Dienstag, 9. Dezember 2008

Auch ne nette Spielerei!

Und wesentlich weniger peinlich als das hier!


Die Deutung der Handschrift brachte folgendes Ergebnis:

Katja ist ein impulsiver, unsteter, vielseitiger und unkonventioneller Typ.
Es fällt ihr nicht leicht, sich anzupassen.

Katja ist ein Gewohnheitsmensch.
Sie ist mit einer praktischen Intelligenz ausgestattet,
die ihr erlaubt, rationell zu arbeiten,
und zwar im Privat- wie auch im Berufsleben.
Für sie ist verbindliches Auftreten und Arbeiten selbstverständlich.

Sie ist sinnlich, warmherzig, gemütlich und phantasievoll.
Im Großen und Ganzen wirkt sie gelassen bis uninteressiert,
wenn sie aber von einer Sache überzeugt ist, überrascht sie
ihre Umwelt durch ihr überschwängliches und begeisterungsfähiges Auftreten.

Katja ist ein sehr gefühlsbestimmter Mensch.
Oft werden Entscheidungen gefühlsmäßig gefällt, obwohl bei
rein rationeller Überlegung eine andere Entscheidung die richtige wäre.

Katja ist überdurchschnittlich intelligent.
Nüchtern und zweckmäßig bewältigt sie ihre Aufgaben.

Sie arbeitet sehr genau und zeichnet sich durch rationales, analytisches Denken aus.

Katja ist insofern bescheiden und wenig aufdringlich,
als dass sie es nicht nötig hat, die Umwelt bei jeder Gelegenheit
auf die eigenen Stärken aufmerksam zu machen.


Diese Deutung wurde auf den Seiten von www.graphologies.de erstellt.

Wech kommen!

Als ich das erste Mal im Ruhrgebiet war, wurde ich auch ausgeführt. Man stellte mich den Freunden und Bekannte vor. Es war alles sehr nett. Und dann passierte es. Ich wurde mit einer Fremdsprache konfrontiert. Ich wurde von einem Herren angesprochen. Er stellte mir eine Frage. Ganz offenbar stellte er mir eine Frage. Die Stimme ging am Satzende hoch. Eigentlich ging sie eher am Wortende hoch. Ein langes Wort. Hilflose Blicke meinerseits animierten ihn, sein Wort wiederholt auf mich abzufeuern. Er sagte so etwas wie: "Eeeeeeeehömmmmawokommsuwech?" Ich verstand ihn nicht. Dann sprang mir seine Begleiterin zu Hilfe und übersetzte für mich: "Er fragt, wo du wech kommst." Ich verstand auch diese Frage nicht. Sie wurde deutlicher. "Wo du WEG kommst, möchte er wissen!" Ich darauf "Wie, 'WEG'? Vestehe ich nicht!" Darauf mein Begleiter: "Er fragt, woher du kommst!" Achsooooo! Na, hätte er mich ja auch einfach fragen können...

Später wurde mir erklärt, dass wohl folgendes gesagt wurde:
Ey, hömma! Wo komms du denn wech?
In der hochdeutschen Übersetzung:
Ach, sag mir doch bitte einmal woher du kommst!

Ich verstehe Pottplatt seitdem etwas besser. Aber richtig gelacht habe ich letzte Weihnachten, als mein Freund plötzlich von "Lattenjupp" sprach. Frau Haase kannte den Begriff auch nicht und hat sich wohl heute gut amüsiert.

Erste Schritte

Am Samstag tapperte das Zwergie ja im Bett 2 kleine Schrittchen auf seinen Vater zu. Gestern dann endlich ohne Anfeuerungsrufe und Animation folgende Szene:

Baby steht im Laufstall und schaut auf sein Trapez am anderen Ende. Er steht schon fast eine Minute freihändig. Und schaut. Plötzlich freut er sich wie irre, lacht und macht 3 kleine Schritte zum Spielzeug hin. Dort angekommen, quietscht er vor Vergnügen, dreht sich zu mir um und strahlt mich an! Ich wäre beinahe geplatzt vor Stolz!

Das sind die schönsten Momente an einem sonst eher durchwachsenen Tag. Pures Glück.

Augenringe -der neueste Schmucktrend zur Adventszeit

Ich gewöhne mich nie daran, nicht zu schlafen. Gestern Nacht hat der Kleine wieder versucht, neue Rekorde im Nicht-Schlafen aufzustellen. Wach wurde der Zwerg um 22.00 Uhr, wieder geschlafen hat er gegen 3.00 Uhr morgens.

Nicht schön, dass sein Vater und ich mal wieder uneins waren, wie man damit am besten umgeht. Bis ca. 1.30 Uhr schlief der große Mann neben mir laut und tief. (btw: Warum werden Männer von ihrem eigenen Schnarchen nicht wach?!) Der Kleine war durchgängig wach und "mähte". Immer 2 Sekunden, bevor der Schlaf ihn überwältigen konnte, arbeitete er fleißig dagegen. Folgende Methoden sind dem Kind bekannt: Schnuller ausspucken, Schnuller mit der Hand raus wischen, Schnuller am Ring packen und werfen(!), mit der Hand auf den Kopf schlagen, brummen und summen, mit den Beinen strampeln, seine Mutter fest kneifen, sich selbst kneifen, kratzen, wildes um sich schlagen. Ich glaube, das sind sie am häufigsten verwendeten. Das haben wir also hinter einander mehrmals durch gespielt. Irgendwann ist mir das zu dumm geworden und ich habe das Schätzchen in sein Bett gelegt. Das steht ja nun direkt neben dem großen Bett und ich halte tapfer Händchen. Für ihn trotzdem ein Grund in lautes Wehklagen und Geschrei auszubrechen. Was er auch umgehend tat. Er stellte sich dann ans Gitter und brüllt. (Das sieht eigentlich so niedlich aus, wenn er da so im Schlafsack rumsteht! Wenn er doch nur leise wäre, beim Niedlichsein!) Jedenfalls ließ er sich dazu bewegen, sich nach einiger Zeit zu setzen. Irgendwann sah man ihm die Erschöpfung an. Er saß da, jammerte und der Kopf fiel immer wieder nach vorne. Mitleid hatte ich auf jeden Fall, aber so ging es auch nicht weiter. Er versteht offenbar schon sehr viel, denn auf meine Aufforderung legte er sich hin. Alle 2 Minuten kam dann noch ein Jammern und Schluchzen, aber er beruhigte sich langsam. Auftritt des Vaters, der mittlerweile durch den Höllenlärm geweckt wurde: lautstarkes Recken und Strecken, rumpelnder Gang durch die Wohnung in Richtung Toilette im Stil eines Autoscooters, Blick auf Baby und mich, donnernde Worte. Was wir hier eigentlich machen würden, ob das Baby krank sei, warum müsse der Zwerg denn im Kinderbett liegen etc. Das war dann der Moment, wo dem Kleinen klar wurde: "Ich habe neues Publikum!" Und das Gebrüll ging wieder los. Meine Erklärung, der Zwerg würde sich gerade beruhigen und gleich schlafen, wurde mit den Worten "Na, das höre ich ja!" abgetan. Das Kind wurde aus dem Kinderbett ins große Bett verfrachtet und begann dort von vorne, alle seine Anti-Schlaf-Tricks vorzuführen. Anfangs noch begleitet von "Och, du Armer! Hat die Mama dich allein gelassen?" über "Was hast du denn? Hast du Hunger?" bis zu "Jetzt hör mal auf mit dem Gezappel und SCHLAF ENDLICH EIN!!!" Wirklich eine sehr große Hilfe, der Mann. Ich hatte also erstens wieder den zappelnden, jammernden Zwerg neben mir, wurde zweitens von des Vater stets dröhnender Stimme am schlafen gehindert, wurde geruckelt und geschuckelt ("Hat er vielleicht Hunger? Still ihn doch mal!") und musste am Ende beinahe die Kampfhähne trennen. Schön ist was anderes. Irgendwann schliefen dann zum Glück alle.

Der Tag danach war wie erwartet anstrengend. Die großen Menschen waren müde und gereizt. Der Kleine war auch müde und grummelte die meiste Zeit rum. Wickeln? Nein, er will stehen! Sitzen? Nein, liegen! Hinstellen? Nein, da knickten die kleinen Beinchen ein! Sofort wollte er *den Weihnachtsmann auf dem Kalender anschauen* (nach Belieben austauschbare Aktion einfügen, muß allerdings stets das Gegenteil der von mir gewünschten Handlung sein). Außerdem kann er schon ganz toll verbal sein Mißfallen ausdrücken. Er "mäht", "wäht" oder schreit dann. Irgendwann hatte ich genug von der Show.

Meine Mutter war dann so freundlich mir einen freien Nachmittag zu schenken. Die Freundin wurde angerufen, hatte Lust und gute Ideen und wir trafen uns. Es war super! Sie hat ihr Kind dem Daddy aufs Auge gedrückt und wir waren das allererste Mal völlig Babyfrei. Witzig! Als ich gestern Abend meinem Freund davon erzählte, dass ich mich mit B. so richtig in Ruhe unterhalten habe, ohne von irgendeinem Baby unterbrochen zu werden, meinte er nur trocken: "Und? Ist sie nett?" Da fiel mir wieder ein, was ich an dem nervenden Schnarcher, der beinahe schlafende Kinder wach spielt, eigentlich alles mag.

Type it!

Für alle, die sich etwas langweilen auf meiner Seite...


Ho ho hoooooo!

Zum Weihnachts-Test bei der Film-Community moviepilotZu moviepilot - Gute Filme für Kino, DVD & TV

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Nachtschlaf

...wird hoffentlich überbewertet.

Ich. Bin. So. Müde. Ich könnte nur noch stöhnen. Und jammern. Und überhaupt. Seit etwa einer Woche schläft der Kleine wieder schlechter. Ich hatte gehofft, dass wir unsere Kind-schläft-mies-Phase überwunden hätten, aber offenbar war es nur einem Wachstumsschub geschuldet, dass Baby mehr schlief. Wir hatten sogar ein 2.(!!!!!!!) Tagschläfchen. Es war himmlisch. Wer kein Kind mit einer "Schlafdauer an der untersten Grenze zum Behandlungsbedarf" (O-Ton Kinderärztin) hat, kann meine Probleme möglicherweise nicht nachvollziehen. Unser Sohn schläft immer schon recht wenig. Seit er 5 oder 6 Monate alt ist, hat er nur einen, sehr kurzen Mittagsschlaf von maximal 1 Stunde gehalten. Andere Kinder knackten da noch 3-4 mal täglich weg. Vor etwa einem Monat nach dem letzten Wachstumsschub mit den vielen Zähnen hat er plötzlich statt mittags vormittags geschlafen und zusätzlich um 17 Uhr eine weitere Poofelrunde eingelegt. Das scheint vorbei zu sein. Er schläft zwar immer noch hin und wieder am Nachtmittag, wird dann aber nachts wach. Also, richtig wach. Will sagen: Baby sitzt im Bett und will spielen. Um ein Uhr nachts. Neben seiner tiefschlafenden Mutter. Und dem schlafenden (=komatösen) Vater, der bisher weder von Babygebrüll, noch von "Du bist dran!"-murmelnden, tiefschlafenden Blogschreiberinnen geweckt werden konnte. Und dann sitzt dort also unser Kind und langweilt sich. Sehr. Und nach kurzer Zeit ärgert es sich -auch sehr! Denn, ach, der Schlafsack beengt und behindert ihn beim spielen, klettern, krabbeln und stehen. Gut, dass das so ist. Denn sonst würde ich selten etwas merken. Ich bin nämlich vom täglichen Kinderdauerbespaßen sehr müde. Der Zwerg weint und schimpft also. Ich werde wach. Der Zwerg wird nach kurzer Lagesondierung (=Augen minutenlang unter Schmerzen öffnen. Ich bin sooo müde.) dichter geholt, getröstet und gestillt. Das letzte Wort ist allerdings Spott. Denn nach dem Essen ist das Kind, von neuer Energie durchflutet, nur noch munterer. Die nächsten 2 Stunden bestehen dann für mich darin, dass Kind vom Absturz aus dem Bett abzuhalten, kneifende Hände abzuwehren, Nuckel zu suchen und wieder zu platzieren etc. Bis er endlich wieder schläft. Irgendwann. Meist sehr früh morgens. Leider. Dumm ist es dann, wenn ich in den folgenden Tagen viel Kaffee trinke. Ich gehöre nämlich zu denen, die nach Koffeingenuß nach 14 Uhr erst wieder ab ca. 3 Uhr morgens schlafen können. So liege ich dann wach neben 2 schlafenden, kuschelig warmen Menschen und warte darauf, dass der kleinere Mensch erwacht, um zu spielen, damit ich ihn davon abhalten kann. Und ich hätte meist genau dann so gerne und so gut geschlafen. Es ist ein Dilemma. Wenn ich keinen Kaffe trinke, halte ich den Tag nicht durch. Wenn ich Kaffe trinke, halte ich auch noch die halbe Nacht durch, sehe aber am nächsten Tag nicht ganz so frisch aus. Die Alternative habe ich dann heute morgen. Gestern trat ich kaffeetechnisch kürzer. Aber ich arbeitete viel. Ich habe den neuen Schreibtisch aufgebaut, das Kind beschäftigt und versorgt, 2 Maschinen Wäsche gewaschen, das Wohnzimmer gewischt und das Parkett poliert, den Hund ausgeführt, den neuen Schreibtisch eingeräumt, den Rechner wieder angeschlossen (bis auf's Internetzkabel). Und daher habe ich nachts gut geschlafen. Obwohl Baby wieder eine Spielrunde von diesmal über 2 Stunden (habe 2 x Hörspiel á 55 Minuten plus 25 Minuten Hörspiel Nr.3 erleben dürfen) hinlegte. Warum werde ich aber um 6 Uhr morgens wach? Ich hatte noch nicht ausgeschlafen. Nein, das wüßte ich. Es ist ungerecht. Ich hoffe, das Müttermantra "Es ist nur eine Phase. Es geht vorbei." bezieht sich auch auf Mütter und nicht nur auf das Verhalten der Kinder.

8 Stunden am Stück schlafen. Das ist eigentlich alles, was ich mir zu Weihnachten wünsche. Danke schon mal im Voraus, lieber Weihnachtsmann!