Ähm, ja...
Also ab ins Bad. Zwergi in die Wanne verfrachtet und dort aus den ganzen Klamotten gepopelt. (Erwähnte ich schon, wie sehr mich die Kälte und die daraus resultierende hohe Zahl der Kleidungsstücke stört?!) Die Windel auf die eine Ecke der Wanne, den Body auf die andere. Pulli und Shirt vor die Waschmaschine. Kind warm abgeduscht.
Bemerkt, dass der Abfluß der Wanne verstopft ist. Zugesehen, wie das Wasser (und noch so einiges anderes...) seeeeehr langsam abläuft, während der arme Zwerg zu frieren begann. Leise, mit freundlicher Stimme geflucht. Versucht wenig zu atmen.
Irgendwann konnte ich frisches, warmes Wasser einlaufen lassen. Kind glücklich, dass schon wieder die tollen Gummitiere bespaßt werden durften. Heftiges Planschen. Jedoch -die Wärme und die Windel bzw. der Body direkt in Nasenhöhe...
Ich hatte so schreckliche Angst zu ERSTINKEN!!!
Ich sah die Schlagzeile schon direkt vor meinem geitigen Auge. Wie durch ein Wunder habe ich dennoch überlebt.
Donnerstag, 15. Januar 2009
So ein Kratzen im Hals...
...habe ich jetzt auch schon!
Aber von vorne: B. und ich waren heute das erste Mal bei der Krabbelgruppe im örtlichen Kindergarten. Ich habe heute gelernt, dass die veranschlagte Vorbereitungs- und Wegzeit mit einem kleinen Jungen nie, nie, niemals zu lang sein kann. Ich mußte mich ziemlich beeilen. Anfangs hatte ich noch Angst, dass wir zu spät kämen. Im Kindergarten angekommen, stellte ich fest, dass wir die Ersten waren. (Yeah, wir haben gewonnen!)
Wir haben uns beide in aller Ruhe im großen Spielzimmer umgesehen. Mir gefällt es dort gut. Die Ausstattung ist nicht alt oder schrabbelig, sondern genau passend für kleinere Kinder. Es gibt an den Wänden Regale mit Spielsachen, die ich für Kinder bis ca. 3Jahren genau richtig finde. Was mir am meisten gefiel, war die Tatsache, dass es mehrere gleiche Spielzeuge einer Sorte gab, z.B. 4 Motorikschleifen, 5 LKW, viele Bücher aus Pappe und noch mehr Bilderbücher. an der einen Seite des Raumes steht ein kleiner Spielpodest, der über eine Treppe zu erreichen ist. in der Mitte des Raumes lagen mehrere ca. 1x1m große mit Teppich bezogene Holzelemente. Diese waren teilweise von Bodenniveau bis auf ca. 30cm schräg ansteigend, teils auch einfach nur 30cm oder 50cm hoch. Eines der Elemente hatte eine starke Acrylglasplatte und an der Seite eine Öffnung. Kinder können also einerseits darauf klettern und hinein gucken und andererseits auch an der Seite hinein krabbeln wie in eine Höhle. Mit viel Glück lernt Ben nun bald, dass große Höhe auch tiefer Fall bedeutet. An einer anderen Wand hängt genau in Kinderkopfhöhe ein großer Spiegel, der ca, 1,5m breit ist. (Klasse, so konnte ich den richtigen Sitz der Frisur kontrollieren.) Die Fensterfront ist zur Hälfte komplett verglast, so dass man auf den Spielplatz schauen kann. B. fand es ganz toll, als draußen große Kinder vorbei liefen.
Nach etwa 10 Minuten trudelten so nach und nach die anderen Eltern ein. Insgesamt waren es 4 Mütter und ein Vater mit je einem Kind. Die anderen Kinder sind jünger als B. 2 Kinder sind acht Monate alt. Ein kleiner Junge ist 10 Monate alt. Und das andere kleine Mädchen schätze ich auf 5-6 Monate. (Ich habe vergessen zu fragen.) Der Junge ist ein richtiger kleiner Überflieger. Er krabbelt schon Treppen hoch, beginnt zu laufen und brabbelte fröhlich vor sich hin. Die 8 Monate alten Kinder haben sich lieb gegenseitig auf das naheliegenste Körperteil gehauen und dabei fröhlich gegiggelt und gegrinst. Und mein Sohn? Anfangs saß er stocksteif da und hat alle beim auskleiden und ausgekleidet werden beobachtet. Völlig reglos beobachtete er, wie die anderen Kinder anfingen zu spielen und zu krabbeln. Irgendwann drehte er sich herum an versteckte sein Gesicht. Hoppla! Damit hatte ich nicht gerechnet. Immerhin schäkert er sonst wie ein Wilder mit allen Anwesenden. Eine Viertelstunde lang saß er auf meinem Schoß und guckte nur. Ich habe irgendwann ganz leise in sein Ohr geflüstert, dass ja alles seine Richtigkeit hätte und er ruhig spielen gehen dürfe. Nachdem ich ihn dann fast unbemerkt vor mir auf die Erde geschoben hatte, lächelte er dann auch das erste Mal die Frau neben mir an. Gut, also weiter. Ich habe ihm dann Autos und ein großes Schaukelkrokodil gezeigt. Er taute langsam auf. Für eine Weile klappte alles prima. Allerdings war ich sehr überrascht, dass der selbe kleine Junge, der hier immer gackernd um die nächste Ecke verschwindet, in der fremden Umgebung nicht weiter als 1-1,5m von mir entfernt sein wollte. Am liebsten wäre ihm, glaube ich, dauernder Körperkontakt gewesen. Nach einiger Zeit "spielte" er auch mit dem anderen Jungen. Was man in dem Alter so spielen nennt... Sie nahmen sich gegnseitig die Spielsachen weg und versuchten danach immer noch dem anderen mit der Beute eins überzuziehen. Ich fands witzig, der andere Vater sah es wohl auch gelassen. Die restlichen Mamis waren da noch etwas vorsichtiger. Aber wer gesehen hat, was Kinderköpfe und -knie so alles aushalten, wird wohl eben unweigerlich entspannter mit der Zeit. Irgendwann kiptte bei B. dann leider die Stimmung. Als ich zum drölfzigtausendsten Mal "Bah! Ist ja eklig! Nimm das aus dem Mund!" sagte, kam wieder mein "Sonnenschein" zum Vorschein. Brüllen, nach hinten fallen lassen, Mangatränen durch die Gegend spritzen. Der an wesende Vater sagte vorsichtig etwas Verständnisvolles. Ich konnte allerdings die Worte "Ach du Schei*e! Hat er das öfter?!" deutlich auf seiner Stirn lesen. Danach sagte ioch dann brav mein Sprüchlein auf: ja, das käme schon hin und wieder vor (Finger heimlich gekreuzt), nein, das kam ganz plötzlich als er etwa 10 Monate alt war (Bäh!), ja, er ist ein *räusper* willensstarkes Kind. Müssen die ja nicht wissen, dass ich hin und wieder "Du alter Mistbock!" statt "He, du kleine Zicke!" zu ihm sage, wenn wir alleine sind... ;)
Ich war noch sehr verwundert, warum mich eine der anwesenden Mütter fragte, ob Mumps und Scharlach das gleiche seien. Auf meine Antwort, dass dem nicht so sei und die logischerweise folgende Frage, warum sie das wissen wolle, erklärte sie mir, dass am Aushang im Eingangsbereich des Kindergartens ein Info-Blatt hinge. Eines der Kinder hätte wohl Scharlach. Nachdem nun aber schon über eine halbe Stunde vergangen waren, kam eine Flucht vor den bösen Keimen auch nicht mehr in Frage. Mist! Hätte ich mal nicht den Kindergarten wie ein Rollkommando gestürmt, wäre mir der Zettel sicher auch aufgefallen. So heißt es hier nun abwarten und das Beste hoffen. Bitte mal die Daumen drücken!
Insgesamt war das heute ein positives Erlebnis. Nächste Woche gehe ich dort jedenfalls wieder hin. Wir müssen ja auch für September üben. :)))
An den anderen Müttern habe ich bemerkt, wie routiniert ich in dem ersten Jahr geworden bin. Und wie entspannt eigentlich. Ich mache mich nicht mehr verrückt mit der Frage, ob mein Kind genug trinkt, nur als Beispiel. Eine der Mütter war ganz besorgt, weil das Kind so wenig trinkt. Kommentar von Überfliegervater war, dass sein Kind ja so 3-4 große Becher Tee tränke. Ich beruhigte sie mit der Info, dass mein Sohn bisher noch nie mehr als 150ml Wasser oder Tee am Tag getrunken habe und trotzdem schon mehr als ein Jahr überlebt hätte. Sie sah mich ganz erschüttert an. Ja, sorry! Kinder sind eben verschieden. War ich auch mal so verkrampft und humorlos? Schätzungsweise ja. Dann haben sie sich noch Sorgen gemacht, wie sehr Kinder unter dem Zahnen leiden würden. Eine meinte, bis alle 36(!) Zähne draußen wären, würde es sicher noch lange dauern. Meine Antwort, dass sie da noch so etwa 10 bis 15 Jahre warten müsse, hat sie erst nicht verstanden. Aber die normale Anzahl Zähne eines Kindes ist ja zum Glück nicht ganz so hoch.
Aber von vorne: B. und ich waren heute das erste Mal bei der Krabbelgruppe im örtlichen Kindergarten. Ich habe heute gelernt, dass die veranschlagte Vorbereitungs- und Wegzeit mit einem kleinen Jungen nie, nie, niemals zu lang sein kann. Ich mußte mich ziemlich beeilen. Anfangs hatte ich noch Angst, dass wir zu spät kämen. Im Kindergarten angekommen, stellte ich fest, dass wir die Ersten waren. (Yeah, wir haben gewonnen!)
Wir haben uns beide in aller Ruhe im großen Spielzimmer umgesehen. Mir gefällt es dort gut. Die Ausstattung ist nicht alt oder schrabbelig, sondern genau passend für kleinere Kinder. Es gibt an den Wänden Regale mit Spielsachen, die ich für Kinder bis ca. 3Jahren genau richtig finde. Was mir am meisten gefiel, war die Tatsache, dass es mehrere gleiche Spielzeuge einer Sorte gab, z.B. 4 Motorikschleifen, 5 LKW, viele Bücher aus Pappe und noch mehr Bilderbücher. an der einen Seite des Raumes steht ein kleiner Spielpodest, der über eine Treppe zu erreichen ist. in der Mitte des Raumes lagen mehrere ca. 1x1m große mit Teppich bezogene Holzelemente. Diese waren teilweise von Bodenniveau bis auf ca. 30cm schräg ansteigend, teils auch einfach nur 30cm oder 50cm hoch. Eines der Elemente hatte eine starke Acrylglasplatte und an der Seite eine Öffnung. Kinder können also einerseits darauf klettern und hinein gucken und andererseits auch an der Seite hinein krabbeln wie in eine Höhle. Mit viel Glück lernt Ben nun bald, dass große Höhe auch tiefer Fall bedeutet. An einer anderen Wand hängt genau in Kinderkopfhöhe ein großer Spiegel, der ca, 1,5m breit ist. (Klasse, so konnte ich den richtigen Sitz der Frisur kontrollieren.) Die Fensterfront ist zur Hälfte komplett verglast, so dass man auf den Spielplatz schauen kann. B. fand es ganz toll, als draußen große Kinder vorbei liefen.
Nach etwa 10 Minuten trudelten so nach und nach die anderen Eltern ein. Insgesamt waren es 4 Mütter und ein Vater mit je einem Kind. Die anderen Kinder sind jünger als B. 2 Kinder sind acht Monate alt. Ein kleiner Junge ist 10 Monate alt. Und das andere kleine Mädchen schätze ich auf 5-6 Monate. (Ich habe vergessen zu fragen.) Der Junge ist ein richtiger kleiner Überflieger. Er krabbelt schon Treppen hoch, beginnt zu laufen und brabbelte fröhlich vor sich hin. Die 8 Monate alten Kinder haben sich lieb gegenseitig auf das naheliegenste Körperteil gehauen und dabei fröhlich gegiggelt und gegrinst. Und mein Sohn? Anfangs saß er stocksteif da und hat alle beim auskleiden und ausgekleidet werden beobachtet. Völlig reglos beobachtete er, wie die anderen Kinder anfingen zu spielen und zu krabbeln. Irgendwann drehte er sich herum an versteckte sein Gesicht. Hoppla! Damit hatte ich nicht gerechnet. Immerhin schäkert er sonst wie ein Wilder mit allen Anwesenden. Eine Viertelstunde lang saß er auf meinem Schoß und guckte nur. Ich habe irgendwann ganz leise in sein Ohr geflüstert, dass ja alles seine Richtigkeit hätte und er ruhig spielen gehen dürfe. Nachdem ich ihn dann fast unbemerkt vor mir auf die Erde geschoben hatte, lächelte er dann auch das erste Mal die Frau neben mir an. Gut, also weiter. Ich habe ihm dann Autos und ein großes Schaukelkrokodil gezeigt. Er taute langsam auf. Für eine Weile klappte alles prima. Allerdings war ich sehr überrascht, dass der selbe kleine Junge, der hier immer gackernd um die nächste Ecke verschwindet, in der fremden Umgebung nicht weiter als 1-1,5m von mir entfernt sein wollte. Am liebsten wäre ihm, glaube ich, dauernder Körperkontakt gewesen. Nach einiger Zeit "spielte" er auch mit dem anderen Jungen. Was man in dem Alter so spielen nennt... Sie nahmen sich gegnseitig die Spielsachen weg und versuchten danach immer noch dem anderen mit der Beute eins überzuziehen. Ich fands witzig, der andere Vater sah es wohl auch gelassen. Die restlichen Mamis waren da noch etwas vorsichtiger. Aber wer gesehen hat, was Kinderköpfe und -knie so alles aushalten, wird wohl eben unweigerlich entspannter mit der Zeit. Irgendwann kiptte bei B. dann leider die Stimmung. Als ich zum drölfzigtausendsten Mal "Bah! Ist ja eklig! Nimm das aus dem Mund!" sagte, kam wieder mein "Sonnenschein" zum Vorschein. Brüllen, nach hinten fallen lassen, Mangatränen durch die Gegend spritzen. Der an wesende Vater sagte vorsichtig etwas Verständnisvolles. Ich konnte allerdings die Worte "Ach du Schei*e! Hat er das öfter?!" deutlich auf seiner Stirn lesen. Danach sagte ioch dann brav mein Sprüchlein auf: ja, das käme schon hin und wieder vor (Finger heimlich gekreuzt), nein, das kam ganz plötzlich als er etwa 10 Monate alt war (Bäh!), ja, er ist ein *räusper* willensstarkes Kind. Müssen die ja nicht wissen, dass ich hin und wieder "Du alter Mistbock!" statt "He, du kleine Zicke!" zu ihm sage, wenn wir alleine sind... ;)
Ich war noch sehr verwundert, warum mich eine der anwesenden Mütter fragte, ob Mumps und Scharlach das gleiche seien. Auf meine Antwort, dass dem nicht so sei und die logischerweise folgende Frage, warum sie das wissen wolle, erklärte sie mir, dass am Aushang im Eingangsbereich des Kindergartens ein Info-Blatt hinge. Eines der Kinder hätte wohl Scharlach. Nachdem nun aber schon über eine halbe Stunde vergangen waren, kam eine Flucht vor den bösen Keimen auch nicht mehr in Frage. Mist! Hätte ich mal nicht den Kindergarten wie ein Rollkommando gestürmt, wäre mir der Zettel sicher auch aufgefallen. So heißt es hier nun abwarten und das Beste hoffen. Bitte mal die Daumen drücken!
Insgesamt war das heute ein positives Erlebnis. Nächste Woche gehe ich dort jedenfalls wieder hin. Wir müssen ja auch für September üben. :)))
An den anderen Müttern habe ich bemerkt, wie routiniert ich in dem ersten Jahr geworden bin. Und wie entspannt eigentlich. Ich mache mich nicht mehr verrückt mit der Frage, ob mein Kind genug trinkt, nur als Beispiel. Eine der Mütter war ganz besorgt, weil das Kind so wenig trinkt. Kommentar von Überfliegervater war, dass sein Kind ja so 3-4 große Becher Tee tränke. Ich beruhigte sie mit der Info, dass mein Sohn bisher noch nie mehr als 150ml Wasser oder Tee am Tag getrunken habe und trotzdem schon mehr als ein Jahr überlebt hätte. Sie sah mich ganz erschüttert an. Ja, sorry! Kinder sind eben verschieden. War ich auch mal so verkrampft und humorlos? Schätzungsweise ja. Dann haben sie sich noch Sorgen gemacht, wie sehr Kinder unter dem Zahnen leiden würden. Eine meinte, bis alle 36(!) Zähne draußen wären, würde es sicher noch lange dauern. Meine Antwort, dass sie da noch so etwa 10 bis 15 Jahre warten müsse, hat sie erst nicht verstanden. Aber die normale Anzahl Zähne eines Kindes ist ja zum Glück nicht ganz so hoch.
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Mittwoch, 14. Januar 2009
Frustfressen
Ist eine ganz schlechte Angewohnheit. Mach ich aber zum Glück nur, wenn ich gefrustet bin. Oder genervt. Oder sauer. Oder wütend.
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Außerdem sah mein müdes Auge gerade, dass mein vorheriges Post vor Fehlern kaum leserlich ist. Nachdem ich mir vor Frust DARÜBER nun noch ein Prin.zen Lolle rein geschoben habe, gehe ich verbessern.
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*mampf*
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Außerdem sah mein müdes Auge gerade, dass mein vorheriges Post vor Fehlern kaum leserlich ist. Nachdem ich mir vor Frust DARÜBER nun noch ein Prin.zen Lolle rein geschoben habe, gehe ich verbessern.
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*mampf*
Spannend!
Ich bin schon sehr gespannt. Morgen gehen wir zum ersten Mal zur Spiel- und Krabbelgruppe im Kindergarten um die Ecke. Ich hatte den Aushang am Kindergarten entdeckt, als wir bei einem Spaziergang wieder sehr lange(!) den Kindern beim spielen zu sehen mussten.
Heute habe ich dann dort angerufen, da im Aushang um eine vorherige Anmeldung gebeten wurde. Am Telefon wurde mir beschieden, dass eine Anmeldung ja nun absolut nicht notwendig sei. Aha!? Ich frage mich besorgt, wie viele Kinder dort nun morgen sein werden. Entweder keine oder 20 bis 40? Wie wird das denn koordiniert? Offenbar werden auch Impfausweise nicht kontrolliert. Gut, dass unser Zwerg für und gegen alles geimpft ist. Ich bin etwas aufgeregt. Merkt man mir aber sicher kaum an. ;)
Dem Kleinen wird es sicher gut gefallen. Viele(oder auch nicht so viele) andere Kinder, neue Spielzeuge, nette Frauen, die man anstrahlen kann; das ist genau das Richtige für ihn.
Ich berichte morgen davon.
Heute habe ich dann dort angerufen, da im Aushang um eine vorherige Anmeldung gebeten wurde. Am Telefon wurde mir beschieden, dass eine Anmeldung ja nun absolut nicht notwendig sei. Aha!? Ich frage mich besorgt, wie viele Kinder dort nun morgen sein werden. Entweder keine oder 20 bis 40? Wie wird das denn koordiniert? Offenbar werden auch Impfausweise nicht kontrolliert. Gut, dass unser Zwerg für und gegen alles geimpft ist. Ich bin etwas aufgeregt. Merkt man mir aber sicher kaum an. ;)
Dem Kleinen wird es sicher gut gefallen. Viele(oder auch nicht so viele) andere Kinder, neue Spielzeuge, nette Frauen, die man anstrahlen kann; das ist genau das Richtige für ihn.
Ich berichte morgen davon.
Popel raubten uns den Schlaf
Das war wieder eine Nacht!
Erst konnte der Kleine nicht einschlafen. Als er doch endlich ins Land der Träume hinüber geglitten war, hat irgendwas gepiepst. Ich schwöre, wenn der Vater noch E.I.N.M.A.L. seine verdammten Zeitfresser mit ins Schlafzimmer nimmt und dieses ewig nach Strom schreienden Wunderwerke der Technik noch E.I.N.M.A.L. nachts laut auf sich aufmerksam machen, schmeiße ich das Zeug eigenhändig aus dem Fenster!!!
Morgens weckte mich der Zwerg dann wieder. Schniefte, schnaufte und bekam überhaupt schlecht Luft. Der Schnuller half auch erstmal nicht mehr. ;) Irgendwann war ich dann wach genug zu bemerken, dass er eine verstopfte Nase hatte. Eine beginnende Erkältung war mein erster Gedanke. Da es noch dunkel war, knipste ich die Lampe an. Offenbar erzeugt meine Nachttischlampe extrem schmerzhafte und auch durch geschlossene Augen stark blendende Todesstrahlen. Denn sobald es hell wurde, steigerte sich sein Jammern zu schrillem Gebrüll. Meine Versuche, ihm die Nase(!) mit einem Tuch(!) zu säubern, wurden äußerst unwillig abgewehrt. Schlussendlich hat sich seine gemeine Mutter durch gesetzt. Der Schnuller schmeckte danach auch wieder besser. So durfte ich doch noch etwas schlafen.
Erst konnte der Kleine nicht einschlafen. Als er doch endlich ins Land der Träume hinüber geglitten war, hat irgendwas gepiepst. Ich schwöre, wenn der Vater noch E.I.N.M.A.L. seine verdammten Zeitfresser mit ins Schlafzimmer nimmt und dieses ewig nach Strom schreienden Wunderwerke der Technik noch E.I.N.M.A.L. nachts laut auf sich aufmerksam machen, schmeiße ich das Zeug eigenhändig aus dem Fenster!!!
Morgens weckte mich der Zwerg dann wieder. Schniefte, schnaufte und bekam überhaupt schlecht Luft. Der Schnuller half auch erstmal nicht mehr. ;) Irgendwann war ich dann wach genug zu bemerken, dass er eine verstopfte Nase hatte. Eine beginnende Erkältung war mein erster Gedanke. Da es noch dunkel war, knipste ich die Lampe an. Offenbar erzeugt meine Nachttischlampe extrem schmerzhafte und auch durch geschlossene Augen stark blendende Todesstrahlen. Denn sobald es hell wurde, steigerte sich sein Jammern zu schrillem Gebrüll. Meine Versuche, ihm die Nase(!) mit einem Tuch(!) zu säubern, wurden äußerst unwillig abgewehrt. Schlussendlich hat sich seine gemeine Mutter durch gesetzt. Der Schnuller schmeckte danach auch wieder besser. So durfte ich doch noch etwas schlafen.
Montag, 12. Januar 2009
Jetzt aber!
Ich mach mich gleich ran: Fotos in Ordner sortieren und zum Fotolabor schicken. DAS ist doch mal eine gute Idee! Jeder Gast bei Babys Geburtstag bekommt Fotos. Hätte mir ja auch früher einfallen können.
Ich habe übrigens alle Geschenke auf dem Gabentisch fotografiert. Dumm nur, dass ich nach dem ganzen Sekt so angsäuselt war, dass auf den Fotos
Die DuPLo-Figuren wurden übrigens von einem anwesenden Herren so nett platziert. Ich finde, man sieht der kleinen Gruppe an, dass R. noch sehr verliebt in meine Freundin ist. :)
Sonntag, 11. Januar 2009
Gäschääääääääääänke
Als ob sie sich abgesprochen hätten, brachten 3 Gäste 3 Pakete Le.Go-DuPlo zu uns. Das war wirklich witzig. Freundin Nr.3 kollabierte beinahe, als sie sah, dass der Zwerg mittlerweile stolzer Besitzer des Zirkuszugs und des Bauernhofes war. Der Eisbär aus dem Zoopaket paßte aber ganz prima in die Runde!
Freitag, 9. Januar 2009
Alles Gute zum 1.Geburtstag, Sohn!
Du hast dich heute tapfer geschlagen. Alle deine Geburtstagsgäste waren ganz hingerissen von dir. Und so viele schöne Geschenke...
Es war rund herum ein toller Tag. Und ich habe fotografiert wie eine Wilde. Aber die Erinnerung an diesen Tag bleibt auch ohne Fotos.
Es war rund herum ein toller Tag. Und ich habe fotografiert wie eine Wilde. Aber die Erinnerung an diesen Tag bleibt auch ohne Fotos.
Donnerstag, 8. Januar 2009
Heute vor einem Jahr
Für alle Zartbesaiteten: gleich wird es hier sehr untenrum! Mit Schweiß, Blut und nackigen Menschen. Bitte nicht weiter lesen, falls Ekel vor allzu viel Menschlichem vorhanden ist. Aber hey, das hier ist MEIN Blog! ;)
Ich war unheimlich schwanger. So schwanger wie man nur sein kann. Dick, rund, unbeweglich. Der errechnete Termin war der 13. Januar 2008. Meine Mutter hatte im Oktober einen Traum. Sie träumte, sie käme mich besuchen und meine Hebamme sei bei mir. Im Hintergrund hörte sie ein Kind schreien. Als sie fragte: "Oh nein! Ist es etwa schon soweit? Welchen Tag haben wir denn heute?" Antwortete meine Hebamme ihr im Traum: "Heute ist der 8.Januar." Ich glaube übrigens nicht an "solchen Kram". Meine Mutter auch nicht. Aber trotzdem...
Durch den Streß mit dem Umzug des (werdenden) Vaters Ende November 2007, hatte ich ja schon einen einwöchigen Krankenhausaufenthalt hinter mir. Vorzeitige Wehen, streßbedingt. Toll! Die Wehen hatten mich seit Oktober beinahe täglich begleitet. Ich hatte mich schon fast daran gewöhnt.
Heute Abend war meine beste Freundin mit ihrem 15 Jahre alten Puber-tierchen zum Karten spielen bei uns. Mehr als Karten spielen ging auch nicht mehr. Hat aber echt irren Spaß gemacht! Aber nach 3 Stunden konnte ich einfach nicht mehr sitzen. Schlimme Rückenschmerzen! Wie eigentlich jeden Abend seit 4 Monaten... Gegen 18 Uhr habe ich die Beiden dann freundlich heim geschickt. Gegen 20 Uhr rief dann meine andere Kollegen-Freundin an. Im Gespräch kamen mal wieder "meine" Wehen. Nach 15 Mintuten fiel mir auf, dass diesmal die Abstände nicht wie sonst wieder länger wurden. Ich sagte noch so im Scherz, dass es nun ja wohl hoffentlich bald so weit sei, sonst würde ich bald platzen. Nebenbei bat ich den (werdenden) Vater, mir ein Bad einzulassen. Meine Freundin2 telefonierte danach noch mit Freundin1 und erzählte ihr davon. Ernst genommen hat das niemand. :)
In der Wanne war dann plötzlich klar: es geht los. Ich wußte es einfach. Genau, wie meine Hebamme es mir erklärt hatte. "Man weiß es einfach. Das kann dir niemand erklären!" Erst habe ich geheult. Kein Witz! Ich hatte plötzlich solche Angst. Angst, weil schwanger sein das eine ist und eine Entbindung etwas völlig anderes. Angst, ob alles gut geht. Angst vor der Zukunft. Schaffen wir 2 das? Werden wir gute Eltern? Werde ich eine gute Mutter sein?
Dann habe ich den (werdenden) Vater gebeten, Marei (meine Hebamme) anzurufen. Sie fragte mich nach den Abständen (alle 6 Minuten), der Intensität (alles wie immer) und meinem Wünschen. Ich wollte zu Ende baden. Dann sollte sie kommen. Wir wollten ja so lange wie möglich hier bleiben. Sie fragte, ob sie sich beeilen solle. Ich fand das nicht nötig. Die Idee, dass sie erst noch duscht und dann kommt war echt ok für mich. 2 Wehen später kamen die Schmerzen heftiger und alle 4 Minuten. Das machte den Ausstieg aus der Badewanne ein wenig kompliziert. Und die Idee, dass meine Hebamme noch unter der Dusche stand, fand ich nun völlig sch***! Sofort sollte die hier sein!!! Am besten vorhin!
Sie kam dann auch nach nur 30 Minuten bei uns an. Wie sie das geschafft hat, ist mir ein Rätsel. Offenbar hat sie sich sehr beeilt.
Ich saß jetzt im Wohnzimmer und atmete und wehte so vor mich hin. Als Marei mich untersuchte, waren "wir" gerade mal bei lumpigen 4 Zentimetern. Ich meine "Hallo?!" 4 Zentimeter? Ich hatte schon vorher immer 2 bis 2,5 cm! Deswegen war ich sogar schon im Krankenhaus. Das konnte ja noch heiter werden! Ich war so richtig schön am Schwitzen.
Wie so viele hatte ich ja einen genauen Plan, was ich anziehen wollte. Ich wußte, was ich auf dem Weg in den Kreißsaal tragen wollte. Und für die Entbindung hatte ich auch schicke Sachen. Es endete in Schluffiplünnen. Anders kann man mein Outfit nicht beschreiben. Ich hatte einfach irgendwas an. Fertig! Altes T-Shirt, doofe Hosen, häßliche Unterwäsche. Und es war mir so egal.
Gegen 22:00 Uhr wurde mir kotzübel. Mir war so schlecht. Örgs! Genau jetzt kam die (werdende) Oma. Meine Mutter war nämlich der offizielle, bestellte und eingeschworene Hundesitter. Meine arme Mama sah mich da also auf dem Sofa sitzen, grau im Gesicht, verschwitzt, einen Eimer in den Händen. Und dann sah sie auf einmal aus, als ob sie gleich weint. Und das hat mir dann die Tränen in die Augen getrieben. Marei hat sie beruhigt und ihr gesagt, die Übelkeit sei nur ein Zeichen, dass es voran ginge. Aber sie sah nicht aus, als ob sie ihr geglaubt hätte.
Als sie gegangen war, kontrollierte Marei nochmal: 4 Zentimeter! Ich war richtig sauer. So viele Wehen, Schmerzen, Übelkeit für (gefühlt) NIX! Die Wehen kamen mittlerweile fast minütlich. Ich wollte nun langsam ins Krankenhaus, obwohl ja eigentlich noch nicht so viel passiert war.
Der Weg bis in den Kreißsaal ist mir noch ziemlich gut in Erinnerung. Ich hatte Angst, nicht laufen zu können. Das ging jedoch erstaunlich gut. Bis ins Auto mußte ich "nur" 2x würgen. Im Auto fand ich sogar meinen Humor und meine Zuversicht wieder. Als wir an einer großen Ampel warten mußten, witzelten wir rum. Erst kam so etwas wie "hier stehen wir nie wieder ohne Kind". Dann meinte ich noch, dass der (werdende) Vater ja von hier aus laufen könne, falls das Kind im Auto käme. Das fand er dann nicht mehr sooo lustig. "Wann schaltet die verdammte Ampel endlich auf grün?!?"
Wie durch ein Wunder fanden wir einen Parkplatz in der Nähe des Eingangs. Von dort ging flotten Schrittes in den Fahrstuhl. (Ok, ich prahle!) Rechthaberisch wie ich bin, mußte ich ja den Knopf drücken. Guter Plan, miese Umsetzung. Wegen der Nervosität, der Hormone und der allgemeinen Umstände verfehlte ich den Knopf. Wir ham dann ma rasch dit halbe Krankenhaus per Lift besichtigt. ;) Ich fand das am nächsten Tag lustig.
Ab etwa Kreißsaaltür fehlen mir größtenteils die Erinnerungen. Das, was ich angeblich getan und gesagt habe, wurde mir später (mehrfach) berichtet. Ich schreibe einfach mal, was ich alles durch eigene Erinnerungen und Erzählungen weiß. Im Vorbereitungsraum, wo man VOR der Entbindung am CTG liegen muß, bin ich dann wohl endlich mal ein bißchen aus mir raus gekommen. Ich hatte da von Zeit zu Zeit so seltsame Schmerzen -mal von den altbekannten Wehen abgesehen. Preßwehen! Aaaaah! Die hatte ich völlig vergessen! Sehr schmerzhaft. Und irgendwie wurde mir das alles zuviel. Ich wolllte heim. Ins Bett. Decke druff und schlafen! Genau das habe ich dann erst dem (werdenden) Vater erklärt und danach Marei. Als mir von diesem Plan abgeraten wurde, hab ich angefangen laut zu schimpfen. Alle hätten mich angelogen. Keiner hätte mir gesagt, dass das soooo weh täte! Ich war sehr beleidigt. Und ich wollte was gegen die Schmerzen. Am liebsten eine Vollnarkose mit Kaiserschnitt. Mindestens eine PDA. Oder ne Spritze. Oder Tabletten oder Tropfen. Irgendwas eben. SOFORT!!! Ich kann mich an den Teil nicht erinnern. Nur schemenhaft. Dem (werdenden) Vater ist die Szene offenbar immer noch lebhaft in Erinnerung. Er holt das gerne mal raus und erzählt mir davon. Ich halte mir dann immer die Ohren zu und bestreite, so etwas getan zu haben. Das entspricht mir üüüüüüüüüüüüüüüberhaupt nicht! :)))
Ich durfte dann in den Kreißsaal. Im Untersuchungsraum, durch den wir durch mußten, saß eine Schwangere. Sie sei sehr blaß gewesen und hätte mich sehr verängstigt angesehen, behauptet der (werdende) Vater.
Im Kreißsaal ging dann wieder alles seinen Gang. Ich atmete. Ich wehte. Ich lernte den Arzt kennen. Gut, den mochten wir alle! Das war der gleiche, der schon im November so freundlich und ruhig mit uns gesprochen hatte, als ich knapp an einer Frühgeburt vorbei geschliddert bin. Meine Hebamme hat ihn informiert, dass wir ihn erst zur eigentlichen Geburt rufen würden. Er war einverstanden. Und schlurfte davon. Schlafen. Der Glückliche, wie ich ihn beneidete!
Der (werdende) Vater hat im Kreißsaal alles richtig gemacht. Er hat sich im Hintergrund gehalten. Hat brav meine Hand gehalten. Hat mich NICHT gestreichelt. Hat mich an Entspannung und ruhiges Atmen erinnert. Er war einfach da. Das ist immer noch eine sehr gute und ruhige Erinnerung für mich.
Ich wollte nicht liegen. Also durfte ich aufstehen. Ging nicht. Tat sehr weh. Sitzen ging auch nicht also doch liegen. Plötzlich mußte ich dringenst pi.e.seln. Klo? Nöö, aufstehen tut zu weh. Trotzdem wollte ich hoch. Ich hatte es bis auf den Bettrand geschafft. Und dann konnte ich einfach nicht. Sehr frustrierend! Gerade als ich mich wieder hinlegen wollte, machte es laut zadeng! und ich hatte nasse Socken. Na endlich! Also doch wieder hoch. Unterlagen wechseln. Der (werdende) Vater hatte nichts mitbekommen und verstand das ganze Getue nicht. Sehr witzig, sein verwirrter Gesichtsausdruck.
Dem Kleinen ging es die ganze Zeit über super. Marei hatte das CTG schön leise gestellt. Wir hörten sein kleines Herzchen immer im Hintergrund schlagen. Nette Musik hatte sie uns auch angemacht. Und das Licht so weit wie möglich gedämpft. Es war eigentlich eine sehr kuschelige Atmosphäre. Ich habe übrigens wirklich etwas bekommen. Eine Spritze i.m. mit irgendwas. Könnte etwas Bus.copan gewesen sein. Süß von ihr. Denn wir hatten ja vorher besprochen, dass ich nichts in Richtung PDA will. Der (werdende) Vater hat sich wohl zwischendurch mit Blicken mit ihr verständigt. Mein Getobe und Geschimpfe wurde richtig einsortiert. Meine Hebamme ist schon ziemlich klasse!
Irgendwann nach endlosem Wehenveratmen, sah ich, wie Marei besorgt auf das CTG schaute. Auch der (werdende) Vater konzentrierte sich verstärkt auf das Gerät. Marei rief den Arzt. Ich habe nur mitbekommen, dass die Herztöne abgefallen waren. In dem Augenblick war mir der Zusammenhang nicht klar. Offenbar streßte die Geburt den kleinen Mann kräftig! Der Arzt schaute auf den Ausdruck, untersuchte mich kurz und meinte, während er sich die Hände rieb, "Den holen wir uns jetzt!" Und los ging's. Endlich durfte ich bei den Preßwehen mitarbeiten. Und was sag ich? ES! TUT! WEH! Nach endlos langer Zeit meinte der Doc dann, ich solle jetzt richtig Gas geben. Der Kopf sei schon zu sehen. Ob ich mal anfassen wolle? Nein! Und bei der nächsten Wehe bitte kräftig schieben. Ups! Wehe verpaßt. Noch eine verpaßt. Die waren auch gar nicht sooo schlimm. Blick von meiner Hebamme. Plötzlich ist bei mir wieder die absolute Kontrolle über Zeit, Raum und Gedanken vorhanden. Und die Erkenntnis: das ist der Moment, den Marei im Vorbereitungskurs erwähnte. Der Moment, in dem Nichts mehr geht. Frauen, die behaupten, da seinen keine Wehen mehr und sie wollen jetzt eigentlich heim gehen. Ich schaute sie an und fragte: "Ich muß jetzt mitmachen, ja?" Sie grinste und nickte. Dann legte ich los.
B. Mein Sohn. Warm. Noch ganz naß. Laut schreiend. AUF meinem Bauch, nicht mehr darin. Ich war so glücklich und stolz. Als ich den (werdenden) Vater anschaute, liefen ihm die Tränen in Sturzbächen über das Gesicht. Ich habe mich erschrocken. Und ihn gefragt, was los sei. Ich hatte plötzlich Angst, dass mit meinem perfekten kleinen Baby etwas nicht stimme. Entwarnung! So viele Tränen, weil die Freude und das Glück übermächtig waren! Der Fotoapparat wurde gezückt und es entstanden die bisher gruseligsten Fotos von mir.
Wie ich da so lag und mir den Hals verrenkte, um mein Kind endlich mal so richtig zu sehen, wurde es warm. Ih! Ferkel! *kicher* Und dann noch mal! Iiiiiiiiiiih! Marei hat gut gelacht! Und ich klebte so vor mich hin, während der Doc Röschen auf mich stickte. Anders kann ich mir nicht erklären, was er da so lange machte. Nach einer Stunde und mehreren teils recht lauten Diskussionen über die Notwendigkeit von Schmerzmedikation (die ich gewann!), war er dann endlich fertig.
Unser Kind wurde danach gemessen, gewogen, gesäubert und angezogen. Zeit für die nächsten Fotos. Marei machte das erste offizielle Kreißsaal-Bild. Der Vater dokumentierte danach jeden ihrer Schritte. Die Bilder sind alle sehr ...äh, authentisch! ;) Nix fürs Fotoalbum, sozusagen. Jetzt freute ich mich so auf ein Glas Sekt. Der lag schon seit Oktober im Kühlschrank. Und ich hatte noch im größten Gwehe daran gedacht, dass er eingepackt würde. Leider hatte der Vater vergessen, das edle Gesöff aus der Tasche heraus zu nehmen und zu kühlen. Es war so enttäuschend! Lauwarme Plörre. *jammer* Egal! Wir haben auf unser Baby angestoßen. Wir konnten es immer noch nicht so richtig fassen. Hach!
Seitdem hat sich mein Leben komplett geändert. Vor allem hat mich dieser Tag sehr glücklich gemacht. Heute vor einem Jahr fuhren wir ins Krankenhaus. Morgen wird unser Baby schon ein Jahr alt. Es ist unglaublich! Aber ich sehe seine Geburtstagstorte hier stehen...
Wir lieben dich von ganzem Herzen, kleiner großer Schatz!
Ich war unheimlich schwanger. So schwanger wie man nur sein kann. Dick, rund, unbeweglich. Der errechnete Termin war der 13. Januar 2008. Meine Mutter hatte im Oktober einen Traum. Sie träumte, sie käme mich besuchen und meine Hebamme sei bei mir. Im Hintergrund hörte sie ein Kind schreien. Als sie fragte: "Oh nein! Ist es etwa schon soweit? Welchen Tag haben wir denn heute?" Antwortete meine Hebamme ihr im Traum: "Heute ist der 8.Januar." Ich glaube übrigens nicht an "solchen Kram". Meine Mutter auch nicht. Aber trotzdem...
Durch den Streß mit dem Umzug des (werdenden) Vaters Ende November 2007, hatte ich ja schon einen einwöchigen Krankenhausaufenthalt hinter mir. Vorzeitige Wehen, streßbedingt. Toll! Die Wehen hatten mich seit Oktober beinahe täglich begleitet. Ich hatte mich schon fast daran gewöhnt.
Heute Abend war meine beste Freundin mit ihrem 15 Jahre alten Puber-tierchen zum Karten spielen bei uns. Mehr als Karten spielen ging auch nicht mehr. Hat aber echt irren Spaß gemacht! Aber nach 3 Stunden konnte ich einfach nicht mehr sitzen. Schlimme Rückenschmerzen! Wie eigentlich jeden Abend seit 4 Monaten... Gegen 18 Uhr habe ich die Beiden dann freundlich heim geschickt. Gegen 20 Uhr rief dann meine andere Kollegen-Freundin an. Im Gespräch kamen mal wieder "meine" Wehen. Nach 15 Mintuten fiel mir auf, dass diesmal die Abstände nicht wie sonst wieder länger wurden. Ich sagte noch so im Scherz, dass es nun ja wohl hoffentlich bald so weit sei, sonst würde ich bald platzen. Nebenbei bat ich den (werdenden) Vater, mir ein Bad einzulassen. Meine Freundin2 telefonierte danach noch mit Freundin1 und erzählte ihr davon. Ernst genommen hat das niemand. :)
In der Wanne war dann plötzlich klar: es geht los. Ich wußte es einfach. Genau, wie meine Hebamme es mir erklärt hatte. "Man weiß es einfach. Das kann dir niemand erklären!" Erst habe ich geheult. Kein Witz! Ich hatte plötzlich solche Angst. Angst, weil schwanger sein das eine ist und eine Entbindung etwas völlig anderes. Angst, ob alles gut geht. Angst vor der Zukunft. Schaffen wir 2 das? Werden wir gute Eltern? Werde ich eine gute Mutter sein?
Dann habe ich den (werdenden) Vater gebeten, Marei (meine Hebamme) anzurufen. Sie fragte mich nach den Abständen (alle 6 Minuten), der Intensität (alles wie immer) und meinem Wünschen. Ich wollte zu Ende baden. Dann sollte sie kommen. Wir wollten ja so lange wie möglich hier bleiben. Sie fragte, ob sie sich beeilen solle. Ich fand das nicht nötig. Die Idee, dass sie erst noch duscht und dann kommt war echt ok für mich. 2 Wehen später kamen die Schmerzen heftiger und alle 4 Minuten. Das machte den Ausstieg aus der Badewanne ein wenig kompliziert. Und die Idee, dass meine Hebamme noch unter der Dusche stand, fand ich nun völlig sch***! Sofort sollte die hier sein!!! Am besten vorhin!
Sie kam dann auch nach nur 30 Minuten bei uns an. Wie sie das geschafft hat, ist mir ein Rätsel. Offenbar hat sie sich sehr beeilt.
Ich saß jetzt im Wohnzimmer und atmete und wehte so vor mich hin. Als Marei mich untersuchte, waren "wir" gerade mal bei lumpigen 4 Zentimetern. Ich meine "Hallo?!" 4 Zentimeter? Ich hatte schon vorher immer 2 bis 2,5 cm! Deswegen war ich sogar schon im Krankenhaus. Das konnte ja noch heiter werden! Ich war so richtig schön am Schwitzen.
Wie so viele hatte ich ja einen genauen Plan, was ich anziehen wollte. Ich wußte, was ich auf dem Weg in den Kreißsaal tragen wollte. Und für die Entbindung hatte ich auch schicke Sachen. Es endete in Schluffiplünnen. Anders kann man mein Outfit nicht beschreiben. Ich hatte einfach irgendwas an. Fertig! Altes T-Shirt, doofe Hosen, häßliche Unterwäsche. Und es war mir so egal.
Gegen 22:00 Uhr wurde mir kotzübel. Mir war so schlecht. Örgs! Genau jetzt kam die (werdende) Oma. Meine Mutter war nämlich der offizielle, bestellte und eingeschworene Hundesitter. Meine arme Mama sah mich da also auf dem Sofa sitzen, grau im Gesicht, verschwitzt, einen Eimer in den Händen. Und dann sah sie auf einmal aus, als ob sie gleich weint. Und das hat mir dann die Tränen in die Augen getrieben. Marei hat sie beruhigt und ihr gesagt, die Übelkeit sei nur ein Zeichen, dass es voran ginge. Aber sie sah nicht aus, als ob sie ihr geglaubt hätte.
Als sie gegangen war, kontrollierte Marei nochmal: 4 Zentimeter! Ich war richtig sauer. So viele Wehen, Schmerzen, Übelkeit für (gefühlt) NIX! Die Wehen kamen mittlerweile fast minütlich. Ich wollte nun langsam ins Krankenhaus, obwohl ja eigentlich noch nicht so viel passiert war.
Der Weg bis in den Kreißsaal ist mir noch ziemlich gut in Erinnerung. Ich hatte Angst, nicht laufen zu können. Das ging jedoch erstaunlich gut. Bis ins Auto mußte ich "nur" 2x würgen. Im Auto fand ich sogar meinen Humor und meine Zuversicht wieder. Als wir an einer großen Ampel warten mußten, witzelten wir rum. Erst kam so etwas wie "hier stehen wir nie wieder ohne Kind". Dann meinte ich noch, dass der (werdende) Vater ja von hier aus laufen könne, falls das Kind im Auto käme. Das fand er dann nicht mehr sooo lustig. "Wann schaltet die verdammte Ampel endlich auf grün?!?"
Wie durch ein Wunder fanden wir einen Parkplatz in der Nähe des Eingangs. Von dort ging flotten Schrittes in den Fahrstuhl. (Ok, ich prahle!) Rechthaberisch wie ich bin, mußte ich ja den Knopf drücken. Guter Plan, miese Umsetzung. Wegen der Nervosität, der Hormone und der allgemeinen Umstände verfehlte ich den Knopf. Wir ham dann ma rasch dit halbe Krankenhaus per Lift besichtigt. ;) Ich fand das am nächsten Tag lustig.
Ab etwa Kreißsaaltür fehlen mir größtenteils die Erinnerungen. Das, was ich angeblich getan und gesagt habe, wurde mir später (mehrfach) berichtet. Ich schreibe einfach mal, was ich alles durch eigene Erinnerungen und Erzählungen weiß. Im Vorbereitungsraum, wo man VOR der Entbindung am CTG liegen muß, bin ich dann wohl endlich mal ein bißchen aus mir raus gekommen. Ich hatte da von Zeit zu Zeit so seltsame Schmerzen -mal von den altbekannten Wehen abgesehen. Preßwehen! Aaaaah! Die hatte ich völlig vergessen! Sehr schmerzhaft. Und irgendwie wurde mir das alles zuviel. Ich wolllte heim. Ins Bett. Decke druff und schlafen! Genau das habe ich dann erst dem (werdenden) Vater erklärt und danach Marei. Als mir von diesem Plan abgeraten wurde, hab ich angefangen laut zu schimpfen. Alle hätten mich angelogen. Keiner hätte mir gesagt, dass das soooo weh täte! Ich war sehr beleidigt. Und ich wollte was gegen die Schmerzen. Am liebsten eine Vollnarkose mit Kaiserschnitt. Mindestens eine PDA. Oder ne Spritze. Oder Tabletten oder Tropfen. Irgendwas eben. SOFORT!!! Ich kann mich an den Teil nicht erinnern. Nur schemenhaft. Dem (werdenden) Vater ist die Szene offenbar immer noch lebhaft in Erinnerung. Er holt das gerne mal raus und erzählt mir davon. Ich halte mir dann immer die Ohren zu und bestreite, so etwas getan zu haben. Das entspricht mir üüüüüüüüüüüüüüüberhaupt nicht! :)))
Ich durfte dann in den Kreißsaal. Im Untersuchungsraum, durch den wir durch mußten, saß eine Schwangere. Sie sei sehr blaß gewesen und hätte mich sehr verängstigt angesehen, behauptet der (werdende) Vater.
Im Kreißsaal ging dann wieder alles seinen Gang. Ich atmete. Ich wehte. Ich lernte den Arzt kennen. Gut, den mochten wir alle! Das war der gleiche, der schon im November so freundlich und ruhig mit uns gesprochen hatte, als ich knapp an einer Frühgeburt vorbei geschliddert bin. Meine Hebamme hat ihn informiert, dass wir ihn erst zur eigentlichen Geburt rufen würden. Er war einverstanden. Und schlurfte davon. Schlafen. Der Glückliche, wie ich ihn beneidete!
Der (werdende) Vater hat im Kreißsaal alles richtig gemacht. Er hat sich im Hintergrund gehalten. Hat brav meine Hand gehalten. Hat mich NICHT gestreichelt. Hat mich an Entspannung und ruhiges Atmen erinnert. Er war einfach da. Das ist immer noch eine sehr gute und ruhige Erinnerung für mich.
Ich wollte nicht liegen. Also durfte ich aufstehen. Ging nicht. Tat sehr weh. Sitzen ging auch nicht also doch liegen. Plötzlich mußte ich dringenst pi.e.seln. Klo? Nöö, aufstehen tut zu weh. Trotzdem wollte ich hoch. Ich hatte es bis auf den Bettrand geschafft. Und dann konnte ich einfach nicht. Sehr frustrierend! Gerade als ich mich wieder hinlegen wollte, machte es laut zadeng! und ich hatte nasse Socken. Na endlich! Also doch wieder hoch. Unterlagen wechseln. Der (werdende) Vater hatte nichts mitbekommen und verstand das ganze Getue nicht. Sehr witzig, sein verwirrter Gesichtsausdruck.
Dem Kleinen ging es die ganze Zeit über super. Marei hatte das CTG schön leise gestellt. Wir hörten sein kleines Herzchen immer im Hintergrund schlagen. Nette Musik hatte sie uns auch angemacht. Und das Licht so weit wie möglich gedämpft. Es war eigentlich eine sehr kuschelige Atmosphäre. Ich habe übrigens wirklich etwas bekommen. Eine Spritze i.m. mit irgendwas. Könnte etwas Bus.copan gewesen sein. Süß von ihr. Denn wir hatten ja vorher besprochen, dass ich nichts in Richtung PDA will. Der (werdende) Vater hat sich wohl zwischendurch mit Blicken mit ihr verständigt. Mein Getobe und Geschimpfe wurde richtig einsortiert. Meine Hebamme ist schon ziemlich klasse!
Irgendwann nach endlosem Wehenveratmen, sah ich, wie Marei besorgt auf das CTG schaute. Auch der (werdende) Vater konzentrierte sich verstärkt auf das Gerät. Marei rief den Arzt. Ich habe nur mitbekommen, dass die Herztöne abgefallen waren. In dem Augenblick war mir der Zusammenhang nicht klar. Offenbar streßte die Geburt den kleinen Mann kräftig! Der Arzt schaute auf den Ausdruck, untersuchte mich kurz und meinte, während er sich die Hände rieb, "Den holen wir uns jetzt!" Und los ging's. Endlich durfte ich bei den Preßwehen mitarbeiten. Und was sag ich? ES! TUT! WEH! Nach endlos langer Zeit meinte der Doc dann, ich solle jetzt richtig Gas geben. Der Kopf sei schon zu sehen. Ob ich mal anfassen wolle? Nein! Und bei der nächsten Wehe bitte kräftig schieben. Ups! Wehe verpaßt. Noch eine verpaßt. Die waren auch gar nicht sooo schlimm. Blick von meiner Hebamme. Plötzlich ist bei mir wieder die absolute Kontrolle über Zeit, Raum und Gedanken vorhanden. Und die Erkenntnis: das ist der Moment, den Marei im Vorbereitungskurs erwähnte. Der Moment, in dem Nichts mehr geht. Frauen, die behaupten, da seinen keine Wehen mehr und sie wollen jetzt eigentlich heim gehen. Ich schaute sie an und fragte: "Ich muß jetzt mitmachen, ja?" Sie grinste und nickte. Dann legte ich los.
B. Mein Sohn. Warm. Noch ganz naß. Laut schreiend. AUF meinem Bauch, nicht mehr darin. Ich war so glücklich und stolz. Als ich den (werdenden) Vater anschaute, liefen ihm die Tränen in Sturzbächen über das Gesicht. Ich habe mich erschrocken. Und ihn gefragt, was los sei. Ich hatte plötzlich Angst, dass mit meinem perfekten kleinen Baby etwas nicht stimme. Entwarnung! So viele Tränen, weil die Freude und das Glück übermächtig waren! Der Fotoapparat wurde gezückt und es entstanden die bisher gruseligsten Fotos von mir.
Wie ich da so lag und mir den Hals verrenkte, um mein Kind endlich mal so richtig zu sehen, wurde es warm. Ih! Ferkel! *kicher* Und dann noch mal! Iiiiiiiiiiih! Marei hat gut gelacht! Und ich klebte so vor mich hin, während der Doc Röschen auf mich stickte. Anders kann ich mir nicht erklären, was er da so lange machte. Nach einer Stunde und mehreren teils recht lauten Diskussionen über die Notwendigkeit von Schmerzmedikation (die ich gewann!), war er dann endlich fertig.
Unser Kind wurde danach gemessen, gewogen, gesäubert und angezogen. Zeit für die nächsten Fotos. Marei machte das erste offizielle Kreißsaal-Bild. Der Vater dokumentierte danach jeden ihrer Schritte. Die Bilder sind alle sehr ...äh, authentisch! ;) Nix fürs Fotoalbum, sozusagen. Jetzt freute ich mich so auf ein Glas Sekt. Der lag schon seit Oktober im Kühlschrank. Und ich hatte noch im größten Gwehe daran gedacht, dass er eingepackt würde. Leider hatte der Vater vergessen, das edle Gesöff aus der Tasche heraus zu nehmen und zu kühlen. Es war so enttäuschend! Lauwarme Plörre. *jammer* Egal! Wir haben auf unser Baby angestoßen. Wir konnten es immer noch nicht so richtig fassen. Hach!
Seitdem hat sich mein Leben komplett geändert. Vor allem hat mich dieser Tag sehr glücklich gemacht. Heute vor einem Jahr fuhren wir ins Krankenhaus. Morgen wird unser Baby schon ein Jahr alt. Es ist unglaublich! Aber ich sehe seine Geburtstagstorte hier stehen...
Wir lieben dich von ganzem Herzen, kleiner großer Schatz!
I survived X-Mas and New-Years-Eve!!!
Ich hab mal bei Euch so quer gelesen: Ihr lebt alle noch und habt die Tage auch gut überstanden! Ich freue mich!! Ein besonderer Gruß geht ins Ländle! ;)
Hier so... Nun ja. Weihnachten war fein. Sehr ruhig sehr besinnlich. Viele Geschenke für den Zwerg. Viele Geschenke für "den Rest". Die üblichen Scharmützel am Rande.
Der Vater war erkältet. Nach Weihnachten gab er seine Rüsselseuche ans Baby weiter. Der Virus mutierte und wurde beim Kind zur fiesen Bronchitis. Nach nochmaliger Mutation und dem Sprung auf meinen luxuriösen Astralkörper war dann endgültig eine schwere Erkrankung daraus geworden. ;) Immerhin hatte ich dem Vater an Heilig Abend noch beschieden, dass eine ordinäre Erkältung nun wirklich kein Grund seien, sooo zu jammern... 5 Tage später sah die Sache definitiv anders aus!
Silvester haben das Baby und ich schlafend verbracht. Zum ersten Mal seit, ich glaube, 20 Jahren (!) hab ich rein geschlafen ins neue Jahr. Hat auch Spaß gemacht. Vor allem den fehlenden Kater am nächsten Morgen habe ich nicht vermißt!
Jetzt ist die Erkältung wieder weg.
Hier so... Nun ja. Weihnachten war fein. Sehr ruhig sehr besinnlich. Viele Geschenke für den Zwerg. Viele Geschenke für "den Rest". Die üblichen Scharmützel am Rande.
Der Vater war erkältet. Nach Weihnachten gab er seine Rüsselseuche ans Baby weiter. Der Virus mutierte und wurde beim Kind zur fiesen Bronchitis. Nach nochmaliger Mutation und dem Sprung auf meinen luxuriösen Astralkörper war dann endgültig eine schwere Erkrankung daraus geworden. ;) Immerhin hatte ich dem Vater an Heilig Abend noch beschieden, dass eine ordinäre Erkältung nun wirklich kein Grund seien, sooo zu jammern... 5 Tage später sah die Sache definitiv anders aus!
Silvester haben das Baby und ich schlafend verbracht. Zum ersten Mal seit, ich glaube, 20 Jahren (!) hab ich rein geschlafen ins neue Jahr. Hat auch Spaß gemacht. Vor allem den fehlenden Kater am nächsten Morgen habe ich nicht vermißt!
Jetzt ist die Erkältung wieder weg.
Dienstag, 16. Dezember 2008
*rrrrrrrrrrrrumms*
Machte Babys Kopf, als er auf der Tischkante aufschlug.
Gut, dass wir die Weihnachtsfotos schon gemacht haben. Nun ginge das nicht mehr. Er hat auf der rechten Wange ein riesiges schwarz-blaues Veilchen. Es sieht schrecklich aus. Und er tut mir immer noch so leid.
Wir wollten gerade los gehen. Ich hatte mich nur kurz umgedreht, um seinen Schneeanzug aus dem Schrank zu holen, da habe ich es krachen gehört. Was genau passiert ist, kann ich nur raten. Vermutlich ist er wieder aufgestanden und hat sich dann nicht mehr festgehalten. Einfach umgeplumpst, der Ärmste. Er hat auch gleich ganz schrecklich gebrüllt. Ich habe ihn sofort hoch gerissen und getröstet. Der Papa hat ihn dann auf den Arm genommen, ich habe einen kalten Lappen geholt und gekühlt. In der Zeit holte der Papa dann den Nuckel. Ich saß mit dem armen Unglückswurm da und habe vor Schreck mit geweint. Nach 5 Minuten hatten wir uns alle beruhigt und der Kleine hat sogar wieder gelacht. Trotzdem komme ich mir vor wie eine Rabenmutter!
Gut, dass wir die Weihnachtsfotos schon gemacht haben. Nun ginge das nicht mehr. Er hat auf der rechten Wange ein riesiges schwarz-blaues Veilchen. Es sieht schrecklich aus. Und er tut mir immer noch so leid.
Wir wollten gerade los gehen. Ich hatte mich nur kurz umgedreht, um seinen Schneeanzug aus dem Schrank zu holen, da habe ich es krachen gehört. Was genau passiert ist, kann ich nur raten. Vermutlich ist er wieder aufgestanden und hat sich dann nicht mehr festgehalten. Einfach umgeplumpst, der Ärmste. Er hat auch gleich ganz schrecklich gebrüllt. Ich habe ihn sofort hoch gerissen und getröstet. Der Papa hat ihn dann auf den Arm genommen, ich habe einen kalten Lappen geholt und gekühlt. In der Zeit holte der Papa dann den Nuckel. Ich saß mit dem armen Unglückswurm da und habe vor Schreck mit geweint. Nach 5 Minuten hatten wir uns alle beruhigt und der Kleine hat sogar wieder gelacht. Trotzdem komme ich mir vor wie eine Rabenmutter!
Samstag, 13. Dezember 2008
Bissig!
Am Anfang dachte ich, der Kleine wolle beißen. Nun hat sich heraus gestellt, dass er offenbar nur Küßchen in alle Richtungen verteilt! Zucker! So süß!
Vorgestern Abend lehnte er sich ganz vorsichtig an mich. Das war schön, weil er so etwas bisher nicht machte. dann hob er wieder den Kopf, schaute mich an, grinste los, riß den Mund weit auf, stürzte sich auf mich und sabberte mir schwung- und spuckevoll aufs Dekollté. Mein erster "Kuß"! Ach! Von ihm! *schwärm*
Gestern war auch der Hund zum ersten Mal dran. Sie wollte sich gerade von mir den Bauch streicheln lassen und lag vor mir auf dem Rücken, alle Beine lustig in die Luft gestreckt. Der Kleine kam mit einem Höllentempo angekrabbelt, riß sein Mäulchen auf und stürzte kopfüber auf die Hundeschnauze zu. Bin ich froh, dass sie so sanft und nachsichtig mit ihm ist! Sie hielt still und er "küßte" ihr Ohr. Für einen Hund benimmt sie sich erstaunlich geduldig und zurückhaltend. Er darf alles. Er greift durch die Stäbe des Laufgitters nach ihr und "streichelt" sie (=kneift sie fest ins Fell und reißt daran), krallt sich am Halsband oder am Geschirr fest und zottelt an ihr herum, schnappt sich ihre heißgeliebten Bälle, spielt mit Schätzen aus ihrem Körbchen -und sie hält still und schaut ihm zu.
Ich bin sehr stolz auf meinen Hund. Trotzdem lasse ich die beiden nie allein. Gehe ich auf die Toilette, muß der Hund mit etc. Bisher klappt alles gut mit den Beiden. Ich freue mich schon darauf, mit beiden die Welt zu erkunden. Irgendwann ist mein Kleiner ja ein Große und kann Bälle für sie werfen. Dann haben sie sicher richtig Spaß miteinander.
Vorgestern Abend lehnte er sich ganz vorsichtig an mich. Das war schön, weil er so etwas bisher nicht machte. dann hob er wieder den Kopf, schaute mich an, grinste los, riß den Mund weit auf, stürzte sich auf mich und sabberte mir schwung- und spuckevoll aufs Dekollté. Mein erster "Kuß"! Ach! Von ihm! *schwärm*
Gestern war auch der Hund zum ersten Mal dran. Sie wollte sich gerade von mir den Bauch streicheln lassen und lag vor mir auf dem Rücken, alle Beine lustig in die Luft gestreckt. Der Kleine kam mit einem Höllentempo angekrabbelt, riß sein Mäulchen auf und stürzte kopfüber auf die Hundeschnauze zu. Bin ich froh, dass sie so sanft und nachsichtig mit ihm ist! Sie hielt still und er "küßte" ihr Ohr. Für einen Hund benimmt sie sich erstaunlich geduldig und zurückhaltend. Er darf alles. Er greift durch die Stäbe des Laufgitters nach ihr und "streichelt" sie (=kneift sie fest ins Fell und reißt daran), krallt sich am Halsband oder am Geschirr fest und zottelt an ihr herum, schnappt sich ihre heißgeliebten Bälle, spielt mit Schätzen aus ihrem Körbchen -und sie hält still und schaut ihm zu.
Ich bin sehr stolz auf meinen Hund. Trotzdem lasse ich die beiden nie allein. Gehe ich auf die Toilette, muß der Hund mit etc. Bisher klappt alles gut mit den Beiden. Ich freue mich schon darauf, mit beiden die Welt zu erkunden. Irgendwann ist mein Kleiner ja ein Große und kann Bälle für sie werfen. Dann haben sie sicher richtig Spaß miteinander.
Freitag, der Zwöflte
Hätte aber auch ein klassischer Freitag, der Dreizehnte sein können. Möglicherweise hatte er sich verkleidet?! Na, egal!
Ich hatte ja eigentlich vor, das blau-gelbe Möbelhaus zu besuchen. Eine neue Kommode fehlte hier noch im Wohnzimmer. Also hab ich ganz brav einen Wecker gestellt und bin früh schlafen gegangen. Leider hat der Zwerg (wie immer) schlecht bis sehr schlecht geschlafen. Und so war ich dann beim Weckerklingeln auch noch sehr müde. Aber ich bin schon groß. Ich biss die Zähne zusammen, stand auf, wankte in die Küche und sah aus dem Fenster. Urrgs! Mist! Schnee! Und (natürlich) hat bisher "niemand bestimmtes" die Winterreifen aufziehen lassen. Toll! *grummel* Aber gut, wie gesagt, ich bin ja ein großes Mädchen. Ich plane um. Die Idee war, dass der Schnee im Laufe des Tages schmelzen würde. Tat er auch. Also hab ich das Baby fertig gemacht und stiefelte samt minimaler Baby-Nahkampfausrüstung a.k.a. vollgepackte Wickeltasche zum Auto. Ich schrabbelte alle Scheiben frei, stieg und -Ende. Genau hier endete unser Ausflug zu I.KeA. Mein Auto sprang nicht mehr an. Die Batterie hatte es hinter sich gebracht. Aaaaaaaaaaah! Ich war so "energie"geladen, dass ich (wütend) den Kinderwagen aus dem Kofferraum zerrte, (bockig) alles rein schmiß, den Zwerg hinein legte und über eine Kälte durch den Matsch stapfte. Natürlich hatte ich weder eine Mütze, noch einen Schal. Nach dem Gewaltmarsch hatte ich dann auch keine Frisur mehr. Dafür wog ich ca.5kg mehr als vorher. Man ahnt ja nicht, wie schwer nasse Kleidung werden kann.
Der Tag hätte häßlich weiter gehen können, tat er aber nicht. Meine Mutter ist einfach die Beste! Ich hatte ihr eine kurze SMS geschickt, dass mein Auto "unkooperativ" sei. Und kurz bevor ich dem Kleinen sein Mittagessen wärmen wollte, klingelte mein Handy. "Los, zieh dich an. Mach dich fertig. Ich bin früher fertig geworden. Ich komme vorbei und passe auf den Zwerg auf. Du nimmst mein Auto und gehst einkaufen!" Hach! Sie ist einfach toll! So habe ich doch noch mein Wunschmöbel bekommen. Happy End!
Ich hatte ja eigentlich vor, das blau-gelbe Möbelhaus zu besuchen. Eine neue Kommode fehlte hier noch im Wohnzimmer. Also hab ich ganz brav einen Wecker gestellt und bin früh schlafen gegangen. Leider hat der Zwerg (wie immer) schlecht bis sehr schlecht geschlafen. Und so war ich dann beim Weckerklingeln auch noch sehr müde. Aber ich bin schon groß. Ich biss die Zähne zusammen, stand auf, wankte in die Küche und sah aus dem Fenster. Urrgs! Mist! Schnee! Und (natürlich) hat bisher "niemand bestimmtes" die Winterreifen aufziehen lassen. Toll! *grummel* Aber gut, wie gesagt, ich bin ja ein großes Mädchen. Ich plane um. Die Idee war, dass der Schnee im Laufe des Tages schmelzen würde. Tat er auch. Also hab ich das Baby fertig gemacht und stiefelte samt minimaler Baby-Nahkampfausrüstung a.k.a. vollgepackte Wickeltasche zum Auto. Ich schrabbelte alle Scheiben frei, stieg und -Ende. Genau hier endete unser Ausflug zu I.KeA. Mein Auto sprang nicht mehr an. Die Batterie hatte es hinter sich gebracht. Aaaaaaaaaaah! Ich war so "energie"geladen, dass ich (wütend) den Kinderwagen aus dem Kofferraum zerrte, (bockig) alles rein schmiß, den Zwerg hinein legte und über eine Kälte durch den Matsch stapfte. Natürlich hatte ich weder eine Mütze, noch einen Schal. Nach dem Gewaltmarsch hatte ich dann auch keine Frisur mehr. Dafür wog ich ca.5kg mehr als vorher. Man ahnt ja nicht, wie schwer nasse Kleidung werden kann.
Der Tag hätte häßlich weiter gehen können, tat er aber nicht. Meine Mutter ist einfach die Beste! Ich hatte ihr eine kurze SMS geschickt, dass mein Auto "unkooperativ" sei. Und kurz bevor ich dem Kleinen sein Mittagessen wärmen wollte, klingelte mein Handy. "Los, zieh dich an. Mach dich fertig. Ich bin früher fertig geworden. Ich komme vorbei und passe auf den Zwerg auf. Du nimmst mein Auto und gehst einkaufen!" Hach! Sie ist einfach toll! So habe ich doch noch mein Wunschmöbel bekommen. Happy End!
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